Bandagen/ Knieschmerzen/ Orthesen/ Sportverletzungen

Skisport – Kniesport

Swiss-Ski fährt mit Bauerfeind

Von Bauerfeind Life Magazin

Kurz & knapp Bauerfeind unterstützt den Schweizerischen Skiverband Swiss-Ski im Rahmen einer medizinischen Kooperation mit medizinischen Hilfsmitteln. Riccarda Brand, Physiotherapeutin, betreut in ihrer nun vierten Saison das Weltcup-Damenteam von Swiss-Ski in den Speed-Disziplinen Abfahrt und Super-G. Ein wichtiger Fokus im Training der Fahrerinnen liegt auf der Schnellkraft, da die Muskulatur bei Unebenheiten oder Fahrfehlern schnell reagieren muss, um Stürze zu vermeiden. Für die Sportlerinnen ist zudem die Stabilisierung der Gelenke durch die Muskulatur von entscheidender Bedeutung. Fast alle Skirennläuferinnen haben eine umfangreiche unfallchirurgische und orthopädische Krankengeschichte. Hilfsmittel wie Orthesen sind für sie unverzichtbar, um ihre Karriere im Profisport weiterverfolgen zu können. Trotz Sicherheitsausrüstung besteht im Speed-Bereich ein hohes Risiko für schwere Stürze mit allen Folgeerscheinungen. Nur ein ganzjähriges Training sichert Kondition und körperliche Belastbarkeit. Im Feedback zu den Bauerfeind-Produkten schätzen die Athletinnen vor allem die Qualität, den Tragekomfort und den schnellen Service.

Am 23. Oktober hat die Skiweltcup-Saison 2022/23 begonnen. Bauerfeind unterstützt die Athletinnen und Athleten des schweizerischen Skiverbands Swiss-Ski mit medizinischen Hilfsmitteln – in Akutsituationen während der Wettkämpfe, aber auch ganzjährig in der Trainings- und Vorbereitungsphase. Riccarda Brand ist Sportphysiotherapeutin bei Swiss-Ski und betreut das Weltcup-Team der Damen in den Speed-Disziplinen Abfahrt und Super-G. Bauerfeind life sprach mit ihr über die speziellen Herausforderungen für Frauen in diesem rasanten Sport.

life: Was haben Sie und was hat das ­Alpin-Team der Damen im Sommer gemacht?

Riccarda Brand: Die Vorbereitung auf Weltcup-Rennen ist bei den Speed-Disziplinen, also Abfahrt und Super-G, eine Ganzjahresaufgabe. Kraft- und Ausdauertraining sind kontinuierlich feste Bestandteile der Vorbereitung auf die Saison. Ich betreue die fünf Athletinnen der Mastery-Speed-Gruppe der Schweizer Nationalmannschaft. Die leben natürlich über die ganze Schweiz verteilt – das heißt, dass ich mit ihnen im Sommer telefonisch oder über WhatsApp in Verbindung stehe, mich mit den jeweiligen Physiotherapeuten an ihrem Wohnort austausche und bei Bedarf reise ich auch zu ihnen. Im August waren wir in Zermatt auf dem Schnee und danach noch für drei Wochen im Trainingslager in Argentinien.

Riccarda Brand ist Sportphysiotherapeutin bei Swiss-Ski und betreut das Weltcup-Team der Damen, dem Athletinnen wie Jasmine Flury (o.) angehören, in den Speed-Disziplinen Abfahrt und Super-G.

Gibt es spezifische Trainingsschwerpunkte für die Frauen im alpinen Rennsport?

Riccarda Brand: Wir achten sehr darauf, dass die Gelenke von einer guten Muskelumgebung gestützt werden. Frauen sind tendenziell beweglicher als Männer. Ein wichtiger Fokus im Training liegt auf der Schnellkraft, da die Muskulatur bei Unebenheiten oder Fahrfehlern schnell reagieren muss, um Stürze zu vermeiden. 

Wie ist die medizinische Betreuung über das ganze Jahr hinweg organisiert?

Riccarda Brand: Wir arbeiten in Medical Teams zusammen, dazu gehören im Wechsel eingesetzte Ärzte, Athletiktrainer und Physiotherapeuten. Bei einer Verletzung kümmern sich der anwesende Arzt und die Physiotherapeuten um die Erstversorgung und bei Bedarf kontaktieren wir dann Dr. Walter Frey in Zürich, er ist Sportmediziner und Chefarzt von Swiss-Ski. Da kann es dann um die Frage gehen, ob die Sportlerin mit dem Helikopter abgeholt werden muss oder nach Zürich gefahren werden kann. Danach wird entschieden, ob eine Rehabilitation benötigt wird oder nicht. Wenn Dr. Frey entscheidet, dass eine Bandage oder Orthese angebracht ist, treffen wir im Austausch eine gemeinsame Entscheidung und er bestellt das Produkt dann direkt bei Bauerfeind Schweiz und passt es in Zusammenarbeit mit einem Sanitätshaus/Kollegen von Bauerfeind Schweiz entsprechend bei der Athletin an.

