Bandagen/ Orthesen/ Rückenschmerzen

„Wir geben den Menschen, was sie brauchen.“

Prävention für den Rücken

Von Bauerfeind Life Magazin

Kurz & knapp Sanisaar und Sports Education Performance bündeln ihre Leistungen rund um Prävention für einen „vollständigen Versorgungskreis“. Die Geschäftsführer Robin Kiefer und Torsten Schuh (SPE) betreuen mit ihren Teams im Saarland Einzelpersonen, Profi- und Hobby-Sportler, Vereine und Mannschaften, Unternehmen und Behörden. Rückenbeschwerden begegnen ihnen dabei täglich als komplexe Aufgabe.

„Denn sie haben nur einen Körper, und der ist zum Bewegen gemacht.“ Robin Kiefer und Torsten Schuh brennen für Prävention und Gesundheitsförderung. Um ihr Angebot umfassend aufzustellen und für die breite Masse auszubauen, sind der Orthopädietechnikmeister und der Sportökonom eine Kooperation eingegangen.

Zusammen unterstützen die beiden sportbegeisterten Saarländer Privatpersonen und Leistungssportler sowie Sportvereine und Unternehmen bei ihrem Gesundheitsmanagement. Mit ihren Teams bieten sie an zwei Standorten eine 360-Grad-Betreuung für den Bewegungsapparat mit Gang-, Lauf- und Haltungsanalysen, Einzel- und Kleingruppentrainings, Physiotherapie und orthopädietechnischer Versorgung. 

Robin Kiefer, Orthopädietechnikmeister und Geschäftsführer von Sanisaar in Merzig

Robin Kiefer ist Orthopädietechnikmeister, kennt das Metier bereits aus dem elterlichen Fachgeschäft und begeisterte sich schon vor seiner Ausbildung für die Bewegungsanalytik. Seit drei Jahren ist er Geschäftsführer von Sanisaar, einem Sanitäts- und Orthopädiefachgeschäft mit 15 Mitarbeitern auf dem Gesundheitscampus in Merzig. Der Sportökonom Torsten Schuh, erfahrener Trainer und viele Jahre in der Leistungssport-Nachwuchsförderung tätig, ist seit einigen Monaten Inhaber von Sport Education Performance (SPE) im etwa 55 Kilometer entfernten St. Ingbert. Mit in seinem Team sind ein leitender Physiotherapeut und drei Sportwissenschaftler. Gemeinsam bieten Sanisaar und SPE einen „vollständigen Versorgungskreis“, wie sie es nennen, den sie auch außerhalb des Leistungssports allen Interessenten zugänglich machen wollen. 

Mehr als nur Einzelmaßnahmen

„Wir wollen den Menschen als Ganzes sehen,“ erklärt Torsten Schuh. „Bei schlechter Haltung oder wiederkehrenden Beschwerden haben Einzelmaßnahmen oft nur eine begrenzte Wirkung und man kommt nicht weiter. Es braucht ein Verbundsystem. Eine umfassende, mit Arzt und Kunden abgestimmte Strategie, um Ursachen und Folgen effektiv und nachhaltig anzugehen.“ Robin Kiefer ergänzt: „Und diese Strategie ist immer individuell. Es ist nicht immer eine Einlage oder Bandage, die hilft. Mal braucht es eher Übungen, mal beides, mal beides in einer bestimmten Taktung.“

Torsten Schuh, Sportökonom und Geschäftsführer von Sports Performance Education (SPE) in St. Ingbert

Die Qualität ihres Service hat sich herumgesprochen im Saarland. Für Rücksprache mit dem Arzt geben sie die Auswertung ihrer Analysen den Kunden immer mit. Mittlerweile kommen auch Kunden auf Empfehlung ihrer Ärzte, die für ihre Therapieentscheidungen die Datentiefe und individuelle Abstimmung möglicher Versorgungen schätzen. Im Leistungssport betreuen Sanisaar und SPE Einzelsportler, Mannschaften im Handball und Fußball, wie die Frauen vom 1. FC Saarbrücken oder den Nachwuchs vom SV 07 Elversberg. Im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) begleiten sie von Krankenkassen initiierte Gesundheitstage am Arbeitsplatz, erhalten direkte Firmenanfragen und bieten ihre Leistungen Unternehmen aller Branchen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Sektor, wie zum Beispiel der Bundeswehr, an.

