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VenoTrain angioflow Klinische Bewertung von Prof. Dr. med. Markus Stücker

Ausgabe 01/2018

Prof. Dr. med. Markus Stücker, Geschäftsführender Direktor der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Ruhr-Universität Bochum

Prof. Dr. med. Markus Stücker, Ruhr-Universität Bochum.
Prof. Dr. med. Markus Stücker, Ruhr-Universität Bochum.

„Zu den relativen Kontraindikationen der Kompressionstherapie gehört die kompensierte arterielle Verschlusskrankheit.Hier gilt bei Patienten, die einen Knöchel-Arm-Index von > 0,5 und einen absoluten Knöchelarteriendruck von 60 mmHg aufweisen eine Kompression mit einem Anpressdruck von bis zu 40 mmHg als unproblematisch (Reich-Schupke und Stücker, Moderne Kompressionstherapie, Köln, 2013). Erst bei einem Kompressionsdruck von 41 mmHg im Knöchelbereich kommt es zu einem Abfall der Perfusion im Bereich der Großzehe, gemessen als Laser-Doppler-Flux (Mosti et al., Journal of Vascular Surgery, 2012). Demgegenüber steigt die Ejektionsfraktion des venösen Bluts bei derartigen Konstellationen mit zunehmendem Kompressionsdruck an, so dass einerseits die Sicherheit von Kompressionsstrümpfen bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit als belegt gelten kann, andererseits aber auch die Effektivität gut dokumentiert ist. Misst man den transkutanen Sauerstoffpartialdruck unter Kompression bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit , ist sogar bis zu Kompressionsdruckwerten von 50 mmHg ein Anstieg des transkutanen Sauerstoffpartialdrucks zu messen (Mosti et al., Journal of Vascular Surgery, 2012), nachweisbar bei Patienten mit einem Knöchel-Arm-Index von im Mittel 0,58.
Der Kompressionsstrumpf VenoTrain angioflow hat einen Ruhedruck von 20 mmHg im Knöchelbereich, der weit unterhalb der möglichen Risikoschwelle von 41 mmHg liegt. Außerdem hat er, wie die Kompressionsmittel in o. g. Studien, eine geringe Elastizität. Ferner besteht im Fußbereich ein sehr geringer Druck von weit unter 10 mmHg, der damit vergleichbar mit einem normalen Textilstrumpf ist. Insgesamt liegt also ein Strumpf vor, der deutlich geringere Kompressionsdrücke aufweist als Kompressionsmittel , die in bisherigen Studien bei Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit verwendet worden sind. Ferner unterscheidet er sich durch spezielle Eigenschaften (hohe Steifigkeit , besonders niedriger Druck im Fußbereich) von bereits jetzt verwendeten Kompressionsstrümpfen.“

Weitere Informationen

Fordern Sie den Arztfolder und die Patientenbroschüre zu VenoTrain angioflow unter folgender
Servicenummer an: 0800-001 05 10. Interessenten aus der Schweiz wählen +41 (0) 56 485 82 42, Interessenten aus Österreich +43 (0) 800 44 30 130.

Bilder: Bauerfeind, Stefan Durstewitz