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Orthopädische Hilfsmittel bei Fersenschmerz „Langfristig sind Einlagen die bessere Lösung“

Ausgabe 03/2016

Immer mehr Kunden kommen aufgrund von Fersenschmerzen zur Sanitätshaus Strack GmbH. An den sieben Standorten im Pfälzer Raum wird daher ein orthopädisches Hilfsmittel besonders oft individuell bearbeitet und abgegeben: die Kunststoffeinlage ErgoPad redux heel.

„Wahrscheinlich wird zu häufig an vernünftigem Schuhwerk gespart“, vermutet Hans-Jürgen Usinger den Grund für die Zunahme der Fersenschmerzproblematik bei seinen Kunden. Gemeinsam mit seinem Vater führt er in dritter und vierter Generation das Familienunternehmen Sanitätshaus Strack GmbH in Landau (Pfalz), in dem 65 Mitarbeiter tätig sind. Das Unternehmen mit über 90-jähriger Tradition ist mit Sanitätshaus, Orthopädietechnik, Orthopädie-Schuhtechnik, Rehatechnik und Homecare sehr breit aufgestellt. „Innerhalb der Orthopädie macht die Einlagenversorgung immerhin rund ein Drittel aus“, so der Orthopädietechniker-Meister. Und davon nehmen Einlagen gegen Fersenschmerz oder Fersensporn einen wachsenden Anteil ein.

Meist direkt mit Rezept

Hans-Jürgen Usinger, Geschäftsführer der Sanitätshaus Strack GmbH.
Hans-Jürgen Usinger, Geschäftsführer der Sanitätshaus Strack GmbH.

„Zu 95 Prozent kommen die Fersenschmerzkunden gleich mit einem Einlagenrezept zu uns“, berichtet Hans-Jürgen Usinger. „Manchmal halten wir dann noch einmal Rücksprache mit dem verordnenden Arzt.“ Zum Beispiel, um die für die Abrechnung mit der Krankenkasse erforderliche Konkretisierung – wie etwa `Weichschaumeinlage, langsohlig, mit Fersenspornweichbettung´ – vornehmen zu lassen. Die größte Herausforderung sei dann, eine vernünftige Dämpfung in den gewünschten Schuh zu bekommen: „Die Kunden sind heute sehr modisch orientiert. Die Einlagen sollen möglichst dünn sein, aber trotzdem optimal wirken. Das ist mitunter schon ein Spagat.“
Wer ohne Rezept ins Sanitätshaus Strack kommt , wird erst einmal eingehend beraten, das schmerzende Areal abgetastet und Empfehlungen für das weitere Vorgehen ausgesprochen. „In der Regel schicken wir die Kunden dann weiter zum Arzt , damit sich dieser ein Bild machen, die Diagnose stellen und die entsprechende Therapie einleiten kann“, so der Juniorchef.

Fersenkissen für kurzfristigen Akutschmerz

Haben die Kunden kleinere, kurzfristige Probleme im Fersenbereich, setzt der Orthopädietechniker-Meister zur Dämpfung und punktuellen Druckentlastung auch mal ein viskoelastisches Fersenkissen ein. „Wer beispielsweise eine Abendveranstaltung in schicken Schuhen durchstehen muss und einen Akutschmerz verspürt , dem kann ein Fersenkissen gute Dienste leisten, um Stoßbelastungen und Druckspitzen im Fersenbereich abzufangen. Bei langfristigen Fersenschmerzproblemen ist eine entsprechende Einlage aber definitiv die bessere Lösung“, betont Hans-Jürgen Usinger. „Die Einlage sitzt dauerhaft präzise im Schuh, mit ihr erreichen wir eine ganz andere Bettung und Führung des Fußes.“ So benötige man in der Regel eine Unterstützung des Längsgewölbes, um die übermäßige Zugspannung zu entschärfen, die bei jedem Schritt auf den beanspruchten Sehnenstrang wirke.

ErgoPad redux heel: Große Arbeitserleichterung

Als Schuheinlage bei Fersenschmerz oder Fersensporn verwenden die Techniker der Sanitätshaus Strack GmbH überwiegend die ErgoPad redux heel. Ihre spezielle Lochaussparung und die intelligente Fächerung des Kunststoffkerns sorgen für eine spürbare Entlastung des schmerzenden Fersenbereichs. Dieser besonders schmerzhafte und druckempfindliche Bereich wird zusätzlich noch einmal extra gepolstert. Darüber hinaus unterstützt die Einlage das abgeflachte oder stark beanspruchte Fußgewölbe optimal und wirkt damit auch ursächlich der häufig vorhandenen Fußdeformität entgegen.
„Insbesondere durch die plantare Sehnenaussparung erzielen wir positive Erfolge“, sagt Hans-Jürgen Usinger. „Früher haben wir nach Rücksprache mit dem Orthopäden selbst einen Kanal in eine Weichschaumeinlage gefräst , um den Sehnenansatz bzw. Fersenspornbereich zu entlasten.“ Da die manuelle Freilegung und Polsterung der speziellen Aussparung sehr aufwendig war, freut sich der Unternehmer heute über die ErgoPad redux heel. „Es bleibt noch genug Arbeit für uns – vom Abtasten des Fußes über Fußdruckmessung und Trittschaum bis hin zum individuellen Anpassen“, macht er deutlich. Die ErgoPad redux heel sei nicht nur effektiv, sondern auch gut zu bearbeiten und sehr langlebig. Trotzdem rät er seinen Kunden, die funktionellen Eigenschaften nach spätestens sechs Monaten überprüfen zu lassen.

Mit der ErgoPad redux heel 2 können neben dem Fersensporn auch die verschiedenen Vorstadien versorgt werden.

 

Individuelle Anpassung

Die Einlage wird individuell bearbeitet.
Die Einlage wird individuell bearbeitet.

Rund 80 Prozent der Fersenschmerzkunden können im Hause Strack mit dem Einlagenrohling ErgoPad redux heel versorgt werden. Bei den übrigen Kunden sind zusätzliche weitergehende individuelle Anpassungen erforderlich. So muss eventuell das Längsgewölbe noch weiter erhöht bzw. abgeflacht werden oder es sind andere Pelotten erforderlich. „Bei einem kleinen Prozentsatz der Kunden reicht die Lochaussparung im Kunststoffkern nicht aus, weil der Fersensporn in einen größeren Bereich ausstrahlt. Dann müssen wir noch nachträglich vergrößern“, beschreibt Hans-Jürgen Usinger. Den angenehmen Effekt der Weichbettung spüren die Einlagenträger sofort , bis sich jedoch die Entlastung am gereizten Sehnenstrang bemerkbar macht , können ein paar Tage vergehen.

 

 

 

 

 

Bilder: Bauerfeind, Rainer Kraus