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Medizinische Versorgung bei den Olympischen Spielen Exzellente Versorgung

Ausgabe 03/2021

Vom 4. bis zum 20. Februar 2022 finden in Peking die Olympischen Winterspiele statt. Welche medizinischen Vorbereitungen dafür zu treffen sind und wie die deutsche Olympiamannschaft betreut wird, erläutert Prof. Dr. med. Bernd Wolfarth.

life: Fast unmittelbar nach den Olympischen Sommerspielen in Tokio beginnen die Vorbereitungen für die Winterspiele in Peking. Worin liegen Ihre Aufgaben? 

Prof. Wolfarth: Als leitender Olympiaarzt der deutschen Mannschaft habe ich zusammen mit dem leitenden Physiotherapeuten Stefan Schwarz die Aufgabe, die komplette medizinische Versorgung zusammenzustellen und vor Ort zu leiten. Jetzt im Vorfeld gehört dazu die Planung des Teams aus etwa 15 bis 18 Ärzten*, rund 35 Physiotherapeuten und zwei bis drei Sportpsychologen. Erstmalig in Kontakt tritt das Team beim Olympiavorbereitungsseminar Anfang November 2021. Im Januar 2022 wird dann das offizielle medizinische Team nominiert. Wie viele Personen unser medizinisches Team am Ende umfasst, hängt davon ab, welche Anzahl an Athleten sich final für diese Winterspiele qualifizieren können. 

Welche Besonderheiten werden die Spiele in Peking auszeichnen?

Prof. Wolfarth: Auch in Peking wird die zentrale Frage sein, welche pandemiebedingten Bestimmungen vor Ort von den Ausrichtern vorgegeben werden. Der Abstimmungsprozess zwischen IOC und den regionalen Veranstaltern wird spannend, insbesondere wie das neue Playbook mit allen Regeln und Maßnahmen für die Olympiateilnehmer aussehen wird. Wann die finalen Entscheidungen dazu feststehen, ist bislang noch nicht abzusehen. Bei den Olympischen Spielen in Tokio war es beispielsweise so, dass das finale Playbook erst sechs Wochen vor Beginn der Spiele erschien. 

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit medizinischen Einrichtungen vor Ort?

Prof. Wolfarth: An jedem der drei olympischen Dörfer wird je eine kleinere Poliklinik für die medizinische Grundversorgung vom Veranstalter vorgehalten. Meiner Erfahrung nach sind die medizinischen Einrichtungen vor Ort bei Olympischen Spielen immer sehr gut aufgestellt. Wir nehmen aber auch viele Ausrüstungsgegenstände in Eigenregie mit, wie Medikamente sowie diagnostische und therapeutische Geräte beispielsweise für die Elektro-, Ultraschall- und Wärme­therapie. 

„Dass Bauerfeind als Partner des lokalen Organisationskomitees in den entsprechenden Polikliniken vor Ort vertreten ist, ist für uns von absolutem Vorteil.“
Prof. Dr. med. Bernd Wolfarth

Welchen Stellenwert hat die Zusammenarbeit mit Partnern wie Bauerfeind bei den Olympischen Spielen?

Prof. Wolfarth: Dass Bauerfeind als Partner des lokalen Organisationskomitees in den entsprechenden Polikliniken vor Ort vertreten ist, ist für uns von absolutem Vorteil. Das Sortiment und die Vor-Ort-Angebote sind exzellent. Bauerfeind hat außerdem deutschsprachige Fachkräfte wie Orthopädietechniker in der Poliklinik, was die Beratung und Versorgungssituation insbesondere auch für unsere Athletinnen und Athleten begünstigt.

Worin besteht für Sie ganz persönlich der besondere Reiz von Olympia?

Prof. Wolfarth: Auch unter Pandemiebedingungen kann der olympische Spirit aufkommen, wie sich bei den vergangenen Spielen zeigte. Faszinierend ist dabei das sportartübergreifende, multinationale Zusammenkommen der Athletinnen und ­Athleten aus über 100 Nationen. Das macht für mich den Reiz an Olympia aus.

Bild: picture alliance/dpa/Jochen Lübke


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