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Nachgefragt bei Bauerfeind-CEO Rainer Berthan „Innovation liegt in unserer DNA“

Ausgabe 01/2021

Seit einem Jahr steht Rainer Berthan als Nachfolger von Prof. Hans B. Bauerfeind als Vorstandsvorsitzender der Bauerfeind AG an der Unter­nehmens­spitze. Mit Bauerfeind life sprach er nun über Erfahrungen, kommende Herausforderungen und das Besondere an Bauerfeind.

life: Herr Berthan, nach Ihrem ersten Bauerfeind-Jahr: Was macht für Sie das Unternehmen aus?

Rainer Berthan: Das Besondere – ich würde es die Bauerfeind-DNA nennen – liegt in mehreren Faktoren begründet. Zunächst sicher in Professor Hans B. Bauerfeind, der das Unternehmen über die vergangenen Jahrzehnte als starke Persönlichkeit mit hohem Anspruchsdenken entscheidend geprägt hat. Auch deshalb ist die Marke Bauerfeind für ihr hohes Qualitätsniveau bekannt. Und dank seines lokalen Engagements besteht auch eine spürbare Verankerung des Unternehmens in der Region. Man ist stolz darauf, hier hochwertige, innovative Medizinprodukte herzustellen – und das seit Langem mit großer Beständigkeit.

Bei aller Kontinuität, welche Akzente setzen Sie für die Zukunft?

Rainer Berthan: Die Herausforderung besteht darin, nie mit dem Erreichten zufrieden zu sein. Permanente Weiterentwicklung, wie beispielsweise bei der mittlerweile achten Generation unserer Kniebandage GenuTrain, ist ein Eckpfeiler des Erfolgs. Wir legen auch in Zukunft großes Augenmerk auf Innovation – sowohl was die Evolution von Produkten betrifft als auch was neue Produkte oder Produktkategorien angeht. Daneben wird die Internationalisierung eine noch bedeutendere Rolle spielen. Bestes Beispiel: Asien. Dort wird immer mehr Wert auf eine hochwertige medizinische Versorgung gelegt und das eröffnet Märkte. Dabei gilt aber: Dinge, die sich bei uns bewährt haben, werden andernorts nicht mehr einfach übernommen. Es kommt zunehmend darauf an, spezifische Angebote für die Bedürfnisse vor Ort zu machen.

Ob national oder international – für die Innovationsfähigkeit spielt der Dialog mit Partnern im Markt eine wichtige Rolle.

Rainer Berthan: Deutschland hat eines der besten Gesundheitssysteme der Welt, das sich durch die hohe Kompetenz der darin Tätigen auszeichnet. Der enge Austausch mit Ärzten, unserem medizinischen Beraterkreis, dem Qualitätspartner-Beirat und den Partnern im Fachhandel ist eine wertvolle Quelle für Weiterentwicklungen. Sie geben uns Feedback, wie sich unsere Produkte in der täglichen Praxis bewähren, und sie wollen bei Neuheiten überzeugt werden.

„Wir werden unsere Position in der weltweiten Spitzengruppe ausbauen,
mit noch deutlicherer internationaler Präsenz.“
Rainer Berhan

Wie sehr hat die Pandemie diesen Austausch eingeschränkt?

Rainer Berthan: Man hat schon deutlich gemerkt, wie wichtig der direkte Kontakt ist. Meetings via Videostream, Mitarbeiter im Homeoffice – wir haben Alternativen kennengelernt, die in Zukunft sicherlich zum Einsatz kommen, wo es sinnvoll und vorteilhaft erscheint. Vertrauen lässt sich aber im persönlichen Miteinander nach wie vor am besten bilden. E-Mails machen keine Geschäfte. Wir haben es immer mit Menschen zu tun. Mit Kunden. Mit Patienten. Vertrauensbildung setzt für mich deshalb immer persönliche Präsenz voraus, sei es beim Arzt, im Sanitätshaus oder bei einem Hilfsmittelhersteller. Die Pandemie führt gerade zu einer enormen Beschleunigung in Sachen Digitalisierung. Sie wird den persönlichen Kontakt in unserer Branche aber nicht gänzlich ersetzen.

Auf direkte Begegnungen hoffen Sie auch im Juli dieses Jahres bei Olympia. Welche Bedeutung hat für Sie die Sportförderung?

Rainer Berthan: Bauerfeind unterstützt den Sport in Deutschland ja schon sehr lange und umfangreich. Auch das ist Teil unserer DNA. Die Erkenntnisse aus der Sportlerversorgung fließen in unsere Entwicklungsarbeit ein. Olympia ist dabei natürlich etwas ganz Besonderes. Durch die Versorgung der Athleten mit unseren Produkten sind wir sehr nah an ihnen dran. Wir sehen, wie viele von ihnen einen Großteil ihres Lebens auf dieses Ereignis hingearbeitet haben – da drücken wir den Athleten natürlich die Daumen und tragen mit unseren Produkten gern einen kleinen Teil bei.

Nach Jahren des Trainings ist das Ziel der Athleten eine Medaille. Welche Ziele verfolgen Sie mit Bauerfeind, sagen wir in zehn Jahren?

Rainer Berthan: Wir werden unsere Position in der weltweiten Spitzengruppe unserer Branche weiter ausbauen, sicher mit einer noch deutlich ausgeprägteren internatio­nalen Präsenz.

Bild: Daniel Biskup


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