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Knietherapie mit GenuTrain S/S Pro/OA Bracin‘ U.S.A.

Ausgabe 03/2019

Tennis spielen, Golfen, Joggen oder Surfen – wer kann, macht mit. Wer aber Beschwerden oder Verletzungen hat , kann den American Way of Life nicht mehr voll und ganz ausleben. Damit es wieder läuft , muss die Genesung zügig gehen, oft mit „Braces from Germany“.

In der orthopädischen Praxis kann das Erwartungsmanagement bei den Patienten schwierig sein: Dr. Gary Wexler und Dr. Scott Norris vom Palm Beach Orthopedic Institute (PBOI) in Florida wurden von Bauerfeind USA zu einem gemeinsamen Workshop nach Zeulenroda eingeladen. Die amerikanischen Ärzte stellten den Fall einer hochbegabten Fußballspielerin vor, möglicherweise eine kommende Hope Solo, die im Spiel ein Seitenband überdehnt hatte. Sie war am Boden zerstört , als sie erfuhr, dass tatsächlich das Undenkbare passiert war: Die Funktion ihres Knies war beeinträchtigt und ihre Karriere stand auf dem Spiel. „Sie war überhaupt nicht zu beruhigen“, so Dr. Wexler. „Für sie zählte nur: Macht was, gebt mir mein Knie zurück!“ Aber wie behandelt man eine Patientin, deren Lebensmittelpunkt die körperliche Leistungsfähigkeit darstellt? Auf der Grundlage jahrelanger Erfahrung und der Möglichkeit , hochwertige „Braces“ von Bauerfeind einsetzen zu können, erarbeiteten die Spezialisten des PBOI einen Behandlungsplan.

Pro Bewegung: GenuTrain S/S Pro

V. l.: Dr. Scott Norris, Palm Beach Orthopedic Institute (PBOI), und Warren Colter, CEO Bauerfeind USA.

„Braces“ sind im englischsprachigen Raum die geläufige Sammelbezeichnung für orthopädische Bandagen und Orthesen. Die Kniebandagen GenuTrain S und GenuTrain S Pro von Bauerfeind genießen dank ihres Tragekomforts, des flachen Designs und der effektiven Schmerzlinderung für den Patienten beim PBOI einen außergewöhnlichen Ruf. Dr. Norris und Dr. Wexler setzen die GenuTrain S Pro bei einer breiten Palette von Indikationen ein: von Instabilitäten, traumatisch bedingt durch Verletzungen des Bandapparats und der Menisken, bis hin zu leichter bis mittlerer Arthrose. Auch schätzen die Ärzte ansprechende Medizinprodukte, die flach und leicht sind und zum aktiven Lebensstil ihrer Patienten passen. „Bei der GenuTrain S Pro müssen durch die seitlichen Gelenkschienen aber keine Einbußen an Stabilität in Kauf genommen werden – sie lässt keine Wünsche offen“, erklärt Dr. Wexler. Für Arthrosepatienten bedeutet der Stabilitätsgewinn nicht nur Sicherheit , sondern auch Schmerzlinderung. Die Stabilisierung des Kniegelenks durch die GenuTrain S und GenuTrain S Pro unterstützt die Entlastung und stellt die Funktionsfähigkeit wieder her. Dr. Norris weist darauf hin, dass diese Wirkung – in Verbindung mit dem Tragekomfort – die Compliance und den Behandlungserfolg fördere.

Qualität und Komfort „Made in Germany“

Beide Kniebandagen stabilisieren das Knie und führen es bei Bewegung. Ihre Wirkung beruht auf der Kombination von neuromuskulärer Stabilisierung mittels Gestrickkompression und mechanischer Stabilisierung durch unelastische Gurte um Ober- und Unterschenkel und Gelenkschienen. Bei der GenuTrain S Pro sind die Gelenke der seitlichen Schienen zusätzlich limitierbar: Beuge- und Streckwinkel des Knies können als therapeutische Schutzmaßnahme durch eine Stiftarretierung begrenzt werden. „Und atmungsaktive, maschinenwaschbare Materialien sind bei amerikanischen Patienten sehr beliebt , besonders im feucht-heißen Sunshine-State Florida“, so Warren Colter, CEO von Bauerfeind USA. „Das Gütesiegel ,Made in Germany‘ wird wirklich sehr geschätzt.“

„Der Look von ‚Braces‘ ist ex-trem wichtig. In den USA trägt niemand ein unansehnliches Produkt , das unangenehm ­aufträgt.“
(Dr. Scott Norris)

Entlastende Knieorthese GenuTrain OA.

Brandneue GenuTrain OA

Im kühler temperierten Zeulenroda, dem Bauerfeind-Hauptsitz, nehmen im elften Stock des Towers die Gäste aus Übersee die „Braces from Germany“ noch einmal genau unter die Lupe und versammeln sich unmittelbar vor einer Reihe mit Kniemodellen. Die Modelle tragen die ihnen bekannten Kniebandagen und -orthesen. Das Arbeitspferd GenuTrain S Pro ist selbstverständlich dabei. Eines der Modelle trägt eine dunkle Hülle. Als sie fällt , herrscht konzentriertes Schweigen. Es ist die US-Premiere der brandneuen GenuTrain OA. Die Ersten im Raum, die das Produkt in Händen halten, sind Dr. Norris und Dr. Wexler. Prüfend wandern die Finger über das schwarz-blaue Gestrick. Die neu entwickelte Knieorthese zur Behandlung von Arthrose ist ein richtiger Eye-Catcher: Jedes Detail wirkt leicht , sportlich und vor allem praktisch durchdacht. Nach einigen Sekunden teilt Dr. Norris seine erste Einschätzung mit: „Ich mag das Design. Der Look von ‚Braces‘ ist extrem wichtig. In den USA trägt niemand ein unansehnliches Produkt , das unangenehm aufträgt. Die Patienten wollen sich damit identifizieren und sich darauf konzentrieren, dass sie in Zukunft wieder aktiv sein können.“ Für seinen Kollegen Dr. Wexler schließt die GenuTrain OA potenziell eine Versorgungslücke bei den Gonarthrosepatienten, die noch aktiv sein wollen und für einen operativen Eingriff nicht infrage kommen. Oder noch nicht , wie Dr. Norris ergänzt.

