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Osteoporose-Therapie mit Spinova Osteo Keine Wanderorthese

Ausgabe 02/2019

Er suchte etwas, das besser sitzt , wenn man sich setzt , und gab eine der Initialzündungen für die Entwicklung der Spinova Osteo. Von der Tragfähigkeit der Idee kann sich Dr. med. Peter Schorr, Orthopäde und Osteologe vom Vitarium-Therapiecentrum im saarländischen Dillingen, täglich überzeugen.

Osteologe Dr. med. Peter Schorr über Spinova Osteo: „Sie macht Bewegungen leichter mit , stabilisiert auch das Becken und im ISG-Bereich.”

Bauerfeind life: Vor ein paar Jahren kam es auf einem Ärztekongress für Orthopädie und Unfallchirurgie zu einem folgenreichen Treffen. Was war da los?

Dr. Schorr: Ich kann mich noch genau an den Moment erinnern. Auf der begleitenden Industrieausstellung zeigten Firmen ihre Rückenorthesen. Sie überzeugten mich nicht. Von meiner täglichen Arbeit kannte ich das Problem der wandernden Orthesen: Es gab eigentlich kein Produkt , das sich beim Sitzen nicht nach oben, teils bis zum Hinterhaupt , verschob. Die Orthesen waren im Rückenteil oft sehr rigide verarbeitet und besaßen eine relativ hochreichende Lumbalstütze. Damals wurden im BWS- und Schulterbereich auch noch Fixierbänder verwendet. Als ich schließlich an den Stand von Bauerfeind kam, ergab sich ein angeregtes Gespräch.

Das zu einem Ergebnis führte. 2017 kam eine neue Orthese auf den Markt.

Dr. Schorr: Die Spinova Osteo hat keinen hochreichenden Lumbalteil , stabilisiert aber das Becken über die Darmbeinschaufeln sowie im ISG-Bereich. Durch den sehr gut an Länge und Form der Wirbelsäule anpassbaren Reklinator und durch die sehr gute Haltefunktion der Schultergurte macht sie Bewegungen leichter mit. Beim Sitzen schiebt sie sich nur unwesentlich nach oben.

Welche Eigenschaften muss eine Orthese noch haben, um von Osteoporose-Patienten getragen zu werden?

Dr. Schorr: Die Compliance einer Orthese hängt im Wesentlichen davon ab, ob die Beschwerden zurückgehen. Bei Patienten mit Einbrüchen der Wirbelkörpervorderkanten und dadurch bedingter starker Kyphosierung ist natürlich auch der Effekt der Aufrichtung entscheidend. Gleichzeitig spielt Komfort eine wichtige Rolle. Wenn diese Faktoren zusammenkommen, trägt der Patient die Orthese auch über einen längeren Zeitraum.

Was sagen Ihre Patienten zur Spinova Osteo?

Dr. Schorr: Ich habe von allen, die ich bisher mit der Spinova Osteo behandelt habe, ein positives Feedback erhalten. Sie schätzen insbesondere das unkomplizierte An- und Ablegen, dass die Orthese leicht ist und sie in ihrem Alltag nicht zu sehr einschränkt wie erst befürchtet. Vor allem aber sind sie mit der Schmerzreduktion zufrieden. Die Nachkontrollen zeigen einen deutlichen Rückgang des Schmerzscores um drei bis vier Punkte des VAS. Auch bei der Röntgenkontrolle zeigt sich insbesondere nach ventralen Wirbelkörpereinbrüchen eine Verbesserung der Aufrichtung.

Bilder: Bauerfeind, Detlef Majer


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