Abfahrtsrennen sehen immer halsbrecherisch aus. Welche Verletzungen treten am häufigsten auf?

Riccarda Brand: Es kommt bei diesen Geschwindigkeiten zu heftigen Stürzen und infolge zu Prellungen am ganzen Körper oder zu Gehirnerschütterungen, in den schlimmsten Fällen auch zu Bänderrissen und Knochenbrüchen. Die meisten unserer Athletinnen im Speed-Bereich fahren mit Rückenairbag und mit schnittfester Unterwäsche, das trägt viel zur Sicherheit bei. Aber auch ohne Stürze sind die körperlichen Belastungen extrem. Kniebeschwerden sind ein ganz großes Thema, aber auch Rückenbeschwerden, hervorgerufen durch die unvermeidlichen Schläge und Stöße. 

Sie kennen die Verletzungsgeschichten in Ihrem Team, wie gehen die Athletinnen im Verlauf ihrer Sportkarriere damit um?

Riccarda Brand: Die Fahrerinnen in meinem Team sind bereits älter, das heißt zwischen 28 und 31 Jahren. Sie haben alle schon sehr lange Verletzungsgeschichten hinter sich, manche hatten zwei oder gar drei Kreuzbandrisse. Joana Hählen, eine unserer Fahrerinnen, hat ein operiertes Kreuzband auf der rechten Seite, da trägt sie eine GenuTrain S. Sie gibt dem Knie einen guten Halt von außen durch ihre seitlichen Schienen und Gurte. Die Kompression ist angenehm und hilft die Muskulatur zu aktivieren.

Welchen Stellenwert haben Hilfsmittel wie Bandagen, Orthesen oder auch Kompressionsstrümpfe im Gesamtgefüge Ihrer Arbeit?

Riccarda Brand: Auf Orthesen könnten wir gar nicht verzichten. Die Belastungen und Verletzungsmuster ähneln sich und die Produkte sind ja genau dafür entwickelt. Im Sommertraining übrigens haben wir viel Ballsport getrieben und hatten einige Supinationstraumata, nach denen wir die Fußgelenke wieder stabilisieren mussten. Ich setze auch oft Kompressionsstrümpfe ein – nach frischen Verletzungen oder bei den vielen langen Reisen im Auto und Flugzeug. Die Kompressionsstrümpfe VenoTrain micro in der oberschenkellangen Ausführung habe ich immer dabei, dieses Produkt wird häufig eingesetzt, es ist einfach sehr angenehm zu tragen.

Welche Rückmeldung bekommen Sie von den Sportlerinnen?

Riccarda Brand: Sie sind von der Qualität der Produkte sehr angetan, vom Handling und dem Tragekomfort. Es ist großartig, wie schnell der Versand klappt. Wir bestellen die Produkte direkt hier bei Bauerfeind in der Schweiz und sie sind am nächsten oder übernächsten Tag bei uns im Briefkasten. Je nach Art der Versorgung wird ein Arzt oder ein Orthopädietechniker bei der Anpassung hinzugezogen. Diese Zusammenarbeit ist wirklich wertvoll für uns. Es war übrigens der Hinweis von Michelle Gisin aus unserem Team, die diese Kooperation angestoßen hat. Sie kennt und nutzt die Kniebandage Sports Knee Support präventiv. Das Sportprodukt unterstützt und entlastet ihr Kniegelenk beim Skifahren. Auch von den Kompressionsstrümpfen VenoTrain micro, die sie bei Reisen trägt, war Michelle so begeistert, dass sie mich dann darauf angesprochen hat: Das wäre doch etwas für uns alle! Mit diesem Hinweis begann die Zusammenarbeit.

„Mach dich locker!“

Anders als Profis vergessen die meisten Freizeit-Skifahrer im Sommer die Piste. Doch ohne angemessene Vorbereitung ist Skifahren verletzungsträchtig, spätestens mit der Buchung des Skiurlaubs sollte das Training beginnen.

Drei Tipps für das Warm-up auf der Piste von Swiss-Ski-Physiotherapeutin Riccarda Brand:

• Der Klassiker: die Kniebeuge

• Für den Rücken: der Katzenbuckel

• Und bevor es losgeht: mit Skischuhen an den Füßen, auf die Skistöcke gestützt, die Beine ausschwingen

Außerdem sind angemessene Kleidung und gut präparierte Skier wichtig. Frühaufsteher werden vormittags mit frischen Pisten belohnt.
Und: kein Alkohol!

Bilder: Swiss-Ski, picture alliance/Eibner-Pressefoto/Eibner/Memmler

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