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SofTec Genu bei komplexen Knieinstabilitäten „Evidenz ist gut , sie zu spüren ist besser“

Ausgabe 02/2019

Alter und Ansprüche der Kunden ändern sich. Dabei entdeckt das Sanitätshaus Klinz in Bernburg an der Saale eine bewährte Knieorthese neu: Mit der SofTec Genu werden vermehrt degenerative, weniger verletzungsbedingte Instabilitäten versorgt.

Gerd Klinz selbst ist sein bestes Beispiel. Der Geschäftsführer und Inhaber des Bernburger Sanitätshauses hat kürzlich eine Knieendoprothese erhalten. „Auch viele unserer überwiegend älteren Kunden kennen degenerative Beschwerden, die früher oder später in eine Operation münden“, berichtet der Orthopädietechnikmeister. „Die jungen Alten wollen aber aktiv bleiben, vor und nach dem Eingriff, genau wie ich!“ Unter seiner Jeans trägt Gerd Klinz eine SofTec Genu. Sie half ihm zunächst , sich sicherer zu bewegen, und auch jetzt schätzt er ihren stabilisierenden Effekt. Üblicherweise werden sportlich aktive Patienten nach Kreuzbandrissen, Meniskus- oder Seitenbandverletzungen mit dieser Orthese bevorzugt versorgt. Mit sichernden Gelenkschienen, Gurten und zugstabilem Gestrick leistet sie adäquate Unterstützung bei der zum Teil langwierigen Regeneration nach Knieverletzungen. Die SofTec Genu stabilisiert das Gelenk nach dem Vier-Punkt-Prinzip wie eine Hartrahmenorthese und zusätzlich durch die propriozeptive Wirkung ihres ausschließlich in Längsrichtung dehnbaren Gestricks. Die 2012 veröffentlichte Vergleichsstudie von Strutzenberger et al. belegte diese hohe Stabilisierung des Kniegelenks bei Probanden mit vorderer Kreuzbandruptur. Ihr Tibiavorschub wurde nachweislich signifikant reduziert und die Kraft und Reaktionszeit der Muskulatur verbessert (s. a. Bauerfeind life 3/2011)1. Im Sanitätshaus Klinz indes rückt jetzt eine andere Klientel in den Anwendungsbereich der stabilisierenden Orthese.

Für die längerfristige Versorgung mit SofTec Genu: Gerd Klinz (links) und Carsten Reinsch.

Best Ager im Sanitätshaus

Gegenläufige Zuggurte erleichtern das Anlegen.

Mit dem demografischen Wandel können sich auch die typischen Einsatzgebiete von Hilfsmitteln verschieben. Bei Produkten, die zuverlässig wirken und in ihrer Bauweise auf den Träger individuell eingestellt werden können, dürfte die Anpassung an andere Altersstrukturen mühelos erfolgen. So macht sich das Sanitätshaus Klinz seit geraumer Zeit die Flexibilität der SofTec Genu bei seiner älteren Kundschaft zunutze: „Wir sehen in aller Regel die 55-plus-Generation mit ihren typischen degenerativen Erkrankungen am Knie“, beschreibt Carsten Reinsch, Leiter des Klinikaußendienstes, die Zielgruppe. „Trotzdem fühlt sich diese Generation in ihren besten Jahren für ausgefallene Aktivitäten: Ich habe schon Extrembergsteiger und Hochseeangler versorgt.“ Bei aller Individualität hat aber auch bei diesen Best Agern das Leben seine Spuren an den Gelenken hinterlassen. Was sie eint , sind die verschleißbedingten Befunde wie Gonarthrose mit darauffolgenden komplexen Instabilitäten. „Zusätzlich treten, fast zwangsläufig in diesem Alter, Durchblutungsstörungen auf, die mit entsprechender Schwellneigung einhergehen“, beschreibt der Orthopädiemechaniker die Versorgungsaufgabe.

Auf einer Gehstrecke wird mit ­Kameras überprüft , wie sich das Gangbild mit SofTec Genu ­verändert.

Die Möglichkeiten des Produkts verstehen

„Wir schauen unsere Kniepatienten ganz genau an, ob sie für die SofTec Genu ­infrage kommen“, betont Carsten Reinsch. „Nur so kann eine Fehlversorgung vermieden werden.“ Grundsätzlich infrage kommen Kunden mit komplexen Instabilitäten ohne größere, durch arthrotische Veränderungen verursachte Achsabweichungen. Mit der richtigen Orthese allein ist es aber nicht getan. „Es macht wirtschaftlich und natürlich auch therapeutisch überhaupt keinen Sinn, dazu die falsche Person auszuwählen“, bekräftigt Gerd Klinz: „Der Kunde sollte das Produkt verstehen, mit all seinen Möglichkeiten. Das Gleiche gilt für die Ärzte und die Krankenkassen. Oft genug kämpfen wir für eine langfristige Versorgung mit der SofTec Genu. Das ist schließlich ihre Domäne. Da freuen wir uns sehr über Kunden, die uns etwa durch einen erklärenden Anruf bei der Kasse unterstützen.“ Durchaus hilfreich ist dabei der berühmte Leidensdruck. „Wenn der Patient endlich eine Erleichterung durch diese hervorragende Orthese erfährt , ist er sofort überzeugt – rein subjektiv“, schmunzelt Carsten Reinsch, der Praktiker. „Evidenz ist gut , sie zu spüren ist besser.“

Optimal versorgen wollen

Der genaue Blick auf den Kunden braucht Zeit. „Ein bis zwei Stunden haben eine Kollegin und ich uns zum Beispiel morgen freigehalten“, berichtet der Orthopädiemechaniker. „Eine ältere Kniepatientin reist extra mit ihren Enkeln aus Berlin an, um sich von uns beraten zu lassen.“ Was sie von ihr wissen, könnte zur SofTec Genu passen. Könnte. Ein Aufwand ist es für beide Seiten. „Wenn wir die optimale Versorgung unserer Kunden wollen, geht es nicht anders.“ Sämtliche Größen liegen von der „Vollkontakt“-Orthese dafür auf Lager. Das An- und Ablegen geschieht in servicefreundlichen Patientenkabinen. Die Kunden absolvieren dann mit der SofTec Genu eine gesicherte, mit Kameras ausgestattete Gehstrecke für objektivierbare Effekte. Auch wenn sich in Bernburg die Einsatzgebiete der SofTec Genu von jung nach alt verschoben haben, ist eines gleich geblieben: agile Anwender mit agiler Einstellung.

1 Strutzenberger et al.: Effect of Brace Design on Patients with ACL-Ruptures, Orthopedics & Biomechanics Int J Sports Med, 2012; 33: 934–939.

 

Bilder: Freddy Czaja Fotografie


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