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Schwingerkönig Matthias Glarner „Zurück in die Arena“

Ausgabe 02/2018

Mehrere schwere Verletzungen schienen Mitte letzten Jahres das Ende der Profikarriere von Matthias Glarner zu besiegeln. Doch der amtierende Schweizer Schwingerkönig kämpft sich zurück in die Arena. Die dafür nötige Sicherheit und Mobilität geben ihm ein hartes Physiotherapieprogramm in Kombination mit den Aktivbandagen und Kompressionsstrümpfen von Bauerfeind.

Trainiert für sein Comeback: Matthias Glarner.
Trainiert für sein Comeback: Matthias Glarner.

Am 27. Juni 2017 lief eigentlich alles gut für Matthias Glarner. Das anspruchsvolle Fotoshooting auf einer Bergbahngondel im Berner Oberland, wo Glarner angestellt ist , war so gut wie beendet. Der Sportler freute sich schon auf sein anschließendes Training im Schwingen, eine in der Schweiz beliebte Variante des Ringens. Doch dann passierte es: Noch auf der Gondel stehend, stürzte der amtierende Schweizer Schwingerkönig und schlug aus rund zwölf Metern Höhe auf dem Waldboden auf. Ein dramatisches Unglück, das den Spitzensportler schwer verletzte: „Matthias Glarner erlitt neben einer Bänderverletzung am linken Knie eine vordere Beckenringsprengung sowie ein schweres axiales Stauchungstrauma des linken Sprunggelenks mit Bruch des Sprungbeins (Talus) und schwerem Knorpelschaden. Becken und Sprunggelenk wurden noch am Unfalltag operiert“, erklärt PD Dr. med. Fabian Krause, Leitender Arzt für Fuß- und Sprunggelenkschirurgie am Inselspital der Universität Bern. „Beim Sturz hat die vordere Schienbeinkante aufgrund der hohen wirkenden Kräfte den Sprungbeinkörper quasi wie eine Guillotine abgetrennt. Am unteren Ausläufer des Bruchs gab es außerdem mehrere knorpeltragende Fragmente, die sich im unteren Sprunggelenk angesammelt haben.“ Diese wurden nach dem Einrichten des Bruchs entfernt und der Knorpelschaden an der Schienbein-Gelenkfläche wurde mit mehreren kleinen Bohrlöchern stimuliert und mit einer das Knorpelwachstum stimulierenden Membran versiegelt. Dies ermöglicht die Bildung neuer Knorpelmasse durch die Stammzellen. Zuletzt wurden am Fuß noch die beiden gerissenen Außenbänder wieder am Knochen stabilisiert. Die Knieverletzung mit gerissenem Innenband, angerissenem hinteren Kreuzband und einer Schienbeinkopfprellung wurde konservativ mit einer Winkelschiene fixiert.

„Die Aktivbandagen haben mir sofort nach dem Anlegen ein ganz hohes Sicherheitsgefühl gegeben.“
Matthias Glarner

Jörg Gyger von der Physiotherapie REACTIVE in Gwatt (Thun).
Jörg Gyger von der Physiotherapie REACTIVE in Gwatt (Thun).


Damit waren die Sturzfolgen fürs Erste erfolgreich versorgt , doch die Karriere als Schwinger schien besiegelt – oder? „Natürlich waren die Verletzungen erst einmal ein Schock“, erzählt Matthias Glarner. „Doch ich wusste auch: Ich will es schaffen und wieder in den Spitzensport zurückkehren.“ So wundert es nicht , dass die 31-jährige Kämpfernatur schnell mit Physiotherapie begann und nur drei Wochen nach der Operation bereits das Oberkörper- und Beckenbodentraining aufnahm. Eine im wahrsten Sinne des Wortes unterstützende Rolle spielte nach dem Entfernen des Fußgipses und der Knieschiene Bauerfeind. Und zwar mit den VenoTrain-Kompressionsstrümpfen sowie den Aktivbandagen GenuTrain zur Entlastung und Stabilisierung des Kniegelenks und MalleoTrain Plus zur Stabilisierung des Sprunggelenks. „Die Bandagen verleihen gerade am Anfang Stabilität , komprimieren Schwellungen und sorgen dafür, dass die Gelenke nicht übermäßig in den schmerzenden Bereich hinein bewegt werden“, so PD Dr. Krause.

