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Kontaktsportart Fußball Verletzte schießen keine Tore

Ausgabe 02/2014

Fußball ist gleichermaßen faszinierend wie riskant. Kaum ein Spiel, in dem nicht ein Akteur vom Platz humpelt. Meist sind Muskeln, Knie oder Sprunggelenk betroffen. Die Lage ist ernst , aber nicht hoffnungslos – wie man auf Schalke weiß.

Mit rund 120.000 Mitgliedern ist der Fußballclub Gelsenkirchen-Schalke 04 e. V. der zweitgrößte Sportverein Deutschlands. Nur die Bayern aus München sind größer. Wenn jedoch ein Verein für die Tradition des Fußballsports in Deutschland steht , dann ist es der FC Schalke 04. Die Fußballbegeisterung in der Stadt ist selbst an einem ganz normalen, spielfreien Tag mit Händen zu greifen. Auf dem Weg zur Veltins-Arena schmücken blau-weiße Kacheln ganze Hausfassaden, in den Fenstern ersetzen Fahnen mit den Vereinsfarben die Gardinen. Glückauf Schalke, die Fans befinden sich hier im Dauereinsatz. Wo ließe sich anregender über die schönste Nebensache der Welt reden, nebst ihren medizinischen Seiten, als bei den Knappen in Gelsenkirchen?
Es liegt in der Natur der Sache: Im Profibereich ist eine Kontaktsportart ohne Verletzungsrisiko nicht auszuüben. Eine Studie der gesetzlichen Unfallversicherung belegt , dass jeder Spieler im Berufsfußball pro Saison durchschnittlich zwei Verletzungen erleidet. „Am häufigsten treten Muskelverletzungen auf“, berichtet der Schalker Mannschaftsarzt Dr. med. Thorsten Rarreck: „An zweiter Stelle folgen Knie- und an dritter Stelle Sprunggelenksverletzungen.“ Ort unseres Gesprächs ist das Reha-Zentrum des Vereins, nur 500 Meter vom Stadion entfernt. Für die Spieler, die sich vor oder nach dem Training zur Behandlung einfinden, sind es kurze Wege. Heute herrscht reger Betrieb.

Angemessene Regenerationszeiten

Mannschaftsarzt Dr. med. Thorsten Rarreck.
Mannschaftsarzt Dr. med. Thorsten Rarreck.

Vor zehn Minuten noch ließen Huntelaar, Draxler, Boateng und Co. den Ball auf dem Rasen der Arena tanzen, jetzt liegt der eine oder andere Profispieler auf dem Behandlungstisch von Egil Eliassen. Seit 2002 ist der Physiotherapeut auf Schalke. „Es hat ein Umdenken stattgefunden“, konstatiert der „Physio“ während einer kurzen Behandlungspause. „Auch die jüngeren Spieler achten schon auf gute Ernährung, ausreichend Schlaf und angemessene Regenerationszeiten.“ Was heißt jedoch angemessen, wenn der Genesungsdruck stetig steigt? Wenn die Zahl der Verletzten permanent wächst? Wenn sich die Saison in der entscheidenden Phase befindet? Folgende Momentaufnahme zeigt das ganze Spektrum möglicher Verletzungsarten und -häufigkeiten: „Personell gehen wir am Stock“, zitierte das Vereinsmagazin einmal den Schalker Trainer Jens Keller. Der Manager Horst Heldt ergänzte: „Das ist brutal: Mit Jefferson Farfan (Kniereizung), Christian Fuchs (Knieoperation), Felipe Santana, Atsuto Uchida (beide Muskelfaserriss), Christian Clemens (Schambeinverletzung), Dennis Aogo, Marco Höger (beide Aufbautraining nach Kreuzbandriss) und Jan Kirchhoff (Aufbautraining nach Syndesmoseverletzung) fallen derzeit acht Profis aus.“ Trotz dieser Liste des Grauens macht der Mannschaftsarzt einen ruhigen Eindruck. „Wir können zwar hocheffizient therapieren, wir müssen aber auch bereit sein zu sagen, es gibt Grenzen“, bekennt Dr. Rarreck. „Es hilft niemandem, wenn ein verletzter Spieler zu früh auf den Platz geht und ein Rezidiv erleidet“, so der Arzt. „Das wissen hier alle. Verletzte können keine Tore schießen.“

Unumspielbar: GenuTrain

Egil Eliassen, Physiotherapeut des FC Schalke 04.
Egil Eliassen, Physiotherapeut des FC Schalke 04.

In Ergänzung der alten Fußballerweisheit ist die Wahrheit auch neben dem Platz. Um dort , im Sinne Dr. Rarrecks, hocheffizient zu therapieren, erhält die medizinische Abteilung des FC Schalke 04 Unterstützung. Seit der Bundesligasaison 2013/2014 ist Bauerfeind offizieller Sponsor des Vereins. Das Unternehmen stattet die Mannschaft exklusiv mit Kompressionsstrümpfen und Bandagen aus. Beispielsweise genießen die Sprunggelenksbandage MalleoTrain Plus sowie die Aktivbandage AchilloTrain Pro bei Mannschaftsarzt , Physiotherapeuten und Spielern hohe Wertschätzung. Auch tragen einige Spieler Bauerfeind-Einlagen in ihren Laufschuhen. Dadurch können sie die Gelenke entlasten und ihre Körperstatik verbessern – ein wirksamer Schutz gegen Verletzungen. Der präventive Charakter aller Hilfsmittel von Bauerfeind wird von Dr. Rarreck besonders geschätzt (siehe auch Interview S. 20). Um die Regeneration nach dem Training oder Spiel zu beschleunigen, nutzen die Spieler VenoTrain-Kompressionsstrümpfe – und natürlich die GenuTrain. An ihr kommt man im Fußball einfach nicht vorbei. Selbst Stan Libuda, dem Schalker Dribblerkönig, dem man nachsagte, auch Gott umspielen zu können, wäre das nicht gelungen. Bereits seit Jahrzehnten stabilisiert die Aktivbandage Fußballerknie. Eine gute Basis für die Zusammenarbeit. Nicht nur auf Schalke wird Tradition großgeschrieben.

Weitere Informationen

www.schalke04.de

Bilder: Tristan Vankann