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Spinova Blick über den Tellerrand

Ausgabe 02/2013

Der Vorstandsvorsitzende Prof. Hans B. Bauerfeind über die Entwicklung der neuen Rückenplattform.

Was bedeutet Spinova?
Prof. Hans B. Bauerfeind: Vom Wortsinn her gilt „nomen est omen“ – wir reden hier über eine völlig neue Generation von Produkten für die Wirbelsäule. Daher „Spin“ für Wirbelsäule und „nova“ für neu. Doch damit ist die Bedeutung nicht vollständig umrissen. Das Entscheidende für Ärzte, Patienten und Fachhändler ist: Die vier Produkte folgen einem System und können in einem bisher nie dagewesenen Maß an die individuellen Bedürfnisse ihrer Träger angepasst werden, sei es nun in der konservativen oder postoperativen Therapie. Basis dafür sind immer wiederkehrende, variabel einsetzbare Funktionseinheiten an allen vier Orthesen. Das Ergebnis ist , dass Spinova fast alle Indikationen im Lendenwirbelsäulenbereich abdeckt.

Prof. Hans B. Bauerfeind
Prof. Hans B. Bauerfeind

Was stand im Mittelpunkt der Entwicklung?
Prof. Hans B. Bauerfeind: Der Therapieerfolg! Rückenschmerzen gehören weltweit zu den großen Volksleiden. Millionen Deutsche sind ernsthaft betroffen. Aufgabe in der Entwicklung war, ein Orthesensystem zu entwickeln, das hinsichtlich Wirksamkeit und Tragekomfort Maßstäbe setzt. Die Handhabung der neuen Produkte sollte trotz ihres komplexen Aufbaus möglichst einfach sein. Am Ende muss nämlich der Patient die Orthese als Hilfsmittel akzeptieren – und sie regelmäßig tragen. Das tut er nur, wenn das Produkt ordentlich sitzt und wenn er spürt , wie die Orthese wirkt. Um dieses Ziel zu erreichen, waren wir auch offen für neue Wege. Wir haben noch mehr als bisher über den Tellerrand geschaut auf der Suche nach modernen Materialien und entsprechenden Technologien für deren Verarbeitung. Permanent einbezogen in den Entwicklungsprozess waren Rückenexperten in Kliniken und Praxen und Partner im Fachhandel. Dabei galt: Erst , wenn alle Beteiligten mit dem Ergebnis zufrieden sind, kommt das Produkt auf den Markt. Im Fall Spinova waren das vier Jahre intensive Arbeit.

Wie oft waren Sie kurz davor, das Projekt einzustellen?
Prof. Hans B. Bauerfeind: Nie, aber natürlich brauchten Forschung und Entwicklung einen langen Atem. Die Welt ist komplexer und bietet unendliche Möglichkeiten. Da passt eine Neuentwicklung nicht mehr auf eine kleine Serviette.

Bilder: Bauerfeind