„Wir legen großen Wert auf die enge Verbindung zur Wissenschaft.“

Robin Kiefer

Arbeit als Risiko

Ist ein Unternehmen ihr Kunde, gehört eine Risikoanalyse des Arbeitsplatzes mit zum Prozess. Liegen keine Informationen von Krankenkassen oder anderen Institutionen vor, bieten die beiden Präventionsexperten zunächst ein Gespräch an. Sie informieren sich vorab zu typischen Tätigkeiten der Belegschaft und laufen – wenn möglich – mit einzelnen Mitarbeitern mit, um die Ausstattung zu sehen, Abläufe zu kennen und potenzielle Belastungsmuster für den Bewegungsapparat zu identifizieren. „Bei einem großen Baumarkt waren die Mitarbeiter den ganzen Tag auf harten Böden, zum Teil in schweren Arbeitssicherheitsschuhen, unterwegs oder mussten viel stehen. Dieses geht auf die Füße, so dass klar war, dass wir bei den Checks darauf verstärkt schauen müssen“, erzählt Torsten Schuh. Im Dienstleistungssektor sehen sie hingegen mehr langes Sitzen und vergessene Pausen für Bewegung und Dehnung als Ursache. Da liegt der Fokus mehr auf der Haltungsanalyse. 

BGM als Chance

Für die Checks kommen die Mitarbeiter in die Biomechanik-Labore von Sanisaar und SPE oder Robin Kiefer und Torsten Schuh führen die Messungen mit mobilen Geräten vor Ort durch. Welche Präventionsmaßnahmen sie auf Basis der Daten und Gespräche empfehlen, ist von Fall zu Fall verschieden und hängt von bereits bestehenden Beschwerden, konkreten Belastungen und Machbarkeiten ab. Das kann Physiotherapie, gezieltes Training oder ein Übungsblatt zum Mitgeben sein. Arbeitssicherheitseinlagen und Bandagen sind eine Option sowie Hilfsmittel und Leistungen, die nicht zum eigenen Katalog gehören, wie höhenverstellbare Schreibtische oder Yoga. „Es geht darum, was sinnvoll ist“, betont Robin Kiefer. Für viele sei es ein Aha-Erlebnis, durch die Beratung ihren Körper besser zu verstehen. „Es ergibt sich für sie ein rundes Bild. Woher kommen wahrscheinlich Beschwerden? Wie zeigen sich Belastungen bei mir? Was kann ich tun?“ Im Kopf der Chefs entstünden ebenfalls Ideen, was sie tun können für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Das steht nicht nur nachweislich im direkten Zusammenhang mit Produktivität und Unternehmenserfolg. „Es motiviert und bindet an die Firma“, bekräftigen beide.

Dauerthema Wirbelsäule

„Probleme mit dem Rücken und ganz besonders im Bereich der Lendenwirbelsäule sind das größte Thema in unserem Alltag“, bestätigen Robin Kiefer und Torsten Schuh. Eine Vielzahl an Auslösern in Beruf, Sport und Freizeit und ihre Verkettungen machen die Wirbelsäule zur komplexen Präventionsaufgabe.

