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Notfallversorgung mit MalleoLoc L3 „Die Orthese gibt Patienten die Sicherheit, die sie brauchen“

Ausgabe 03/2019

Kein (Sonn)Tag ohne Umknickverletzung. Um Patienten sofort gegen den Schmerz zu helfen und ein sicheres Heimgehen zu ermöglichen, greift Dr. med. Klaus Fischer unter anderem auf die MalleoLoc L3 im Notfalldepot zurück.

Bauerfeind life: Wie gehen Sie bei einer Sprunggelenkverletzung vor?

Dr. Fischer: Ich mache in der Regel ein Röntgenbild. Ausschlussdiagnosen sind bei Distorsionen und Supinationstraumata extrem wichtig, um beispielsweise eine Syndesmosenverletzung oder eine Fraktur an der Basis des Metatarsale V nicht zu übersehen. Ich palpiere den Druckschmerz und die Beweglichkeit , was schwierig ist. Die Patienten haben natürlich Angst. Das Gleiche gilt für das Prüfen von Talusvorschub und Aufklappbarkeit. Sie spannen heftig dagegen. Wodurch das genaue Ausmaß schwer einzuschätzen ist.

Die abrüstbare MalleoLoc L3 stabilisiert und unterstützt die frühfunktionelle Therapie.

Wie helfen Sie ihnen?

Dr. Fischer: Wenn eine starke Schwellung vorliegt , ist eine luftgepolsterte Schiene zunächst sinnvoll. Meist klingen solche Schwellungen aber innerhalb von wenigen Tagen ab und ein Austausch mit einer optimaler stabilisierenden Orthese ist zu erwägen. Wenn sich die Schwellneigung in Grenzen hält , sind im Prinzip alle Patienten mit einem Supinationstrauma Kandidaten für die MalleoLoc L3. Die Orthese entspricht meiner Idee von Notfallversorgung, indem sie viele Optionen offenhält und ab dem ersten Moment ausreichend schützt. Entscheidend für die Soforthilfe ist , dass die Supinationsneigung initial verhindert , das heißt abgestützt werden muss. Die L-Schale macht genau das und verringert zusammen mit der Gurtung in 8er-Tour die Supinationsneigung. Dabei folgt die Schale der Anatomie des Fußes und liegt dadurch gut an.

Was gehört noch zur Notfallversorgung nach einer Distorsion?

Dr. Fischer: Im Sinne der funktionellen Nachbehandlung geht es immer um die Sicherheit des Auftritts. Ich gebe den Patienten fast nie Unterarmgehstützen mit. Ich würde ihnen keinen Gefallen tun. Sie sollten auftreten können, sie sollen gehen! Die MalleoLoc L3 stabilisiert im Schuh und unterstützt die Mobilisierung.

In die MalleoLoc L3 ist auch eine Kompres­sionsbandage integriert?

Dr. Fischer: Ja, man darf sich dabei ruhig auch auf das Gestrick verlassen, das neben der Kompression zur Abschwellung auch propriozeptive Wirkung zeigt. Die bringt noch mal zusätzliche Stabilität. Mit der Abrüstbarkeit von Schale und Gurtung kann der Stabilisierungsgrad an den Bedarf angepasst werden und es gibt Spielräume für den Patienten. Das ist vernünftig und durchdacht. Schließlich ist die frühfunktionelle Therapie diejenige, die wirklich hilft.

Haben Sie eine Akutphilosophie – auch in Bezug auf die Hilfsmittel?

Dr. Fischer: Wenn ein Patient mit einer frischen Sprunggelenkdistorsion in die Praxis kommt , ist es in der Regel klar, dass er danach kaum noch weitere Strecken für ein Hilfsmittel gehen kann. Er muss also hier mit einem Produkt versorgt werden, mit dem wir kein Risiko eingehen, dass er einen größeren Schaden erleidet. Mit der MalleoLoc L3 sind wir in den meisten Fällen gleich auf der sicheren Seite.

Sehen Sie die Gefahr einer Überversorgung?

Dr. Fischer: Wir wollen den Patienten nicht übertherapieren, wir wollen aber auch keine unnötige Erstversorgung etwa mit einer luftgepolsterten Schiene, die im zweiten Schritt sowieso von der MalleoLoc L3 oder einer Sprunggelenkbandage ersetzt würde. Wenn wir mit einer guten Diagnostik die Red Flags ausgeschlossen haben, gibt die Orthese den Patienten die Sicherheit , die sie für ihre Verletzung brauchen – und die sie auch wollen. Sie sollen sie so lange tragen, wie sie ihnen guttut. Das ist frühfunktionelle Therapie im besten Sinn.

Bilder: Udo Schönewald

 

 


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