Gezielte Mobilisierung

„Es sind sehr wichtige und sinnvolle Hilfsmittel , die dem Anwender körperliche und mentale Sicherheit geben und die Bereiche Balance, Stabilisation und Mobilisation optimal fördern“, ist auch Jörg Gyger von der Physiotherapie REACTIVE in Gwatt (Thun) überzeugt. Der Physiotherapeut setzt bei Matthias Glarner zur Behandlung des Sprunggelenks auf passive Maßnahmen wie anguläre und translatorische Bewegungen, die direkt auf das Gelenk wirken und die Bewegungseinschränkung mindern. Zu den aktiven Maßnahmen zählen dagegen selbstständig ausführbare Bewegungstrainings auf Schrägbrettern und instabilen Unterlagen. Neben der Physiotherapie in Thun besucht Matthias Glarner regelmäßig das Bundesamt für Sport (BASPO) in Magglingen für weiteres Rehatraining – und setzt auch dort immer die Bauerfeind-Bandagen für Sprunggelenk und Knie ein. Zudem trägt er während und nach dem Training VenoTrain-Kompressionsstrümpfe. „Die Aktivbandagen haben mir sofort nach dem Anlegen ein ganz hohes Sicherheitsgefühl gegeben und sind sehr angenehm zu tragen“, berichtet der Spitzensportler. „Sie geben mir Sicherheit und stabilisieren sowohl mein Knie als auch meinen Fuß. Wohltuend ist auch die durchblutungsfördernde Wirkung der Kompressionsstrümpfe. Sie fördern meine Regeneration und mindern leichte Schwellungen des Fußspanns, die manchmal nach intensiverem Training auftreten.“

Kontrollvisite bei PD Dr. med. Fabian Krause vom Inselspital Bern. Er hat Matthias Glarner noch am Unfalltag am Sprunggelenk operiert.
Kontrollvisite bei PD Dr. med. Fabian Krause vom Inselspital Bern. Er hat Matthias Glarner noch am Unfalltag am Sprunggelenk operiert.

Dank Bauerfeind-Bandagen schnell wieder im Training

Die Kompressionsstrümpfe sowie die Aktivbandagen für Knie und Sprunggelenk erhielt Matthias Glarner bei Bauerfeind Schweiz in Oberrohrdorf. Dort profitierte der Athlet von den Erfahrungen, über die Bauerfeind durch die Versorgung von Spitzenathleten in allen Disziplinen verfügt. „Bauerfeind hat mich mit fundierter Beratung und viel Wissen speziell hinsichtlich der Belastungen im Schwingsport perfekt unterstützt“, freut sich Matthias Glarner. So wirken beispielsweise bis zu 300 Kilogramm Kraft auf das Knie des Schwingers ein, das diese Belastung dank der GenuTrain jedoch gut aufnehmen kann. „Ich freue mich sehr, dass aus der Zusammenarbeit inzwischen eine offizielle Partnerschaft erwachsen ist , die mir ganzheitlich dabei hilft , auch in Zukunft meine Leistung noch weiter zu optimieren“, so Matthias Glarner.
Mittlerweile hat der Schwinger sein reguläres Training mit bis zu 18 Stunden pro Woche vollumfänglich wieder aufgenommen. Und auch wenn der gesamte Regenerationsprozess noch andauert und viel Geduld von Matthias Glarner abverlangt , sagt der: „Ich bin sehr optimistisch, dass ich gegen Mitte des Jahres wieder an den ersten Turnieren teilnehmen kann.“ 

Bilder: Remo Neuhaus


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