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Partnerschaft mit Fluminense Football Club Das gewisse Etwas

Ausgabe 02/2018

Ballgefühl ist nicht nur Kopfsache: Den Stars von Fluminense helfen im Training auch Bandagen und Einlagen.

Fußballspieler aus Brasilien hatten schon immer etwas, was andere nicht hatten: Eleganz, Finesse, Ballverliebtheit. Die Fußballstars von Fluminense FC aus Rio de Janeiro besitzen jetzt noch etwas ganz Besonderes.

Pelé, Zico, Ronaldo – wer kennt sie nicht? Es mag Menschen geben, die noch nie von ihnen gehört haben, aber nicht in Brasilien. Im Land des fünfmaligen Fußballweltmeisters sind die Genannten Nationalheilige. Fußball in Brasilien ist wie Samba an der Copacabana: einzigartig. Die beiden Hauptsportarten des Landes (auch Samba ist Sport) fußen auf einer weiteren Gemeinsamkeit: den kostbaren Beinen ihrer Akteure. Um solch entscheidendem Kapital bestmögliche Versorgung angedeihen zu lassen, hat sich jüngst der traditionsreiche Fluminense Football Club Rio de Janeiro zu einem in der brasilianischen Fußballlandschaft einmaligen Schritt entschlossen: Er ist eine Partnerschaft mit Bauerfeind eingegangen – ein deutsch-brasilianischer Doppelpass. Die medizinische Abteilung des ältesten Fußballklubs Rios kann auf Einlagen, Kompressionsstrümpfe und Train-Aktivbandagen des „weltweit führenden Herstellers von orthopädischen Produkten“ zurückgreifen, wie es von Vereinsseite heißt. Die Hilfsmittel sollen dazu dienen, „die allgemeine Verfassung der Spieler zu verbessern und die Wahrscheinlichkeit von Verletzungen zu verringern“, so die offizielle Verlautbarung auf der Website von Fluminense.

Der Stern, der Ronaldo heilte

Maßgeblich beteiligt an der Initiierung der Partnerschaft mit Bauerfeind ist – neben den Teamärzten des Vereins unter Führung von Douglas Santos – der Chefkoordinator für Physiotherapie bei Fluminense, Nilton Petrone. Seit vier Jahren leitet er die physiotherapeutische Abteilung des Klubs. Zuvor hat der international bekannte Physiotherapeut an vielen namhaften Wirkungsstätten des Weltfußballs gearbeitet. In Fachkreisen nahezu legendär wurde Nilton Petrone, kurz Filé, „der Schmale“, genannt , als er Ronaldo nach schwerer Knieverletzung doch noch zurück in die brasilianische Weltmeistermannschaft von 2002 führte. Für Nicht-Brasilianer: Nicht Cristiano Ronaldo ist hier gemeint , sondern sein damals ebenso berühmter Namensvetter, auch er mehrfach mit dem Titel Weltfußballer geschmückt. Aussichtslos erschien seine Lage nach wiederholtem Riss der Patellasehne. Nilton Petrone jedoch brachte Ronaldo mit einer von ihm entwickelten Methode zurück in die Spur und nannte sie die „Accelerated Recovery Method“. Damals wurde sie weithin kritisiert. Kernstück war die Arbeit im Wasser, um das Körpergewicht zu verringern und Kraft und Ausdauer wiederzuerlangen. „Der Stern, der Ronaldo heilte“, titelten die großen Zeitungen des Landes nach erfolgreicher Therapie des „Schmalen“ mit dem Titelgewinn für Ronaldo. Zwei Legenden des brasilianischen Fußballs waren geboren.

Nilton Petrone (l.), Leiter der physiotherapeutischen Abteilung, schätzt die Qualität von Bauerfeind für die Verletzungsprävention.
Nilton Petrone (l.), Leiter der physiotherapeutischen Abteilung, schätzt die Qualität von Bauerfeind für die Verletzungsprävention.

Wissensaustausch mit den Profis

„Seit ich bei Fluminense bin“, sagt Nilton Petrone, „kann ich feststellen, dass immer nach den besten medizinischen Voraussetzungen für unsere Spieler gesucht wird. In 2018 haben wir nun mit Bauerfeind einen Partner gefunden, der schon mit Athleten in anderen Sportarten erfolgreich tätig ist.“ Der Chef-Physiotherapeut des Vereins, der bereits vier Mal die nationale Meisterschaft gewonnen hat , erkennt in der Zusammenarbeit mit dem deutschen Hersteller sogar Pioniercharakter für Brasilien, für Fluminense und für den Fußball im Land insgesamt: „Wir sind der erste Fußballverein in Brasilien überhaupt , der eine solche Partnerschaft mit Bauerfeind eingeht.“ Für Fernando Pasqualin, Geschäftsführer von BFND Artigos Esportivos Ltda., dem exklusiven Bauerfeind-Distributor in Brasilien, ist der Einstieg in den Fußball ebenfalls ein Meilenstein. „Für Bauerfeind besteht die Bedeutung der Partnerschaft mit Fluminense in erster Linie im Wissensaustausch mit den Profis des Clubs. Er ermöglicht dem Unternehmen ein großartiges Lernen, um alles, was wir hier erfahren, noch besser bei unseren Kunden umzusetzen“, meint der Manager. „Einzelne Sportarten werden so zu einer Art Labor für uns.“

Bessere Fußdruckverteilung der Spieler

Fußdruckmessung für die Einlagenversorgung.
Fußdruckmessung für die Einlagenversorgung.

Nilton Petrone sieht neben der Versorgung der Spieler mit Train-Bandagen und Kompressionsstrümpfen, die bei jedem Training getragen werden sollen, speziell bei der Versorgung mit TRIactive-Einlagen ein klar definiertes Ziel: „Wir wollen den Druck, der auf den Athletenfüßen im Schuh lastet , besser verteilen. Das ist gut für die Fußgesundheit – und für das Ballgefühl.“ Anfang des Jahres hat eine großangelegte Messreihe mit anschließender Einlagenversorgung stattgefunden. „Über die Fußdruckmessung konnten wir die genaue Druckverteilung analysieren“, erklärt Filé. Dafür kamen kabellose Messsohlen zum Einsatz, die direkt in die Schuhe eingelegt werden können. Sie ermitteln dynamisch die individuelle sohlenseitige Belastungssituation der Füße. Zusätzlich wurden über ein 3D-Scansystem die Fußform und weitere Fußmaße erfasst. Damit lassen sich Aussagen über die auslösenden Faktoren von Fußbeschwerden und die allgemeine Laufdynamik treffen. „Die aufgrund der individuellen Daten hergestellte Einlage soll die Be- und Überlastung reduzieren“, erläutert Nilton Petrone. Gut so, die Fußballwelt freut sich. Prävention ist sicher die beste Art , brasilianische Dribbelkunst zu erhalten – mit dem gewissen Etwas. Dass ausgerechnet deutsche Produkte dazu beitragen können, beweist wieder einmal die weltumspannende Kraft des Fußballs. 

 

Bilder: Lucas Merçon, Maurício Polato


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