Einlagen

High Heels mit inneren Werten

Weightflex-Technologie in der schwedischen Schuhmarke Stinaa.J

Von Bauerfeind Life Magazin

Kurz & knapp In der Kooperation des schwedischen Schuhherstellers Stinaa.J mit Bauerfeind entstehen elegante High Heels mit orthopädieschuhtechnischem Know-how. Neben dem 3-Step-System mit drei dämpfenden Materialkomponenten aus der Weltraumforschung für das Fußbett ist es die Weightflex-Technologie, die auch bei neun Zentimetern Absatzhöhe noch immer eine optimale Unterstützung gewährleistet.

  • Die Einlage der patentierten Pumps von Stinaa.J besteht aus Carbon, Poron und Memory-Schaum und wird in Portugal mit dem adaptierten weightflex-Einlagenkern von Bauerfeind fest zusammengefügt.
  • Der weightflex-Einlagenkern mit seinen vier flexiblen Schenkeln unterstützt die Torsion des Fußes und erlaubt die Anpassung auch an höhere Absatzsprengungen.
  • Markengründer sind der Orthopädietechniker Peter Hedström und die PR-Expertin Stina Anderson. Ihre neuartigen Absatzschuhe haben den Anspruch, elegant, nachhaltig und bequem zu sein. Ein Invest in die eigene Garderobe und die eigene Gesundheit.
  • Mehr Infos zu Stinaa.J und den aktuellen Modellen gibt es unter www.stinaaj.com.

Weightflex

Fußgesundheit und hohe Absätze sind nicht als natürliche Partner bekannt – und so scheint es die Quadratur des Kreises zu sein, Orthopädie und Eleganz zu versöhnen. Mit der Technologie seines 3-Step-Systems kombiniert mit weightflex-Einlagenkernen ist Peter Hedström dieses Kunststück jedoch gelungen. Im Gespräch mit Bauerfeind life beschreibt der Orthopädietechniker und CEO von Stinaa.J, was seine High Heels zu den besten der Welt macht.

Handwerkskunst und Hightech sind das Rezept von Peter Hedström für Damenschuhe mit hohen Absätzen, die nicht nur topmodern, sondern auch bequem zu tragen sind.

Peter Hedström aus Schweden kennt die Füße der Welt. Wenn er den 3D-Scan eines Fußes sieht, sieht er auch, ob dieser zu einer Frau aus Nordschweden oder aus Süditalien gehört. Über eine Million solcher Scans hat er in mehr als 30 Jahren bei seiner Arbeit meit Athleten und in der eigenen Klinik zusammengetragen. Er sagt von sich selbst, er sei ein „Nerd“. Und immer nachdrücklicher fragte sich der Orthopädietechniker und Biomechanikspezialist, warum sich die Vielfalt der Fußformen und die Bandbreite der Fehlstellungen nicht ausreichend in Schuhen widerspiegeln – und schon gar nicht in eleganten, hochhackigen Schuhen. „Wenn Sie bei einem schönen Dinner unter den Tisch schauen, sehen Sie, dass alle Frauen ihre Absatzschuhe abgestreift haben. Das sagt doch sehr viel, oder?“

life: Peter Hedström, wie lösen Sie den eigenen Anspruch ein, die bequemsten hochhackigen Pumps der Welt herzustellen?

Peter Hedström: Mit Technik, viel Erfahrung und den besten Materialien, die man bekommen kann. Sehen Sie: Der Aufbau des Fußes ist bekannt, man kennt die Druckverhältnisse beim Stehen und Gehen, man weiß viel über Ganganalysen und kennt die Probleme – von Plattfuß über Hallux valgus, Fersensporn bis hin zur Lumbalgie aufgrund von Fußfehlstellungen. Dafür gibt es orthopädische Lösungen. Aber wie würde die Lösung aussehen für Frauen, die nicht auf Pumps verzichten wollen oder gar können, weil sie wegen verkürzten Sehnen nicht in flachen Schuhen laufen können oder einen Dresscode befolgen müssen? Stina (Mitgründerin Stina Andersson) und ich wollten nicht akzeptieren, dass die Antwort immer nur lautet: Wer schön sein will, muss leiden. Ich wollte nun einen völlig neuen Schuh entwickeln.

Wie ist das gelungen? Was macht die Marke Stinaa.J anders?

