Einlagen/ Zehentrenner

Muskeltraining bei jedem Schritt

Fußgesundheit im Sommer

Von Bauerfeind Life Magazin

Kurz & knapp Fußgesundheit und sommerliche Leichtigkeit sind kein Widerspruch. Orthopäde und Fußexperte Dr. Matthias Manke aus Bochum hat den neuen ErgoPad ID:Zehentrenner von Bauerfeind getestet. Für ihn ist diese Sandale die perfekte Lösung, wie auch Einlagenträger auf offene Sandalen umsteigen können.

  • Jedes Fußbett für den Bauerfeind-Zehentrenner wird individuell angefertigt.
  • Der Fachhandel ordert den Zehentrenner mit der Webanwendung Bodytronic ID:CAM. Innerhalb von 48 Stunden wird der gesamte Bausatz verschickt.
  • Der Orthopädietechniker passt die Komponenten der Sandale präzise an und baut sie zusammen.
  • Die Verordnung einer Einlage sollte immer mit Empfehlungen für Übungen kombiniert werden.
  • Ein gesunder Fuß hat eine kräftige intrinsische Muskulatur, die das Fußgewölbe stützt. Fußgymnastik muss auf diese Muskeln ausgerichtet sein.
  • Der Zehentrenner von Bauerfeind aktiviert die Muskulatur und kann dadurch Gang und Haltung verbessern.
  • Eine gute Passform verhindert Krallenzehen und damit die Entstehung eines Spreizfußes.
 

Leichtfüßig durch den Sommer und dabei auf die gewohnte Einlagenunterstützung nicht verzichten? Das Beste aus beiden Welten fügt sich im ErgoPad ID:Zehentrenner zusammen. Der Bochumer Orthopäde Dr. Matthias Manke, als „Revierdoc“ bekannt, schlüpfte für Bauerfeind life in den Zehentrenner und erklärt, warum eine starke Fußmuskulatur so wichtig ist.

Noch etwas tiefer im Westen als das von Grönemeyer besungene Bochum liegt dessen Stadtteil Wattenscheid, wo der „Revierdoc“ seine Praxis hat. In dieser Gegend zwischen VfL Bochum und Schalke 04 ergänzt man „Fuß-“ gemeinhin mit „-ball“, doch bei Dr. Matthias Manke, dem „Revierdoc“, soll es einfach nur um den Fuß gehen. Der bärtige Doc ist in seinem Element, anschaulich beschreibt er Fußknochen („wie bei einer alten Steinbrücke gefügt“), die Fußgewölbe („unser körpereigener Stoßdämpfer“), den Stellenwert des Fußes in seinem Fachgebiet („das vernachlässigte Kind der Orthopädie“) und die Lücke im Medizinstudium („gerade mal 90 Minuten für den Fuß“). „Als ich bereits in meiner eigenen Praxis tätig war, sah ich dann ständig Patienten, auch Kinder, mit Senk-Spreiz-Füßen. Da habe ich mich gefragt, ob das eigentlich normal sein kann. Und so habe ich begonnen, mich in das Thema einzuarbeiten.“

Fast ein Viertel aller Knochen des Menschen befindet sich in den Füßen und das natürliche Gehen aus Aufsetzen, Abrollen und Abfedern ist genau betrachtet ein dynamisches Wunderwerk. Der Fuß ist also Hightech der Evolution, wird aber meist weniger in Schuss gehalten als E-Bike oder Küchenmaschine. Deshalb versucht Dr. Manke mit einer Spezialsprechstunde, mit Fernsehauftritten und einem Buch zum Thema, Aufmerksamkeit dafür zu schaffen, wie wichtig gesunde Füße für den ganzen Körper sind.

Gesunde Freiheit für die Füße

Die Orthopädieschuhtechnik bietet viele Hilfsmittel, um die Füße zu entlasten, zu unterstützen und zu korrigieren. Doch der Sommer entpuppt sich als Feind gesunden Schuhwerks, zu sehr sehnen sich die Füße nach Ungezwungenheit und landen dann oft in einfachst gestalteten, riemchenbesetzten Pantoletten. Der Fachmann bevorzugt die Variante mit Fußbett und spricht vom „Zehentrenner“, wenngleich die prosaische Bezeichnung verbirgt, wie viel Know-how und Technik in einer solchen Sandale stecken können. Matthias Manke geht durch sein Sprechzimmer, er trägt den neuen Bauerfeind-Zehentrenner mit grünen Riemchen und erklärt dessen Beschaffenheit: „Jedes Fußbett wird vom Orthopädieschuhtechniker individuell modelliert und berücksichtigt die jeweilige Fehlstellung. Dieser Zehentrenner hier wurde für mich angefertigt. Das Längsgewölbe wird mit einer leichten Pelotte gut unterstützt und das Quergewölbe ist so angepasst, dass ich harmonisch gehen kann. Beim Auftreten bekomme ich noch einen Impuls, damit das Gewölbe hochkommt.“

