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Sanitätshaus mit Spinova Support Plus im Klinikum „Qualität heißt auch, Zeit mitzubringen“

Ausgabe 02/2018

pinova Support Plus

Wenn Diplom-Orthopädietechniker-Meister Eiko Limmer vom Sanitätshaus Spiegel in Fulda ins benachbarte Klinikum kommt , hat er meist zwei Dinge im Gepäck: die Spinova Support Plus und Zeit für den rückenoperierten Patienten. Das eine erhält er durch das andere.

Bauerfeind life: Wie hilft Ihnen die Spinova Support Plus im Klinikum?
Eiko Limmer: In erster Linie hilft sie natürlich dem Patienten. Aber bis es so weit ist , hilft sie mir. Ich kann die Orthese leicht transportieren, verständlich demonstrieren und zügig anlegen. So gewinne ich Zeit , um mich auf das Gespräch mit dem Patienten zu konzentrieren. Von der mitgebrachten Bauerfeind-Qualität einmal abgesehen: Qualität heißt auch, Zeit mitzubringen.

„Wir schätzen die Orthese, weil sie in verschiedenen Situationen individuell und flexibel einsetzbar ist.“Eiko Limmer

Diplom-Orthopädietechnik-Meister Eiko Limmer vom Fuldaer Sanitätshaus Spiegel versorgt postoperativ mit der Rückenorthese Spinova Support Plus.
Diplom-Orthopädietechnik-Meister Eiko Limmer vom Fuldaer Sanitätshaus Spiegel versorgt postoperativ mit der Rückenorthese Spinova Support Plus.

Wie läuft eine typische Versorgung ab?
Eiko Limmer: Neben unserem Hauptsitz und den Filialen im Stadtgebiet betreiben wir eine Filiale direkt im Klinikum Fulda. Für die Rumpforthetik haben wir dort alle benötigten Produkte und Größen vorrätig. Wenn eine Versorgung mit der Spinova Support Plus ansteht , führe ich die Anpassung am Patienten gemeinsam mit den Ärzten durch. Meist am dritten Tag nach der OP. In der Regel , wenn der Patient noch liegt. Bei komplizierten Eingriffen, etwa bei Wirbelversteifungen gepaart mit Osteoporose, wird länger gewartet. Zuerst zeige ich dem Patienten, wie ich mir die Orthese anlege, dann am Patienten. 30 bis 40 Minuten benötige ich im Schnitt dafür. Die Tragedauer beträgt je nach Indikation circa fünf bis sechs Wochen. Die Abrüstung der Rückenpelotte kann, nach Absprache mit dem Arzt , nach etwa zehn Tagen erfolgen. Hauptindikationen für die Orthese im Klinikum sind Spondylodesen und Bandscheibenvorfälle.

Bei Spinova Support Plus werden zuerst die Zuggurte auf der Rückenkassette mittig positioniert , um die natürliche Lordose zu unterstützen
Bei Spinova Support Plus werden zuerst die Zuggurte auf der Rückenkassette mittig positioniert , um die natürliche Lordose zu unterstützen

Warum nehmen Sie gerade die Spinova Support Plus?
Eiko Limmer: Die Stabilisierung des un-teren Rückens ist für uns der entscheidende Punkt. Frisch nach der OP benötigt der Patient dort Halt. Wir schätzen die Orthese, weil sie in verschiedenen Situationen individuell und flexibel einsetzbar ist. Wenn der Patient zu Hause ankommt , kann er damit allein umgehen. Der Arzt weiß sein Operationsergebnis gesichert und den Patienten in guten Händen. Ein großer Vorteil ist auch die Abrüstbarkeit der Spinova Support Plus. Das erhöht Schritt für Schritt die Mobilisierung und die Motivation des Patienten.

Wie erklären Sie dem Patienten den Nutzen?
Eiko Limmer: Die Orthese verschafft ihm eine Linderung der Schmerzen. Dadurch wird er schneller mobil und das wiederum unterstützt den Heilungsprozess. Der Patient ist an der Sicherung des Operationsergebnisses genauso interessiert wie der Arzt. Er will diesen großen Eingriff keinesfalls wiederholen müssen.