  „Wir überprüfen die Messwerte der Analysen alle paar Wochen, denn Prävention ist ein langer Prozess.“

Torsten Schuh

„Wenn ein Patient zu mir kommt, nehme ich mir erst mal Zeit zum Zuhören“, sagt Robin Kiefer. „Die Leute sollen erzählen, wo es zwickt und was sie spüren.“ Wie Karin G.1, die an diesem Donnerstagmorgen bei ­Sanisaar einen Termin hat. Die Heilpraktikerin klagt nach einer geheilten Brustwirbelkörperfraktur mit Rippenbeteiligung über gelegentliche Hüft- und Rückenschmerzen. „Bei Belastung oder wenn ich mich drehe, zieht es manchmal bis ins Becken und ins Iliosakralgelenk“, berichtet sie. Für einen genaueren Blick begleitet Robin Kiefer sie in den Analyseraum zu Linda Wilhelm und Johannes Hell, seinem „Bioteam“. Die beiden jungen Sportwissenschaftler befassen sich mit der Biomechanik, sind wie ihr Chef spezialisiert auf die Gang- und Haltungsanalyse und halten sich durch regelmäßige Schulungen an der TU Kaiserslautern auf dem neuesten Stand.

Datenbasierte Prävention: Über analoge und digitale Messverfahren können mögliche Auslöser und Folgen von Rückenbeschwerden analysiert werden.

Gehen, laufen, stehen für die Datentiefe

Karin G. durchläuft beim Bioteam drei Stationen und beginnt mit der videographischen Ganganalyse. In Verbindung mit dem Check des Fußdrucks gibt sie Aufschluss über Fehlbelastungen und Instabilitäten im gesamten Bewegungsapparat. Dafür geht die Patientin einige Male auf der acht Meter langen vorgezeichneten Fläche hin und her, deren Kernstück eine Messplatte ist. Johannes Hell zeichnet die Fuß- und Gehbewegungen am Computer auf und sieht in den Werten erste Hinweise auf einen Beckenschiefstand. Zur weiteren Prüfung geht es weiter mit der Laufanalyse auf dem Lamellenlaufband, wo mit Hilfe von Markern Sprung-, Knie- und Hüftgelenk betrachtet werden. Am Ende steht ein Haltungscheck auf dem Programm, um Becken und Wirbelsäule auszumessen. Die Ergebnisse werden ausgewertet, zueinander in Beziehung gesetzt und besprochen. „Oft beobachten wir zum Beispiel einen verkürzten Hüftbeugemuskel, wenn Patienten viel sitzen“, berichtet Linda Wilhelm. „Das äußert sich auch in Schmerzen im unteren Rücken. Hier kann die Beckenorthese ­SacroLoc helfen, weil sie die Iliosakralgelenke entlastet und eine gerade Haltung unterstützt.“ Diese Empfehlung geben sie auch Karin G. mit auf den Weg für eine Absprache mit ihrem Arzt und die Erinnerung, ihre Mobilisationsübungen wiederaufzunehmen.  

Ortstermin Sport Performance Education in St. Ingbert: Die Rotationsübung stabilisiert den Rumpf und hilft, Belastungen auszugleichen und Rückenbeschwerden vorzubeugen.

