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Studie Spinova Support Plus Einsatz neuester Medizintechnik

Ausgabe 03/2014

Am Uniklinikum Köln wird die Funktion der Lumbalorthese Spinova Support Plus mit einem hochmodernen Upright-MRT-System überprüft. Damit kann bei Probanden mit Wirbelgleiten die stützende Wirkung der Orthese im Stehen gemessen werden.

Dr. med. Jan Bredow, Studienleiter.
Dr. med. Jan Bredow, Studienleiter.

Das Gerät mit den Ausmaßen einer Garage gibt es bislang nur an vier Standorten in Deutschland. Mit ihm ist es erstmals möglich, die reale Belastungssituation an der Wirbelsäule abzubilden: Der Patient steht bei der Messung. Upright-MRT heißt die neue Entwicklung in der Medizintechnik. Die Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Uniklinikums Köln ist damit in der Lage, eine Studie durchzuführen, die früher nicht möglich war. Hierfür kooperiert sie mit einem der besagten vier Standorte, der radiologischen Praxis von Dr. med. Michael Schräder in Köln. Im Mittelpunkt der Studie steht eine Lumbalorthese von Bauerfeind. Die zentralen Fragen lauten: Wie verändern sich bei Patienten mit Spondylolisthese (Wirbelgleiten) Grad I und II die Kippwinkel der betroffenen Wirbel sowie ihre Verschiebung zueinander beim Tragen der Spinova Support Plus? Wie verhält es sich im aufrechten Stand, wie beim Vorbeugen? Gibt es nach sechs Wochen Tragedauer signifikante Unterschiede? „Mit dem Upright-MRT können wir schnell und einfach für den Probanden die Messungen durchführen“, sagt der Studienleiter Dr. med. Jan Bredow. Kippwinkel- und Verschiebungswerte entsprechen einer normalen Belastung der Wirbelsäule und keiner Ruheposition im Liegen, wie es bei einer Standard-MRT-Messung der Fall wäre. Für den Einsatz im Upright-MRT wurde die Spinova Support Plus unter Wahrung der ursprünglichen Funktion durch Materialmodifikationen dem Magnetresonanzverfahren angepasst. Welches Potenzial hat die Spinova Support Plus? Um eine hohe Aussagekraft der Studie zu erreichen, sucht der Leiter noch weitere Patienten.


Bilder: Stefan Durstewitz