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Medizinische Sportförderung in Mexiko Gesund in Guadalajara

Ausgabe 01/2020

Im mexikanischen Bundesstaat Jalisco gehen Taucher dank LordoLoc wieder unter Wasser und Turner mit Talkum und der MalleoTrain S open heel wieder sicher auf Balken und an den Barren. Dr. Alonso Gómez, ihr Arzt aus der Hauptstadt Guadalajara, vertraut auf Qualität und ist überzeugt , dass es sich rechnet.

„Therapiebegleitend eingesetzt verstärken Bandagen die Heilung.“

Dr. Carlos Alonso Gómez López

Seit 20 Jahren behandelt Dr. Carlos Alonso Gómez López seine Schützlinge in der Abteilung für Sporttraumatologie der Universität von Guadalajara. Von der Arbeit des Arztes an der Uni-Klinik profitieren junge, talentierte Sportlerinnen und Sportler aus der Region. Die Ansprüche an den Orthopäden sind hoch. Auf dem Weg an die nationale Spitze wollen die Nachwuchssportler möglichst keinen Verletzungsausfall erleiden. Um die medizinische Versorgung auch von offizieller Seite zu stärken, wurde Dr. Alonso Gómez 2009 in den Rat für Sportentwicklung des Bundesstaats Jalisco eingeladen. Das Gremium ist eine dezentrale, öffentliche Einrichtung des Bildungsministers, der alle sportlichen Förderaktivitäten des Bundesstaats regelt und koordiniert. Das Projekt ist erfolgreich: Junge Athletinnen und Athleten, die aus dem „Team Jalisco“ hervorgehen, sind häufig Mitglieder der mexikanischen Nationalmannschaften, die wiederum regelmäßig an panamerikanischen, Olympischen und Paralympischen Spielen teilnehmen. Und der Erfolg wirkt offenbar ansteckend: Die Bevölkerung Jaliscos gilt , verglichen mit anderen Landesteilen, als aktiver und gesünder.

 

Die junge Kunstturnerin Sofía Calzada, eine von Dr. Alonso Gómez’ Schützlingen, trainiert doppelt stabil mit den Bandagen GenuTrain und MalleoTrain S open heel.

85 bis 90 Prozent der Patienten werden konservativ versorgt

Sportlicher Erfolg auf hohem Niveau bedarf einer gleichrangigen ärztlichen Anstrengung. Dr. Alonso Gómez betont einen Punkt dabei ganz besonders: „Alle über die Jahre gesammelten Statistiken zeigen, dass bei der Behandlung unserer Patienten nur rund 10 bis 15 Prozent einen chirurgischen Eingriff benötigen. Alle anderen konnten wir zielführend konservativ versorgen.“ Knie, Schulter, Sprunggelenk und Lendenwirbelsäule seien naturgemäß die bei Sportlern am häufigsten verletzten Regionen. „Bei vielen dieser Patienten können physiotherapeutische und physikalische Therapieprogramme die Genesung beschleunigen”, weiß Dr. Alonso Gómez. Der Einsatz von Bandagen wirke unterstützend. „Therapiebegleitend eingesetzt verstärken sie die Heilung, deren Richtung von biologischen Prozessen im Körper vorgegeben wird”, ist der Arzt überzeugt. Ein Konzept , das auch gemessen an der Breite der Versorgungen aufgeht.

Stabilität beginnt im Kopf

„In unserer Praxis haben sich viele Produkte von Bauerfeind als sehr ­hilfreich herausgestellt”, berichtet Dr. Alonso Gómez. „Wir nutzen sie seit ungefähr zehn Jahren. In Mexiko gibt es kaum Vergleichbares. Die im Land verkauften Bandagen besitzen meist nur die drei Größen ,klein‘, ,mittel‘ und ,groß‘, während Bauerfeind ein umfassendes Seriengrößensystem für Patienten mit unterschiedlichen Körpergrößen und -proportionen bietet.“ Ihn überzeugt die dadurch erreichte anatomische Passform des Kompressionsgestricks. „Wir haben auch eine Kosten-Nutzen-Analyse aufgestellt. Auch die bestärkt uns, die Produkte für unsere Zwecke einzusetzen.“ Wie etwa im Fall einer jungen Kunstturnerin. Diese zog sich bei einer verunglückten Landung vom Stufenbarren durch Überstreckung des Knies eine Bänderdehnung sowie eine Knochenkontusion zu. Durch die GenuTrain fand die zierliche Turnerin, die landesweit zu den Besten zählt , den Mut zur sicheren Landung nach Salti und Abgängen vom Stufenbarren wieder. „Für uns Ärzte war es interessant zu sehen, welches Vertrauen sie mit der Bandage fasste, ihre schwierigen Übungen zu turnen“, freut sich Dr. Alonso Gómez.

Bessere Bodenhaftung

Ein weiterer Belastungspunkt , der die enormen Kräfte beim Kunstturnen abfedern muss, ist das Sprunggelenk. Lockerungen des Kapselbandapparats sind fast die Regel. Hier gelte es im Verlauf einer Physiotherapie, so Dr. Alonso Gómez, mittels einer geeigneten Bandage die medialen und lateralen Bandstrukturen zu schützen. Dadurch soll neben Kraft und Stabilität eine verbesserte Reaktionszeit im Gelenk wiedererlangt werden. „Für das Sprunggelenk gibt es eine große Vielfalt an Hilfsmitteln. Wir entscheiden uns meist für MalleoTrain S open heel , da diese Bandage barfuß getragen durch die freie Ferse den direkten Bodenkontakt ermöglicht.“ Statt in den Farben Schwarz oder Titan sieht man die Bandage allerdings nur in Natur an den Füßen der Sportler, weil ausschließlich die hautfarbene Variante in öffentlichen Wettkämpfen zugelassen ist. Ihre stabilisierende Wirkung erzielt die MalleoTrain S open heel durch ein unterschiedlich elastisches Gurtsystem, das in Form einer Acht um das Sprunggelenk festgezogen wird und so wie ein funktioneller Tapeverband wirkt.

Tauchen und Kampfsport

Andere Sportarten im „Team Jalisco“, wie Tauchen, Tennis oder Taekwondo, bergen zum Teil ungewöhnliche Risiken. Ein Taucher mit einer Spondylolyse auf L5-Niveau konnte mit der Rückenorthese LordoLoc, die Teil einer intensiven physikalischen Therapie war, erfolgreich behandelt werden. Der junge Wassersportler trug die lumbosakrale Wirbelsäulenunterstützung drei Monate. Danach war er in der Lage, eine Silbermedaille bei den Universitätsspielen in Neapel 2019 zu erzielen. „Ver­letzungsanfällig ist auch der Ellenbogen“, zählt der Orthopäde zu guter Letzt auf. „Insbesondere bei Kampfsportarten wie Judo, Taekwondo und Karate bereitet er uns Probleme. Mit der EpiTrain können wir Verletzungen und Reizzustände behandeln, so dass der Heilungsprozess schnell voranschreitet.“ Angesichts der Fülle von Hilfsmittelversorgungen fällt Dr. Alonso Gómez Fazit wenig überraschend aus: „Bauerfeind-Produkte sollte man immer im Arztkoffer haben, um Patienten die Rückkehr zum Sport zu erleichtern.“

Bilder: Miguel Rico Soltero


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