Peter Hedström: Es gibt Schuhe mit einer etwas besseren Polsterung, es gibt aufwendig konstruierte Laufschuhe, es gibt Komfortschuhe. Aber: Komfort ist nicht genug. Uns interessiert genauso die Biomechanik. Wie bewegen sich Frauen, wie stehen sie, wie gehen sie? Woher kommt der Schmerz in den Knien, der Hüfte, im unteren Rücken? Ich nahm also meine Datenbank mit den 3D-Scans, wir haben Einlagen angefertigt, geröntgt, Druckmessungen durchgeführt. Wir haben Schuhmodelle entworfen, Plateaus und Absätze ausprobiert, um Stabilitäten zu verändern. Das war eine sehr langwierige Aufgabe, vier Jahre lang habe ich geforscht, getestet, weiterentwickelt. Ich wollte auch ein „dynamisches“ Fußbett, in dem der Fuß natürlich gestützt wird und physiologisch korrekt abrollen kann. Ich überlegte auch: Wo braucht man die leistungsfähigsten Materialien …? In der Raumfahrt! So kam ich damals zur NASA und tatsächlich fand ich da, was ich suchte. Für Stinaa.J-Einlegesohlen verwenden wir für die Raumfahrt entwickeltes Carbon, Memory-Schaum und Poron, das ist ein Hochleistungsschaumstoff, der Stöße abfedert. Schließlich hatte ich zwei Patente, eines für flache Schuhe und eines für Schuhe mit hohen Absätzen, das 5-Bar-System und das 3-Step-System.

Für die Entwicklung seiner High-Heel-Einlagen nutzte Peter ­Hedström NASA-Know-how und Bauerfeind-Technologie.

Die Pumps von Stinaa.J gibt es mit Absätzen von sechs bis neun Zentimetern Höhe – wo kommt da der biomechanische Aspekt zum Tragen?

Peter Hedström: Auf dem Vorderfuß zu gehen, ist unnatürlich, keine Frage. Unsere High Heels haben daher auch Plateaus, um die Absatzsprengung und damit die Belastungsmomente zu verkleinern. Aber die Entwicklung war noch nicht abgeschlossen. Ich nahm Kontakt auf zum weltbesten Hersteller von Einlagen. (lacht) Und bald schon reiste ich nach Zeulenroda und sagte: „Das ist meine Idee, das ist mein Konzept, das sind meine Patente, könnt ihr etwas damit anfangen?“ Bauerfeind konnte. Man hörte mir zu und verstand, was ich erreichen wollte. Hier fand ich nicht nur ein gemeinsames Denken, sondern auch die orthopädische Qualität und Expertise, die ich suchte. So begann schließlich die Entwicklung der Stinaa.J-Einlegesohle speziell für High Heels mit der notwendigen Stabilität, Polsterung und Führung.

Und das dynamische Fußbett?

Peter Hedström: Genau. Ja, ein Schuh mit hohen Absätzen muss fest und stabil sein, aber wie gesagt: Ich wollte Dynamik, eine natürliche Bewegung. Es ist die Stabilität des Schuhs in Kombination mit der speziell geformten Einlage und dem weightflex-X in ihrem Kern, was den positiven Effekt auf die Torsion des Fußes hat. Die Schenkel dieses X unterstützen nämlich die Rotationsbewegung des Fußes. Das Abrollen wird wieder natürlich. Eine Pelotte unter dem Mittelfuß sorgt für zusätzlichen Halt, und unsere Materialkombination aus Carbon, Poron und Memory Foam sowie das 3-Step-System unter dem Vorfuß ermöglichen das einfache Anpassen an unsere verschiedenen Absätze und die perfekte Abstimmung auf die Fersensprengungen. Die Druckverhältnisse beim Stehen und Gehen werden dadurch verringert.

Sie haben sich einen großen Partner gesucht?

Peter Hedström: Ja, das war mir wichtig. Aus zwei Gründen. In Schweden haben 60 Prozent der Menschen ein abgesenktes Fußgewölbe oder Plattfüße, zehn Prozent Hohlfüße und nur 30 Prozent normale Füße. In Deutschland wird es ähnlich sein. Natürlich gibt es orthopädische Anfertigungen. Aber es sind Millionen von Frauen, die in ihren Schuhen leiden. Deshalb wollten wir einen Partner, der große Stückzahlen liefern und die Anforderungen eines Sortiments aus verschiedenen Schuhmodellen, Größen und Absatzhöhen bewältigen kann.

Weightflex

Wie entsteht ein High Heel von Stinaa.J mit 3-Step-System und weightflex-Kern?

Peter Hedström: Stina und ich haben lange in Italien, Spanien und Portugal recherchiert. Da fanden wir Hersteller, alte Familienbetriebe, die uns und unsere Vision verstanden. Heute haben wir in diesen Ländern erstklassige Lieferanten und von Bauerfeind bekommen wir die adaptierten Einlagenkerne. Dies alles wird dann in Portugal verarbeitet und fest zusammengefügt, alles ist europäisches Handwerk. Jedes unserer Modelle wird von Testerinnen mit verschiedenen Beschwerden getragen und bewertet. Funktioniert der Schuh so, wie er soll? Oder müssen wir etwas modifizieren?

Wer ist Ihre typische Kundin?

Peter Hedström: Das ist eine Frau, im Schnitt 40+, wenn erste Beschwerden anfangen. Füße brauchen meist ab einem gewissen Alter funktionale Unterstützung. Sie ist eine berufstätige Frau, die viel auf harten Oberflächen wie Beton, Asphalt oder Holzböden in Innenräumen läuft. Sie achtet auf sich, konsumiert bewusst und ist immer weniger bereit, Kompromisse zwischen Wohlbefinden und gutem Aussehen einzugehen. Ich bin immer sehr stolz, wenn ich eine Frau mit unseren Pumps sehe. Vor kurzem erst wurde die schwedische Kronprinzessin Victoria mit High Heels von Stinaa.J fotografiert – und das ging gleich viral.