Erkennen die Patienten den Nutzen?
Eiko Limmer: Sie merken sehr schnell , dass ohne die Spinova Support Plus eine Mobilisierung nicht möglich wäre. Dabei sind sie zirkulär ja gar nicht so stark eingepackt. Die großen Maschen im Gestrick machen die Orthese leicht und luftig. Davon sind die meisten Patienten gerade im Sommer natürlich sehr angetan. Und sie schätzen praktische Dinge wie die Waschbarkeit in der Maschine. Andere Produkte sind nur mit aufwendiger Handwäsche zu pflegen.

„Die Spinova Support Plus verschafft dem Patienten eine Linderung der Schmerzen. Dadurch wird er schneller mobil und das wiederum unterstützt den Heilungsprozess.“Eiko Limmer

Dann wird die Gurtspannung mit einem Drehmomentschlüssel fest eingestellt.
Dann wird die Gurtspannung mit einem Drehmomentschlüssel fest eingestellt.

Was dachten Sie, als Sie die Spinova Support Plus zum ersten Mal sahen?
Eiko Limmer: Oh, kompliziert , war mein erster Eindruck bei den verschiedenen Komponenten. Aber der hat sich schnell als Fehleinschätzung erwiesen.
Alles ist an seinem Platz. Auch für die Patienten. Markierungen wie unten, oben, außen, innen lassen kein falsches Anlegen zu. Schon allein von der Bauart nicht. Die Patienten würden es sofort spüren, dass etwas verkehrt herum ist.

Welches ist aus Ihrer Sicht der entscheidende Vorteil der Orthese?
Eiko Limmer: Das wird Sie wahrscheinlich überraschen: die Zeit. Zeit , die ich, aber vor allem der Patient und der Arzt gewinnen. Der Arzt will nicht lange warten, womöglich ein aufwendiges Mieder in Auftrag geben, bis er seinen Patienten die Sicherheit geben kann, die sie nach einer Operation brauchen. Er will schnell auf ein erprobtes, individuell anpassbares Produkt zurückgreifen können, das die Lendenwirbelsäule stützt und die ventralen Anteile der Wirbelkörper entlastet. 

Das Plus an Rücken-Support

Die Rückenorthese Spinova Support Plus ist eine Produktvariante der Spinova-Lumbalorthesen. Sie stabilisiert die Lendenwirbelsäule und unterstützt die natürliche Lordose. Durch ihre großflächige Rückenpelotte entlastet die Spinova Support Plus den vorderen Pfeiler der Wirbelkörper nach ventralen Schädigungen wie vorderen Kantenabbrüchen oder bei Dornfortsatzfrakturen, indem sie die Haltung korrigiert und Kräfte auf Brustwirbelsäule, Becken und Kreuzbein umverteilt. Die Orthese ist während der Therapie schrittweise abrüstbar. Entfernt man die große Rückenpelotte und die Aluminiumstäbe aus der Rückenkassette, stabilisiert sie wie ein Lindemann-Mieder.

Patentierte variable Krafteinleitung

Die Lumbalorthese reicht inklusive Rückenpelotte bis zur unteren Brustwirbelsäule. Sie umschließt den Rumpf mit einer formschlüssigen Stützbandage, in die Korsettstäbe eingearbeitet sind. Die stabilisierende Kraft der Orthese wird über das patentierte Spinova-Zuggurtsystem gezielt eingeleitet. Dazu werden an der Rückenkassette Gurte in variabler Höhe eingehängt , umgelenkt und in einem Verschlusssystem zusammengeführt. Bei mittiger Einhängung zieht die Orthese in die lumbale Lordose. Je weiter der Gurtabstand gewählt wird, umso geringer ist die Korrektur in Richtung Lordose. Die Gurtspannung ist mit einem Drehmomentschlüssel fest einstellbar, so dass die stabilisierende Kraft bei geschlossener Orthese stets dieselbe ist. Die Spinova Support Plus kommt postoperativ und auch konservativ zum Einsatz. Indikationen für die Rückenorthese sind: Lendenwirbelfrakturen, Spondylolyse/Spondylolisthese Grad II, Spondylodese/Kyphoplastie, Bandscheibenvorfall , Osteoporose, Lumbalsyndrom und muskuläre Insuffizienz. Die große Rückenpelotte wird in den Ausführungen „Standard“ für Patienten über 1,70 Meter und „Short“ für Patienten unter 1,70 Meter Körpergröße angeboten.

Bilder: Rainer Kraus


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