Und noch eine Beobachtung ist ihm wichtig, die jeder kennt, der schon einmal gesehen hat, wie sich seine Zehen in einem einfachen Modell haltsuchend zusammenkrallen: „Hier vorne, wo die Zehen gelagert werden, ist eine Erhöhung. Durch diese Beschaffenheit habe ich optimalen Halt. Auch der Steg wird ja individuell eingesetzt, ich muss beim Tragen also keine Kraft aufwenden und die Sandale klatscht auch nicht an den Fuß. Durch das Gehen in diesem Schuh werden Muskeln aktiviert, das ist ein richtiges Trainingsgerät.“ Die Bedeutung einer kräftigen Fußmuskulatur ist für Dr. Manke zentral. Hier aber gibt es noch große Wissensdefizite. „Ich musste anfangs auch erst einmal suchen: Gibt es Studien zum Fußmuskeltraining, Anleitungen dafür? Und wenn ich von Fußmuskeltraining rede, meine ich die intrinsische Muskulatur, also die kurze Muskulatur unter dem Fuß. Übungen, die man schnell mal im Internet findet, beziehen sich meist auf die extrinsische Muskulatur, die am Unterschenkel ansetzt, aber das ist für das Fußgewölbe gar nicht förderlich.“

Der Orthopäde Dr. Matthias Manke setzt sich nicht nur bei der Arbeit in seiner Praxis für Fußgesundheit ein, sondern erreicht medial via TV und Bücher ein breites Publikum.

Erst umfassende Untersuchung, dann Einlagenversorgung

Heute kommen Patienten aus ganz Deutschland und Nachbarländern in die Fußsprechstunde von Matthias Manke, sie wissen nicht zuletzt die sorgfältige körperliche Untersuchung zu schätzen. „Das ist ganz oldschool. Der Patient muss Schuhe und Strümpfe an beiden Füßen ausziehen. Sehe ich Hautveränderungen, gibt es Schwielen? Wie stellen sich Längs- und Quergewölbe dar, wie sind die Weichteilverhältnisse? Ich lasse den Patienten auf den Zehenspitzen gehen und im Fersengang – welche Ausgleichsbewegungen macht er? Welche Einflüsse gibt es auf die Beinachsen, auf das Becken? Nichts ersetzt die Erfahrung, das Betasten, das Betrachten.“

Die zweidimensionale Messung auf einer Druckplatte und die dreidimensionale Druckverteilungsvermessung beim Gehen auf einer kurzen Strecke ergänzen den erhobenen Befund. Erst mit diesem vollständigen Bild geht es dann an die Einlagenverordnung. Als Fußexperte hat Dr. Manke naturgemäß einen kritischen Blick auf Schuhe – zu eng, zu hochhackig, zu dicksohlig. Bleibt da noch etwas außer Zehentrenner und Barfußgehen? Der „Revierdoc“ lacht laut: „So radikal muss es nicht immer sein. Die besten Schuhe für den Alltag sind einfache, gut passende Sneaker mit einer dünnen, flexiblen Gummisohle.“

Sommerfrische: der Zehentrenner von Bauerfeind

Der ErgoPad ID:Zehentrenner ist eine Sandale mit orthopädischem Fußbett, deren Deckschicht individuell modelliert und gefräst wird. Diese Sohle aktiviert die Fußmuskulatur und wirkt dadurch positiv auf Gang und Körperhaltung ein. Der Weg zum ErgoPad ID:Zehentrenner führt über den Fachhandel: Mit einer neuen Funktion in der Webanwendung Bodytronic ID:CAM kann dieser die Daten selbst bearbeiten und den kompletten Bausatz ordern. Die Deckschicht wird bei Bauerfeind CNC-gefräst und mit den weiteren Komponenten (Zwischenschicht, Laufsohle und Lederriemchen) innerhalb von 48 Stunden verschickt. Der Orthopädie(schuh)techniker passt dann die einzelnen Teile an und baut sie zusammen. Der Zehensteg wird dabei individuell platziert, die Länge und Position der Riemchen genau auf den Fuß abgestimmt. Die Deckschicht gibt es in Graubraun oder Schwarz, die Lederriemchen (breit oder schmal) in Schwarz, Weiß und fünf sommerlichen Farben. Der Zehentrenner ist in den Schuhgrößen 35 bis 50 erhältlich.

Schaffen Sie das?

Es klingt simpel: „Bewegen Sie die Großzehe nach oben und lassen Sie die anderen Zehen unten. Dann umgekehrt.“ Diese kleine Übung verrät Dr. Matthias Manke schon einiges über den Zustand der Fußmuskulatur. Klappt nicht? Dann wird es Zeit für das richtige Training. www.revierdoc.de

Bilder: Michael Bause

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