Das Kreuz an der richtigen Stelle – die Weightflex-Technologie im Bauerfeind-Sortiment

Verliert das komplexe Gefüge des Fußes an einer Stelle seine Stabilität, kann die beeinträchtigte Statik zu Beschwerden in der gesamten kinematischen Kette führen. Die Einlage ErgoPad weightflex beeinflusst mit dem im Einlagenkern asymmetrisch angeordneten X und dessen vier unterschiedlich festen Schenkeln das Zusammenspiel von Kraft und Gegenkraft in der Bewegung. Längs- und Quergewölbe werden abgefedert. Damit wird insbesondere der mittlere Fußbereich stabilisiert. Die beiden Drehpunkte im weightflex-X leiten die im Fuß wirkenden Kräfte von lateral nach medial, wodurch das natürliche Abrollen erleichtert wird. Dadurch unterstützen ErgoPad-weightflex-Einlagen sowohl das Gehen als auch das Stehen und ermöglichen die Rückkehr zur gesunden Ausgangsstellung des Fußes. Mit den drei Ausführungen „soft“, „medium“ und „strong“ ist die Anpassung an den Insuffizienzgrad der Fußgewölbestrukturen, das Therapieziel sowie das Körpergewicht möglich.

Der Stinaa.J-Moment

Die PR-Expertin Stina Andersson ist der kreative Kopf des schwedischen Gründer-Duos. Sie kümmert sich um Design und Marketing, sie ist das Model und Gesicht von Stinaa.J.

„Mit unseren Schuhen investiert eine Frau in ihre Garderobe und in ihre Gesundheit.“

Stina Andersson

Als sie vor einigen Jahren nach einem anstrengenden Tag mit ihrem Mann Johan noch essen ging, musste Stina Andersson den Heimweg vom Restaurant barfuß antreten, weil ihre Füße so sehr schmerz­ten. Warum gibt es keine bequemen High Heels, fragte sie sich, und warum ertragen Frauen diese Qual? Sie wollte das ändern, begann sich umzuhören und bekam einen Namen zugetragen: Peter Hedström.

Im Frühjahr 2015 trafen sich die beiden in Stockholm zum Lunch und sie erzählte ihm von ihrem Wunsch, High Heels ohne Schmerzen tragen zu können. Wäre das nicht möglich? Zwei Stunden lang diskutierten die beiden … und eine Woche später gründeten Stina Andersson und Peter Hedström ihre Firma – mit keinem geringeren Anspruch als dem, die besten High Heels der Welt zu kreieren: Stinaa.J. Für Bauerfeind life ergänzt sie die angefangenen Sätze.

Der Stinaa.J-Moment ist … der Augenblick, wenn eine Kundin zum ersten Mal den Fuß in einem unserer Schuhe hat. Dann versteht sie Stinaa.J wirklich, sie spürt den Unterschied.

Es gibt Frauen, die sich schon längst von High Heels verabschiedet haben … und dann ist es besonders schön, wenn wir ihnen dieses Gefühl von Eleganz und Stil zurückgeben können. Viele Kundinnen wollen erst mal auf Nummer sicher gehen und wählen den Sechs-Zentimeter-Absatz. Und dann probieren sie doch die Neun-Zentimeter-Pumps… und sind überrascht. Vor kurzem hatten wir eine Kundin, die seit 16 Jahren keine hohen Absätze mehr getragen hat. Jetzt kann sie das wieder.

Wer keine Standardgröße hat, hat beim Schuhkauf Pech … dabei gibt es viele Frauen, die nicht in das gängige Größenschema 36 bis 41 für modische Damenschuhe hineinpassen. Wir wissen, dass dieses Schema zu eingeschränkt ist. Unsere Schuhe für Frauen gibt es deshalb in den Größen 35 bis 43 und in halben Größen.

Jede Frau hat mehr Schuhe im Schrank, als sie trägt… und deshalb setzen wir so kompromisslos auf zeitloses Design, Qualität und Haltbarkeit. Das ist unser Verständnis von Nachhaltigkeit. Mit unseren Schuhen investiert eine Frau in ihre Garderobe und in ihre Gesundheit. Ich bin überzeugt, dass sich diese Haltung von „weniger ist mehr“ noch weiter verbreiten wird.

Im Namen Stinaa.J stecken … mein Vorname, das zweite a für meinen Nachnamen und das J für meinen Mann Johan.

Bei der Namensfindung für die Modelle … denke ich an Menschen, die mir wichtig sind. Anita zum Beispiel ist der Name meiner Mutter, Johan der meines Mannes, Peter ist mein Mitgründer, mit Hannah dankte ich einer Mitarbeiterin der ersten Stunde und bald kommt das Modell Felicia. So heißt meine Tochter.

Mehr Infos zu Stinaa.J und den aktuellen Modellen gibt es unter www.stinaaj.com.

Bilder: Bauerfeind, Stinaa.J

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