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Nachgefragt „Wer mitjubeln will , sollte etwas dafür tun!“

Ausgabe 02/2011

Einst erhielt der ehemalige Wasserballnationalspieler und Olympiateilnehmer selbst Unterstützung der Deutschen Sporthilfe. Seit April 2010 ist Dr. Michael Ilgner ihr Vorstandsvorsitzender.

Früher gab es das legendäre Sporthilfe-Steak bzw. einen Essenszuschuss. Welche Art von Unterstützung bietet die Sporthilfe aktiven Athleten heute?
Dr. Ilgner: Wir versuchen mit einem differenzierten Fördersystem, die individuelle Karriere- und Leistungssituation der Sportlerinnen und Sportler aus den unterschiedlichsten Sportarten zu berücksichtigen. Unsere Förderung reicht von der Internatsförderung für unsere Talente im Jugendbereich bis zu unserem neuen Spitzenförderprogramm ElitePlus, bei dem ausgewählte Medaillenkandidaten für die Olympischen Spiele in London 2012 eine regelmäßige Zusatzförderung von 1.500 Euro im Monat erhalten, um sich 18 Monate professionell auf ihr großes sportliches Ziel vorbereiten zu können.

Nach welchen Kriterien werden die Athleten ausgesucht?
Dr. Ilgner: Über Art und Umfang der Athletenförderung entscheidet der Gutachterausschuss der Sporthilfe, der sich aus ehemaligen Spitzenathleten zusammensetzt. Wir fördern nach dem Grundsatz der Leistung und der Leistungsperspektive, das heißt bei den Entscheidungen spielen aktuelle Erfolge und die sportliche Perspektive des Sportlers eine Rolle. Wir wollen die Besten am besten fördern, aber nicht mit dem Ziel , Erfolg um jeden Preis zu haben. Die Athleten sollen neben der sportlichen auch eine positive berufliche Entwicklung durchlaufen. Daher bieten wir vielfache Anreize, damit sie erfolgreich eine „duale Karriere“ verfolgen können.

Ist es heute leichter oder schwieriger geworden, Geldgeber für Ihre Arbeit zu finden?
Dr. Ilgner: Mit unseren vier nationalen Förderern Deutsche Lufthansa, Deutsche Telekom, Mercedes-Benz und Deutsche Bank oder unserem Premiumpartner DFL an der Spitze haben wir seit mehreren Jahren starke große Partner an unserer Seite, aber auch auf ganz anderen Ebenen erfahren wir viel Unterstützung. Seit einem Jahr gibt die Spendenkampagne „Dein Name für Deutschland“ jedem Sportbegeisterten die Chance, sich mit nur drei Euro im Monat an der Förderung unserer Athleten aktiv zu beteiligen. Durch vielfältige Aktionen konnten wir die Relevanz und Attraktivität der Deutschen Sporthilfe damit noch einmal steigern. Mittlerweile sind wir in Deutschland so bekannt wie die UEFA Champions League. Dank so toller, neuer Kooperationen wie mit der Bauerfeind AG können wir zuversichtlich nach vorne schauen.

Was steckt gedanklich hinter der Kampagne „Dein Name für Deutschland“?
Dr. Ilgner: Wer bei den Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften vor dem Fernseher sitzt und über deutsche Medaillen jubeln will , der sollte etwas dafür tun. Es lohnt sich, mitzumachen, denn die Freude ist noch größer, wenn man weiß, dazu selbst einen Teil unmittelbar beigetragen zu haben. Bei der Kampagne erfährt man das aber auch in anderer Form, denn die Namen der Sponsoren tauchen zum Beispiel in Schwarz-Rot-Gelb gehaltenen Anzeigenmotiven an vielfältigen Stellen in den Medien wieder auf. Wer Sport libt, ist hier genau richtig: www.sporthilfe.de.

Bilder: Deutsche Sporthilfe