„Prävention ist ein langer Prozess“

Neben Übungen gehören auch Physiotherapie, Einzel- oder Kleingruppentrainings mit höchstens vier Teilnehmern zum Angebotsspektrum. Bei SPE in St. Ingbert kümmert sich das Team um Torsten Schuh verstärkt um Muskelaufbau und Beweglichkeit. Zu den Kunden zählen viele Leistungs- oder ambitionierte Freizeitsportler. Chef-Physiotherapeut Alexander Böer, der unter anderem auf zehn Jahre Berufserfahrung im Olympia­stützpunkt Saarbrücken zurückblickt, empfiehlt eine regelmäßige Funktionsanalyse, auch präventiv: „Damit der Rücken keine Probleme macht, wenn es darauf ankommt, zum Beispiel vor einem Turnier“, erläutert er. Mark Lamsfuß, zweifacher Europameister 2022 und WM-Dritter 2022 im Badminton, sieht er circa zweimal die Woche. Bei Schlagsportarten wird die Stabilität des gesamten Rumpfs aufgrund wiederkehrender Bewegungsabfolgen, hoher Belastung und Geschwindigkeit besonders herausgefordert. Um muskuläre Dysbalancen zu erkennen, ertastet Alexander Böer mögliche Spannungen im Rücken. Stabilisierungsübungen auf dem Pezzi-Ball oder an der Rotationsmaschine ergänzen das Programm. Und wenn die Lendenwirbelsäule – wie vor einiger Zeit – doch mal schmerzt, kann Mark Lamsfuß auf die Rückenbandage LumboTrain zurückgreifen, die er vom Arzt verordnet bekam. Durch ihre zirkuläre Kompression hilft sie, die Haltung zu verbessern und den lumbalen Bereich zu entlasten. „Prävention ist ein langer Prozess“, wissen Robin Kiefer und Torsten Schuh. Es braucht kleine Schritte, ständige Überprüfung und Adaption. Aber die investierte Zeit lohnt sich.

Fitness-Check: Louis, Felix und Leon (v. l.) trainieren im Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) Saar bei der SV 07 Elversberg. Ihr Verein hat eine Kooperation mit SPE in St. Ingbert. Regelmäßig kommen sie hierher – meist trainieren sie präventiv, etwa zur Haltungsverbesserung. Aber auch im Fall von Verletzungen werden die jungen Fußballer mit Hilfe von Physiotherapie und Aufbautraining wieder fit gemacht.

Betriebliches Gesundheitsmanagement als Gesamtpaket

Bauerfeind unterstützt Unternehmer, Personalleiter und Betriebsärzte bei der Umsetzung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) – branchenübergreifend gemäß den aktuellen Richtlinien und Standards und mit einem bundesweiten Netzwerk von Orthopädietechnikern und Therapeuten. Die individuellen Angebote reichen von Orthopädie-Checks bis zum Einlagenservice. Nach Ermittlung des Präventionsbedarfs stellt Bauerfeind seinen Partnern medizinische Hilfsmittel wie Einlagen, Bandagen, Kleinorthesen und Kompressionsstrümpfe zur Verfügung. Ein nachhaltiges BGM, das sich in die Bereiche betriebliche Gesundheitsförderung, Eingliederung und Arbeits- sowie Gesundheitsschutz aufteilt, ist ein zeit- und kosteneffektives, medizinisch wirk­­sames Instrument, das Ausfalltage und Berufsunfähigkeit minimieren kann. 

Mehr Infos: bgm.bauerfeind.de

Starkes Doppel für den Rücken: LumboTrain und SacroLoc

Rückenschmerzen können verschiedene Ursachen haben. Für eine Linderung lumbal bedingter Schmerzen sorgt die Rückenbandage LumboTrain. Sie hilft durch ihre zirkuläre Kompression, die Lendenwirbelsäule zu entlasten und zu stabilisieren. Ein anatomisch geformtes Massagepad mit eingearbeiteten Noppen übt bei Bewegung eine Wechseldruckmassage aus und hilft so, Verspannungen zu lösen und die Rückenmuskulatur zu aktivieren. 

Die Beckenorthese SacroLoc hilft bei Rückenbeschwerden aufgrund von Problemen mit dem Iliosakralgelenk (ISG). Sie stabilisiert das Becken, beeinflusst nachweislich die Nutationsbewegung im ISG und entlastet die lokalen Bänder. Klinische Studien ergaben: Ihr therapeutisches Potenzial entfaltet sie vor allem in dynamischen Situationen und bei längerer Anwendung. Tragen ISG-Patienten die SacroLoc mehrere Wochen, zeigen sie eine verbesserte posturale Stabilität und ein verändertes Gangbild. Die Folge: deutliche Schmerzlinderung und eine erhöhte Lebensqualität. 

1 Name von der Redaktion geändert

Bilder: Olaf Nagel

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