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GenuTrain S Pro ergänzt Produktpalette Die richtige Therapie für jedes Knie

Ausgabe 01/2012

Mit der GenuTrain S Pro hat Bauerfeind seine Produktpalette für die differenzierte Therapie von Kniebeschwerden weiter ausgebaut. Ebenso wie die bewährte GenuTrain S stabilisiert die neue Kniebandage den seitlichen Bandapparat nach dem 2-Punkt-Prinzip. Darüber hinaus verfügt sie über einstellbare Gelenke zur Bewegungslimitierung und bietet so verstärkten Schutz bei leichten Instabilitäten und Meniskusverletzungen. Sobald funktionelle Instabilitäten oder schwerwiegende Strukturschäden vorliegen, übernimmt die SofTec Genu. Die Knieorthese stabilisiert den gesamten Bandapparat nach dem 4-Punkt-Prinzip.

Eines haben GenuTrain S, GenuTrain S Pro und SofTec Genu gemeinsam: Sie kommen bei der Behandlung von Instabilitäten des Knies zum Einsatz. Ihre Wirkung beruht dabei auf der Kombination von neuromuskulärer Stabilisierung mittels Kompression und mechanischer Stabilisierung mittels Gelenkschienen und Gurten. Genauer betrachtet unterscheiden sie sich hinsichtlich des Stabilisierungsgrads und verbleibenden Bewegungsumfangs des Kniegelenks. Die Produkte ergänzen sich insofern optimal , da der Arzt mit ihnen im Rahmen der differenzierten Therapie das gesamte Spektrum von Kniebeschwerden behandeln kann.

GenuTrain S stabilisiert nach dem 2-Punkt-Prinzip

Bei der GenuTrain S stabilisiert die Kombination aus seitlich integrierten Gelenkschienen und unelastischen Gurten um Ober- und Unterschenkel das Kniegelenk und schützt es vor äußeren Einflüssen. Die Kniebandage unterstützt dabei vor allem die Seitenbänder bei ihrem Kraftschluss. Ihre stabilisierende Wirkung nach dem 2-Punkt-Prinzip verleiht dem Gelenk passiv mehr Halt und führt es mehr in der Bewegung. Hinzu kommt eine aktive Gelenkstabilisierung über das elastische Zweizuggestrick. Bei Bewegung erfährt das Weichteilgewebe durch das Gestrick eine schmerzlindernde Wechseldruckmassage. Die komprimierende Wirkung stimuliert ­Mechano-Rezeptoren auf der Hautoberfläche, im Weichteilgewebe und in den Muskeln. Diese verstärkte Reizwahrnehmung aktiviert sensomotorische Prozesse, die Muskelsteuerung wird verbessert und das Gelenk langfristig stabilisiert. Eine eingearbeitete viskoelastische Pelotte umschließt die Kniescheibe und leitet den therapeutischen Druck der Bandage von der Kniescheibe weg zu den Weichteilen im Kniebereich. Wie auch das Gestrick, verformt sie sich bei Bewegung und massiert dadurch die parapatellaren Weichteilstrukturen.

GenuTrain S, GenuTrain S Pro und SofTec Genu im Vergleich.
GenuTrain S, GenuTrain S Pro und SofTec Genu im Vergleich.

GenuTrain S Pro erlaubt Bewegungslimitierungen

Die neue GenuTrain S Pro stabilisiert ebenso wie die GenuTrain S den Bandapparat nach dem 2-Punkt-Prinzip. Die Gelenke ihrer seitlichen Schienen sind im Unterschied jedoch limitierbar – sie können den Beugewinkel und den Streckwinkel des Kniegelenks einschränken. Die Limitierung von Flexion und Extension erfolgt dabei schnell und einfach mittels Stiftarretierung von außen über zwei Öffnungen der Schienenkanäle. Der Flexionswinkel lässt sich auf diese Weise auf 30, 60 oder 90 Grad begrenzen, ein Gelenkanschlag bei 20 Grad vermeidet die volle Extension. Diese Bewegungslimitierungen dienen der Korrektur von Fehlbewegungen und schonen das Knie in bestimmten Phasen der Therapie. Sie können jederzeit angepasst oder wieder aufgehoben werden, so dass eine schrittweise Mobilisierung erfolgen kann.

SofTec Genu stabilisiert nach dem 4-Punkt-Prinzip

SofTec Genu-Gelenk: Selbstfindung der Kompromissdrehachse vermeidet Zwangskräfte.
SofTec Genu-Gelenk: Selbstfindung der Kompromissdrehachse vermeidet Zwangskräfte.

Nach Kreuzbandrissen, Seitenbandverletzungen oder bei fortschreitender Gonarthrose kann das Kniegelenk so instabil werden, dass es stärker entlastet werden muss und eine schützende Bewegungsführung braucht. Hier liegen die Einsatzgebiete der funktionellen Knieorthese SofTec Genu, die die Vorteile von Orthesen mit denen von orthopädischen Bandagen vereint: Sie gewährleistet eine therapiesichere Stabilisierung, ohne die Gelenkfunktion vollständig einzuschränken, und unterstützt durch ihre muskelaktivierende Wirkung eine frühe Mobilisierung. Der höhere Stabilisierungsgrad der SofTec Genu ergibt sich durch das 4-Punkt-Prinzip: Vier Gurte stabilisieren zusammen mit dem unelastischen Vektorgestrick und seitlichen Schienen das Knie und reduzieren den Tibia-Vorschub. Die beiden Orthesengelenke stellen sich automatisch auf die individuelle Kompromissdrehachse ein und fördern so einen natürlichen Bewegungsablauf. Die Gelenke sind in 10-Grad-Schritten für Extension und Flexion limitierbar und ermöglichen eine therapiegerechte Anpassung. Das nur in Längsrichtung dehnbare Gestrick lässt im Gegensatz zu Hartrahmenorthesen Muskelspiel zu und löst bei Bewegung sensomotorische Rückkopplungsprozesse aus. Mit ihrer visko­elastischen Pelotte unterstützt die SofTec Genu die korrekte Führung der Patella. Gemeinsam beschleunigen Gestrickkompression und Pelottenmassage die Resorption von Ergüssen und ödematösen Schwellungen. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die SofTec Genu in ihrer Stabilisierung einer Hart­rahmenorthese überlegen ist und besonders effektiv mobilisiert.

Langfristige Stabilisierung, schnelle Regeneration

Mit GenuTrain S, GenuTrain S Pro und SofTec Genu stellt Bauerfeind einander ergänzende Therapielösungen für eine Vielzahl von Kniebeschwerden bereit. Durch die Verbesserung der Propriozeption ermöglichen alle drei eine langfristige Stabilisierung und schützen das Knie vor erneuten Verletzungen. Ihr zunehmender Stabilisierungsgrad geht einher mit einer steigenden Adaptierbarkeit , so dass der Arzt befunds- und patientengerecht auswählen kann, welches Produkt eine individuelle Therapie erfolgssichernd unterstützt.

Bilder: Bauerfeind