Kompressionsstrümpfe/ Lymph und Lipödem

Zurück ins Spiel mit Kompression

Lip-Lymphödeme – die Patientin

Von Bauerfeind Life Magazin

Kurz & knapp Kathi Schanz spielt professionell Tischtennis. Sehr schmerzhafte Lip-Lymphödeme in Armen und Beinen zwangen sie jedoch fast zum Aufhören.

  • Kompressionsstrümpfe haben der jungen Frau neue Bewegungsfreiheit und Schmerzlinderung verschafft.
  • Im Zusammenspiel mit ihrem Diabetes Typ 1 stellt das Lipödem eine besondere Herausforderung dar.
  • Über ihre Erfahrungen bloggt sie auch auf Instagram und YouTube.

Kathi Schanz liebt es, Tischtennis zu spielen. Sie ist mehrfache deutsche Meisterin. Sehr schmerzhafte Lip-Lymphödeme in Armen und Beinen zwangen sie jedoch fast zum Aufhören. Erst Kompressionsstrümpfe verschafften der jungen Mutter neue Bewegungsfreiheit – und vor allem Schmerzlinderung.

Tischtennis ist in erster Linie ein Kopfsport“, sagt Kathi Schanz. „Wenn man dabei Schmerzen hat , ist es eigentlich unmöglich, sich zu fokussieren und gut zu spielen. Es gab Zeiten, da dachte ich, Tischtennis ist für mich vorbei. Das war eine schlimme Vorstellung, da ich es einfach liebe.“ Seit ihrer Jugend leidet die 28-Jährige an einem Lipödem, das sich durch die hormonellen Veränderungen während ihrer beiden Schwangerschaften in den vergangenen vier Jahren zunehmend verschlimmerte. Mittlerweile hat sie ein Lip-Lymphödem Stadium 2-3 in beiden Armen und Beinen. Eine eindeutige Diagnose zu ihrem Krankheitsbild konnte ihr lange Jahre aber niemand stellen. „Das Schlimmste für mich war, immer wieder zu hören, ich solle mehr Sport machen und meine Ernährung umstellen. Seit meiner Kindheit spiele ich Tischtennis und ernähre mich ausgewogen. Da kam dann zur Frustration irgendwann einfach nur noch Wut dazu.“ Doch Aufgeben war für die mehrfache deutsche Tischtennismeisterin nie eine Option. „Ich entwickle in solchen Situationen eine ‚Jetzt erst recht’-Haltung.“

Die Kompression gibt Kathi Schanz mehr Bewegungsfreiheit. Ohne geht die junge Mutter nicht mehr aus dem Haus.

„Ohne Kompression kann ich nicht mehr“

Aktuell geht die 28-Jährige regelmäßig zur manuellen Lymphdrainage und trägt die Kompressionsprodukte VenoTrain curaflow an Händen, Armen und Beinen. „Dafür bin ich extrem dankbar. Mit der Kompression habe ich einfach mehr Bewegungsfreiheit. Es arbeitet auch alles besser. Und die Hauptsache ist die Schmerzlinderung. Ohne Kompression kann ich nicht mehr.“ Für Kathi Schanz waren die Lipödem-Schmerzen nach der Geburt ihres zweiten Kindes unerträglich geworden, ein Alltag kaum noch machbar. „Es fühlt sich an, als hätte man am Körper mehrere entzündete Stellen und würde da direkt hineinfassen. Außerdem hatte ich oft schwere Beine und konnte kaum noch laufen. Bei all diesen Punkten verschafft mir die Kompression nun Linderung.“ Dank der Bestrumpfung hat sich Kathi Schanz auch wieder an die Tischtennisplatte gewagt. Momentan trainiert die junge Frau zwei bis drei Mal die Woche und absolviert Wettkämpfe. „Alles in Kompression. Ich kann mich endlich wieder auf das Spiel konzentrieren, ohne Schmerzen zu haben.“

Teufelskreis durch Diabetes

Dass Kathi Schanz seit ihrem 20. Lebensjahr zudem an Diabetes Typ 1 leidet , stellt im Hinblick auf ihr Lipödem eine besondere Herausforderung dar. „Je mehr Insulin ich spritze, umso stärker wachsen die mutierten Fettzellen. Und je mehr ich davon habe, desto mehr Insulin benötige ich.“ Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, hat die junge Frau nun auch ihre erste Liposuktion beantragt. „Die Kasse hat meinen Antrag abgelehnt. Für die anstehende Operation gehe ich deshalb in Vorleistung. Ich erhoffe mir einfach eine bessere Insulinsensitivität und noch mal mehr Schmerzlinderung.“ Was sich Kathi Schanz außerdem wünscht: einen ganzheitlichen Ansatz bei der Behandlung von Patienten. „Es besteht noch viel Wissens- und Handlungsbedarf, gerade wenn es um das Zusammenspiel mehrerer Erkrankungen geht.“

Mehr Lebensqualität für alle Patientinnen

Ihre Erfahrungen über das Lipödem und den Diabetes Typ 1 teilt Kathi Schanz auch in den sozialen Medien. Neben zwei erfolgreichen Instagram- und YouTube-Kanälen hält die 28-Jährige als Diabetes-Botschafterin Vorträge in ganz Deutschland. „Ich möchte den Menschen helfen und Mut machen. Das ist meine Passion.“ Anderen Betroffenen rät sie: „Es ist wichtig, sich zu informieren, so dass man ein mündiger Patient und zum Experten seiner eigenen Erkrankung wird.“ Ein weiterer Rat: Niemals die Motivation verlieren. „Das ist ein ganz wichtiger Punkt , auch wenn es um die Kompressionstherapie geht. Natürlich verschwindet das Lipödem davon nicht , aber sie verschafft Linderung und die Lebensqualität ist wieder da. Man ist ‚Back in the Game’.“

Bilder: Conny Kurz

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