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Gonarthrose-Therapie Konservatives Risikomanagement

Ausgabe 02/2018

2018_2_Gonarthrose_Therapie_Hess

„Rückblickend“, sagt der Grandseigneur der konservativen Gonarthrose-Therapie, „hatte ich Glück, dass es die GenuTrain
schon gab.“ Das richtige Mittel zum richtigen Zeitpunkt!

Mit der Aktivbandage konnte der heute über 80-Jährige nach seinem Riss des vorderen Kreuzbands mit Knorpelverletzung im Jahr 1985 wieder Tritt fassen und so manche Hindernisse überwinden. Was der Rekonvaleszent damals noch nicht wissen konnte: Die GenuTrain und später das Modell GenuTrain A3 stabilisierten sein Knie auf eine Art und Weise, dass höchstwahrscheinlich das Folgerisiko einer Arthrose minimiert werden konnte. 2014 konnten Bewegungswissenschaftler der Universität Freiburg nachweisen, dass die Bandage das Knie entlastet und das Gangbild positiv beeinflusst (siehe Kasten).

Propriozeptive Stimulation zur Gonarthrose-Prävention

Der typische Fall eines „GenuTrain-Langzeitprobanden“, wäre der Träger nicht gleichzeitig der Erfinder der Bandage. Ursprünglich wollte Professor Dr. med. Heinrich Hess, lange Jahre Teamarzt der deutschen Fußballnationalmannschaft , vor allem verletzten Sportlern mit der Bandage helfen. „Man muss ehrlicherweise sagen, dass Gonarthrose nicht im Fokus stand“, berichtet Prof. Hess. „Allerdings wussten wir, dass rund um das Knie die entscheidenden Punkte für konservative Therapieschritte zur Stabilisierung des Gelenks angesiedelt sind. Heute hat sich die frühzeitige muskuläre Stabilisierung als Prävention gegen Gonarthrose durchgesetzt.“ Ein wichtiger Aspekt kommt hinzu: Über die Wechselkompression des Gestricks und der viskoelastischen Pelotte wird bei Bewegung auch der Stoffwechsel für die Knorpelversorgung angeregt. Da diese über die knieumgebenden Gewebe erfolgt , ist deren Stimulation essenziell.

„Heute hat sich die frühzeitige muskuläre Stabilisierung als Prävention gegen Gonarthrose durchgesetzt.“

Prof. Dr. med. Heinrich Hess

Entlastung bei fortgeschrittener Gonarthrose

Der Blick des heutigen Ratgebers der Deutschen Arthrosehilfe geht nach vorn: Eine neue Orthese, die SecuTec OA, ermöglicht bei fortgeschrittener medialer oder lateraler Gonarthrose eine entlastende Wirkung. „Die dafür notwendige Achskorrektur können wir mit den GenuTrain-Bandagen natürlich nicht erreichen, dafür sind sie nicht ausgelegt. Aber vorausblickend“, so Prof. Hess, „sehe ich beim entlastenden Effekt der SecuTec OA bei fortgeschrittener Gonarthrose meiner Meinung nach eine ähnliche Schlüsselrolle, wie sie die propriozeptive Wirksamkeit der Bandagen im Frühstadium der Gonarthrose spielt.“ 

GenuTrain bei Arthrose: Studie und Zertifikat

Ease of UseDie Aktivbandage GenuTrain beeinflusst positiv das Gangbild, wie eine Studie von Prof. Dr. Albert Gollhofer et al. zeigen konnte. Sie wiesen an Patienten mit medialer Gonarthrose u. a. einen reduzierten Knieadduktionswinkel beim Gehen nach. Oft haben diese Patienten, die rund 85 Prozent aller Gonarthrosefälle ausmachen, eine ausgeprägte Varusstellung. Sie profitieren von dem nachgewiesenen biomechanischen Effekt , der die unphysiologischen Belastungen aufgrund der Fehlstellung im Gelenk reduziert. Die Wissenschaftler der Universität Freiburg schreiben den positiven Effekt vor allem der propriozeptiven Wirkung der GenuTrain zu (s. Bauerfeind life 1/2014).
Von der US-amerikanischen Arthritis Foundation (www.arthritis.org) erhielt die GenuTrain auf Basis eines Prüfverfahrens das „Ease of Use“-Label. Damit werden Produkte ausgezeichnet , die bei Arthrose sowohl wirksam als auch gut zu handhaben sind und somit helfen, das Leben der Betroffenen zu verbessern.

Bild: Bauerfeind


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