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SacroLoc und LumboTrain Im täglichen Leben bewährt

Ausgabe 01/2013

Rückenbeschwerden und kein Ende. Bereits junge Menschen trifft es, selbst Sportler leiden darunter. Helfen können den Patienten, da sind sich Arzt und Orthopädietechniker einig, muskelaktivierende Bandagen und Orthesen.

Orthopädie-Schuhmachermeister Tino Sprekelmeyer (links) legt die SacroLoc an.
Orthopädie-Schuhmachermeister Tino Sprekelmeyer (links) legt die SacroLoc an.

Bewegungsarmut , Fehlhaltungen, Überlastung – all das kennt man als Ursachen von Rückenschmerzen. Dass zunehmend aber auch Menschen mit ausgeprägtem Körperbewusstsein, häufig auch Sportler, über Beschwerden im Rücken, vor allem im Lendenwirbelbereich, klagen, lässt aufhorchen. „Der Rücken ist ein Riesenthema im Leistungs- und Breitensport“, stellt Dr. med. Udo Herberger vom Osnabrücker Medizinischen Versorgungszentrum Martinistraße bei seinen Patienten fest. Darunter sind viele, die aufgrund von Rückenschmerzen erst zum Sport gekommen sind. In diesen Fällen müsse man sportliche Aktivität als „Ausgleich durch Bewegung“ betrachten, meint der Orthopäde. Ziel dabei: die Beschwerden zu lindern oder ganz auszuschalten. „Die Patienten fragen mich, welchen Sport sie ausüben können“, berichtet der Arzt. „Einem Mannschaftssportler kann ich nicht Schwimmen oder Fechten anbieten. Es muss zu ihm passen, sonst macht er es nicht.“ Freilich sei Sport , Leistungssport zumal , neben allen positiven Aspekten, eine Belastung an sich. „Bei Läufern treten oft Probleme im Iliosacralgelenk auf“, so Dr. Herberger. „Durch die Drehung des Oberkörpers belastet jeder Schritt den sensiblen Bereich im Übergang vom Kreuzbein zum Darmbein. Das kennt auch die Hausfrau. Eine unbedachte Bewegung, und das Gelenk ist blockiert.“ Der Arzt führt ein weiteres Beispiel an: „Ich sehe Profireiterinnen, die acht Stunden am Tag im Sattel sitzen. Das wird alles im tiefen Rücken, im Lumbalbereich, aufgefangen. Das kann richtig weh tun.“
Die Herausforderung bei allen rückenbelastenden Sportarten ist für den Orthopäden immer die gleiche: schnelle, aber auch nachhaltige Abhilfe schaffen, eine Unterstützung anbieten, die wirkt. Der Orthopäde kommt nicht um die Frage aller Patientenfragen herum: „Was muss ich tun, damit die Schmerzen weggehen?“

Optionen für den geplagten Rücken

Die Aktivbandage LumboTrain.
Die Aktivbandage LumboTrain.

Eine Antwort könnte lauten: die Kompetenz eines Medizinischen Versorgungszentrums in Anspruch nehmen. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Gemeinschaftspraxis von Dr. Herberger an der Osnabrücker Martini­straße befindet sich die Orthopädie-Schuhtechnik Sprekelmeyer. Das Fachgeschäft führt unter anderem sämtliche Bauerfeind-Rückenbandagen und -orthesen. Auch ein Duo, das sich im täglichen Leben bewährt habe, so Dr. Herberger. Die Rückenorthese SacroLoc zur Stabilisierung und Entlastung des Beckens und der Iliosacralgelenke verordnet Dr. Herberger oft bei überbeanspruchten Läufern. „Sie sitzt genau da, wo sie sitzen soll , auf dem Beckenkamm.“ Wichtig ist dem Orthopäden, dass sie beim Sport oder im Alltag getragen werden kann. Das Gleiche gilt für die LumboTrain. Die Aktivbandage zur muskulären Stabilisierung der Lendenwirbelsäule stellt für ihn eine weitere Option bei Rückenproblemen im Lumbalbereich dar. „Häufig ist der große Rückenstreckermuskel das Problem. Er zieht sich zusammen und verhärtet. Mit der LumboTrain habe ich die Möglichkeit , die Muskelspannung positiv zu beeinflussen, zu entdysbalancieren.“ Sport soll auf diese Art wieder möglich werden.
Für das Duo SacroLoc/LumboTrain macht sich ein weiteres Duo stark. Neben dem Arzt agiert Tino Sprekelmeyer. Der Juniorchef und Orthopädie-Schuhmachermeister kennt alle produkttechnischen Details aus dem Effeff. Regelmäßig treffen sich die beiden zu Abstimmungsgesprächen, meist mit dem Patienten und mit den indizierten Hilfsmitteln, im Sprechzimmer des Arztes.

Klassische Hilfsmittel gegen Rückenleiden wie Bandagen und Orthesen
werden generell notorisch unterschätzt.“
(Dr. med. Udo Herberge)

„So erhält der Patient die Versorgung, die zu ihm passt “, sagt Tino Sprekelmeyer. Neben der Wirksamkeit seien nämlich für den Patienten Eigenschaften wie Tragekomfort , Flexibilität oder Design des Hilfsmittels sehr wichtig geworden. Darauf müsse unbedingt eingegangen werden, bestätigt Dr. Herberger: „Wenn er die Bandage oder Orthese nicht trägt , waren alle Bemühungen umsonst.“

Drei müssen zufrieden sein

Dr. med. Udo Herberger zeigt die dreieckige Friktionspelotte in der LumboTrain.
Dr. med. Udo Herberger zeigt die dreieckige Friktionspelotte in der LumboTrain.

Die Compliance des Patienten wird maßgeblich von seinen unmittelbaren Erfahrungen nach dem ersten Anlegen des Hilfsmittels beeinflusst. „Grundsätzlich gibt es eine Abneigung gegen starre Produkte“, weiß Dr. Herberger. „Eine flexible Konstruktion, wie sie die LumboTrain und die SacroLoc aufweisen, kommt dagegen sehr gut an. Entscheidend für den Patienten und natürlich auch für mich sind aber die Schmerz­reduktion und die erreichte Stabilität.“ Wenn die normalen Abläufe des Lebens wieder einigermaßen schmerzfrei möglich werden, ist dies ein überzeugendes Argument. Einen großen Anteil daran haben aus Sicht des Orthopäden sensomotorisch wirksame Elemente. „Mit den integrierten Pelotten wurde dies hervorragend umgesetzt.“ Auch einen häufig wiederkehrenden Einwand entkräftet Dr. Herberger an dieser Stelle ­vehement: „Ich sehe Bandagen absolut nicht als kontraproduktiv an, was ihre Wirkung auf die Muskulatur angeht. Ganz im Gegenteil: Die Muskeln müssen ständig gegen die gut dosierte Kompression der Bandage arbeiten. So kann der Muskelmantel neu konfiguriert werden.“ Generell betrachtet der Arzt klassische Hilfsmittel gegen Rückenleiden, wie Bandagen und Orthesen, als notorisch unterschätzt.
Am Ende müssen drei zufrieden sein: der Arzt , der seine Therapie sicher umgesetzt weiß, der Partner im Fachhandel, der einen zufriedenen, nicht reklamierenden Kunden gewonnen hat, und selbstverständlich der Patient , der wieder Sport und Alltag be­wältigen kann.

Bilder: Stefan Durstewitz, Bauerfeind