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Weitsichtige Therapie mit GenuTrain S „Ich habe noch einige Jahre Spitzensport vor mir“

Ausgabe 03/2019

Nach einer Knieverletzung verzichtete die Schweizer Ski-Olympiasiegerin Michelle Gisin auf einen WM-Start. Unterstützung für die überlegte Entscheidung erhielt die Rennläuferin von ihrem Arzt Dr. med. Lukas Weisskopf und der GenuTrain S.

Garmisch-Partenkirchen, Weltcup-Super-G Anfang des Jahres 2019. Eine relativ harmlose Szene: Am Ende einer Linkskurve fährt die Läuferin in leichter Rücklage. Sie versucht auszugleichen und gerät in eine instabile X-Bein-Stellung. Kein Problem, eine kurze Korrektur und alles wäre glatt gegangen. Wäre da nicht diese Unebenheit auf der Strecke gewesen. Die hat ausgereicht , um in dieser Stellung und bei der Geschwindigkeit das Knie der Läuferin mit einem Schlag zu schädigen.

Kreuzbandzerrung und Knorpelverletzung

Dr. med. Lukas Weisskopf, Altius Swiss Sportmed Center in Rheinfelden, Schweiz.

Michelle Gisin erwischt das nächste Tor nicht mehr, fährt gerade ins Ziel. Im Zielraum lässt sich die 25-jährige Olympiasiegerin nichts anmerken. „Ich habe gespürt , dass da was ist. Aber ich habe natürlich gehofft , dass es wieder vergeht“, sagt sie im Rückblick. Der Schubladentest – sie kennt sich aus nach einem früheren Kreuzbandriss – war negativ, die Schmerzen jedoch blieben, das Knie schwoll an. Noch im Auto rief sie ihren Arzt Dr. med. Lukas Weisskopf vom Altius Swiss Sportmed Center in Rheinfelden an. Am folgenden Sonntag lautete seine Diagnose: Zerrung des Innenbands und vorderen Kreuzbands sowie eine Knorpelschädigung. „Die hohen Kompressionskräfte, die bei dem Schlag auftraten, verbunden mit der Rotation des Kniegelenks, waren die Ursache“, erklärt der erfahrene Sportmediziner und Olympiaarzt (2010, 2014 und 2018) das Verletzungsgeschehen bei seinem Schützling.

„Zu clever, um ihre Zukunft aufs Spiel zu setzen“

Immerhin keine Kreuzbandruptur. Aber die Knorpelschäden, deren genaues Ausmaß erst eine Operation klären konnte, gingen direkt an die Substanz. „Für mich war klar, dass die WM in Schweden eine Woche später ohne mich stattfindet“, sagt Michelle Gisin im Rückblick. 2018 gewann die Schweizerin bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die Goldmedaille in der Alpinen Kombination. Sich jetzt gegen weitere sport­liche Siege und für den empfohlenen Eingriff zu entscheiden, erforderte Weitsicht. „Ich habe noch einige Jahre Spitzensport vor mir“, stellt sie klar. Ihr Arzt hätte sie allenfalls schmerzfrei machen können. Und zollt ihr höchsten Respekt: „Sie ist zu clever, um ihre Zukunft aufs Spiel zu setzen. Denn hätte man nicht operiert , ginge die Knorpelverletzung weiter und es würde immer schwieriger, den Schaden zu reparieren“, so Dr. Weisskopf. Glück im Unglück: Bei dem Eingriff eine Woche nach der Verletzung zeigte sich, dass nur eine kleine umschriebene Knorpelregion betroffen war. Der Arzt konnte die Athletin mit der Nano­fracturing-Methode operieren. Dabei werden kleinste Löcher durch die Knochenschicht gebohrt. Im austretenden Blut aus dem Knochenmark befinden sich alle Bausteine, vor allem die mesenchymalen Stammzellen, welche die Knorpelneubildung auf dem Defekt ermöglichen können.

Rehabilitation mit der GenuTrain S

Die GenuTrain S begleitete Michelle Gisin während ihres Rehabilitationsprogramms.

Für den Heilungserfolg der Skiläuferin war die Einhaltung eines konsequenten Rehabilitationsprogramms unabdingbar. „Es begann gleich anschließend und dauerte, wie erhofft , drei Monate“, so Dr. Weisskopf. Noch vor der Operation setzte sich Michelle Gisin aufs Fahrrad-Ergometer mit geringstmöglichem Widerstand. Am Knie die Aktivbandage GenuTrain S, um optimale Bedingungen für die Zeit danach zu schaffen. Die GenuTrain S ist eine medizinische Bandage zur Entlastung und Führung des Kniegelenks, die von Ärzten als Therapiebestandteil eingesetzt wird. Auch nach dem Eingriff war die Bandage ständiger Begleiter von Michelle Gisin. Die anatomisch geformte Schienen-Gurt-Konstruktion der GenuTrain S gab dem Gelenk postoperativ Halt und Stabilität. Seitliche Gelenkschienen sowie unelastische Gurte um Ober- und Unterschenkel stützten das Knie und führten es bei den ersten stärkeren Belastungen auf dem Ergometer. Die integrierte, ringförmige Pelotte übte eine Wechseldruckmassage rund um die Kniescheibe aus, aktivierte über das Zusammenspiel mit dem Gestrick die Muskulatur und unterstützte den Heilungsprozess.

„Die erste GenuTrain S für die Reha habe ich von meiner Mutter aus dem Familienschrank bekommen.“
( Michelle Gisin)

Abfahrt mit der GenuTrain

Die GenuTrain S war Michelle Gisin keineswegs neu. „Ich kannte die Bauerfeind-Bandage schon von meiner Schwester“, sagt sie. Die Gisins sind eine sportliche Familie. Auch Dominique, die ältere Schwester, war Olympiasiegerin. „Die erste GenuTrain S für die Reha allerdings habe ich von meiner Mutter aus dem Familienschrank bekommen.“ Der Schrank enthält auch mehrere Exemplare der GenuTrain. Die nämlich trägt die Ski-Allrounderin sozusagen berufsbedingt , und zwar an beiden Knien: „Ich ziehe sie bei allen Wettbewerben unter meinem dünnen Rennanzug an. Sie führt mich, gibt etwas Druck auf die Kniescheibe – und sie wärmt.“ Bis zu minus 25 Grad kann es kalt werden. Bis Michelle Gisin jedoch wieder zurück in den heiß ersehnten Schnee konnte, war alles einem ausgeklügelten Bewegungsprogramm und wohldosierten Einheiten im Kraftraum untergeordnet. Kilometer für Kilometer spulte sie auf dem Ergometer unter langsam steigenden Belastungen ab, stets die GenuTrain S über einem Kompressionsstrumpf VenoTrain micro am Knie. Das erste Mannschaftstraining war ein Fest. „Ich fühlte mich wieder völlig fit für die nächste Saison“, freut sie sich. Michelle Gisin hat gemeinsam mit ihrem Arzt eine verantwortungsvolle Entscheidung getroffen. Ein Teil ihrer Ausrüstung kann wieder in den Familienschrank.

Bilder: Dr. Lukas Weisskopf, privat, Dominique Pittet


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