Kombination konservativer Therapieschritte

80 Prozent aller über 65-Jährigen in den entwickelten Ländern sind von Gonarthrose betroffen, führt Dr. Norris weiter aus. Die Volkskrankheit spiegele sich somit auch in der täglichen Arbeit des PBOI wider. 17 Ärzte, davon 15 orthopädische Chirurgen, arbeiten dort an vier Standorten. Pro Tag gehen in der Klinik ca. 1.000 Anrufe ein, im Monat werden rund 7.000 Patienten behandelt. Instabilitäten des Knies nach Verletzungen, wie die der jungen Fußballspielerin, gehören auch dazu. Das Gros allerdings machen die älteren, oft aktiven Patienten mit Gonarthrose aus. Neben Gelenkersatz bei fortgeschrittenem Grad hat sich auch eine Reihe von konservativen Maßnahmen zum Gelenkerhalt im PBOI als erfolgreich erwiesen, die oft und gern kombiniert werden: Eis-Therapie, Schmerzmedikation, Injektionen ins Gelenk, Physiotherapie, Änderung des Lebensstils beim Patienten und, last but not least , das „Bracing“.

„GenuTrain OA schließt potenziell eine Versorgungslücke bei aktiven Patienten, für die eine OP nicht infrage kommt.“
(Dr. Scott Norris)

Gonarthrose-Bracing

Knie- und Schulterexperte Dr. Gary Wexler vom PBOI.

Bei leichter bis mittlerer Gonarthrose mit Instabilitäten stehen hierfür GenuTrain S und GenuTrain S Pro zur Verfügung. Bei leichter Arthrose ohne Anzeichen eines instabilen Knies ist die GenuTrain A3 ideal zur Schmerzlinderung. Mit Hilfe ihrer speziellen Pelotte, die mit Noppen besetzte Friktionszonen aufweist , massiert sie bei Bewegung typische Schmerzpunkte und aktiviert gleichzeitig die gelenkstabilisierende Muskulatur. Bei mittlerer bis schwerer Gonarthrose, die mit ausgeprägten Beinfehlstellungen einhergeht , braucht es die gezielte Entlastung eines Kompartiments und nicht des gesamten Gelenks, um Schmerzen zu lindern und in der Folge zu stabilisieren. Hier hilft die Hartrahmenorthese SecuTec OA. Sie entlastet medial oder lateral schonend nach dem 3-Punkt-Prinzip durch eine Krafteinleitung über den Unterschenkel und stabilisiert gleichzeitig nach dem 4-Punkt-Prinzip.

Neue Option für aktive Gonarthrose­patienten

GenuTrain OA kommt als neue Option in der konservativen Therapie hinzu. Die Orthese füllt den Therapiebereich zwischen GenuTrain S/S Pro und SecuTec OA. Wenn bei leichter bis mittlerer Gonarthrose gezielte Entlastung im Vordergrund steht , bietet sie aktiven Patienten viel Bewegungsfreiheit. Die eingelenkige Knieorthese kombiniert elastisches 3D-Netzgestrick mit einem neuartigen Entlastungs- und Stabilisierungssystem: Geführte Entlastungsbänder werden in Form einer Doppelacht gemeinsam mit einer lateral oder medial anliegenden Schiene und halbseitigen Pelotte an der Kniescheibe unter Zug gebracht. So wird nach dem 3-Punkt-Prinzip Druck vom schmerzenden Gelenkbereich genommen. Bei medialer Gonarthrose liegen Schiene und Pelotte lateral an, bei lateraler Gonarthrose medial. Der Patient ist in der Lage, die Spannung und damit den entlastenden Effekt per Boa® Fit System während des Tragens selbst zu regulieren. Ein großer Vorteil der Orthese: Sie wirkt überzeugend schnell.

Time is Money – Zeit ist Geld

Die Kosten für Krankenausfallzeiten steigen stetig an. In den USA ist der Versicherungsschutz für die medizinische Versorgung, u. a. für Medizinprodukte, für alle Beteiligten ein hochkomplexes Thema. „So ist gerade auch an uns orthopädische Chirurgen der Anspruch hinsichtlich effizienter Arbeit enorm gestiegen“, berichtet Dr. Norris. Zwar wünschen sich alle, wieder zu 100 Prozent zu funktionieren, die Erwartungen der Patienten gehen jedoch auseinander. „Manche Menschen sind mit 80 Prozent Heilungserfolg zufrieden, während sich andere eine noch höhere Leistungsfähigkeit wünschen als vor der Verletzung.“ Und die junge Fußballerin mit der Seitenbandverletzung? Die Ärzte des PBOI verordneten der Patientin nach entsprechenden Sofortmaßnahmen die GenuTrain S Pro. So konnte sie wieder zurück aufs Spielfeld, um ihre Träume zu verfolgen und ihrer Begabung nachzugehen.

Zu Besuch in Zeulenroda (v. l.): Scott Norris (D.O., PBOI), Zach Johnson (President , Ortho Focus, LLC), Scott Borjeson (Vice President HCP Marketing & Sales, Bauerfeind USA), Warren Colter (CEO, Bauerfeind USA), Gary Wexler (MD, PBOI).

Bilder: Andreas Wetzel


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