Bandagen/ Rückenschmerzen

Hohe Muskelaktivität , weniger Schmerzen

LumboTrain-Studien – Doppelbeweis zur Wirksamkeit

Von Bauerfeind Life Magazin

Eine erste Studie hatte bereits den Nachweis für erhöhte Muskelaktivität beim Tragen der LumboTrain erbracht. Bei einer zweiten Studie konnte der Pathophysiologe PD Dr. med. Christoph Anders am Uniklinikum Jena das bestätigen und eine Schmerzreduktion bei Patienten mit akuten unspezifischen Rückenschmerzen beobachten.

PD Dr. med. Christoph Anders, Uniklinikum Jena.
PD Dr. med. Christoph Anders, Uniklinikum Jena.

Etwa 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung leiden an akuten „unspezifischen“ Rückenschmerzen. Der Begriff hat sich als Indikation durchgesetzt , weil sich nur selten eine nachweisbare Ursache finden lässt. „Als mögliche Hauptverantwortliche für diesen nichtspezifischen, akuten, meist lumbalen Rückenschmerz sind verspannte Muskeln oder Faszien zu nennen“, so PD Dr. Anders von der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie der Uni Jena. „Auch überdehnte Bänder oder verkürzte Sehnen kommen infrage.“ Da die Symptome keinen eindeutigen Ursachen zugeordnet werden können, eignet sich besonders ein multidisziplinärer Ansatz für die Therapie. Darin spielen Lumbalbandagen eine feste Rolle.

Zweite Studie zur Schmerzreduktion

Um dem Kritikpunkt „Schwächung der Rumpfmuskulatur“ beim Tragen von Lumbalbandagen zu entgegnen, konnte in einer ersten LumboTrain-Studie an gesunden Patienten gezeigt werden, dass vielmehr eine Steigerung sowohl der Aktivität als auch der Koordination bestimmter Muskelgruppen durch die Orthese erreicht wird.1 In einer zweiten Studie wurde der Frage nachgegangen, welchen Effekt die Anwendung von Lumbalbandagen auf die Rumpfmuskulatur beim Gehen und unter statischer Belastung bei Patienten mit nichtspezifischem, akutem lumbalen Rückenschmerz hat.2

Schmerzempfinden anhand visueller Analogskala (VAS)

Kontrollgruppe empfindet mehr Schmerzen als Bandagengruppe

Dazu wurde u. a. das Schmerzempfinden anhand der visuellen Analogskala (VAS) zu unterschiedlichen Zeitpunkten sowie bei statischen und dynamischen Belastungen untersucht. Zwei Ergebnisse lassen aufhorchen. Erstens: Im Vergleich zur Kontrollgruppe ohne Bandage fällt die Differenz der Schmerzen zu den jeweiligen Untersuchungsterminen in der Bandagengruppe geringer aus! Zweitens: Nach der Messung auf dem Laufband empfindet die Kontrollgruppe mehr Schmerzen als die Bandagengruppe! Studienleiter PD Dr. Anders erklärt dazu zusammenfassend: „Die Wirkung der Bandage kann als Kombination der passiv stabilisierenden und gleichzeitig muskulär stimulierenden Wirkung auf die Rückenmuskulatur verstanden werden, die den natürlichen Heilungsprozess unterstützt und damit verkürzt.

Fazit

LumboTrain wirkt nachweislich schmerzlindernd und muskelaktivierend. Die Wirkung tritt sofort ein und hält beim Tragen der Bandage an. Es gibt keine Hinweise auf Muskelatrophie.

1 Siehe Bauerfeind life 2/2014; Anders, C. et al.: Prospektive Untersuchung der Rumpfmuskulatur unter dem Einfluss komprimierender Lumbalbandagen.
2 Anders, C. et al.: Prospektive Untersuchung der Rumpfmuskulatur zu dem Einfluss komprimierender Lumbalbandagen bei Patienten mit akuten lumbalen Rückenschmerzen.

Bilder: Frank Steinhorst, Dr. Christoph Anders

Verwandte Themen

Arthrose/ Bandagen

Mit der Bandage kommen Patienten schneller im Alltag an

GenuTrain nach Gelenkersatz

Bandagen/ Meniskusriss

Ringen gegen die Zeit

Meniskusriss mit GenuTrain versorgt

Bandagen/ Orthesen/ Sportverletzungen

Die Erstversorgung ist entscheidend

Return to Sports in der Orthopädie

Hilfsmittel-App

Mit dieser App wird die Auswahl des geeigneten medizinischen Hilfsmittels für Ärzte und Fachhändler stark vereinfacht. Mit ihrer intuitiven Bedienbarkeit werden Informationen zu Bauerfeind-Produkten überall verfügbar – schnell und simpel

Newsletter für Medizinexperten

Sie sind an Hintergrundberichten aus der medizinischen Praxis, Beispielen für hochwertige Hilfsmittelversorgungen, Studienergebnissen, Fortbildungsveranstaltungen und wertvollen Tipps für die Behandlung Ihrer Patienten und Ihren Praxisalltag interessiert?

Dann tragen Sie sich in unseren Newsletter speziell für Medizinexperten ein.