Arthrose·Bandagen

Wiedergewonnene Mobilität

GenuTrain und GenuTrain A3 zur aktiven Stabilisierung

Von Bauerfeind Life Magazin am 30.10.2023

Kurz & knapp Knieschmerz und Gonarthrose werden von Henning Tammen vom Sanitätshaus Orthopädie- und Rehatechnik Tammen sowie Ahmed Nagla, Orthopäde am Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) in Ostrhauderfehn, erfolgreich mit den Kompressionsbandagen GenuTrain und GenuTrain A3 versorgt und behandelt.

  • Von allen auf dem Markt befindlichen Kniebandagen haben die Bandagen von Bauerfeind nach Erfahrung von Henning Tammen den besten Sitz
  • Fast jeder zweite Gonarthrosepatient von Ahmed Nagla erreicht mit einer GenuTrain oder GenuTrain A3 als Sofortmaßnahme wieder eine zufriedenstellende Mobilität
  • Mit der GenuTrain werden Schmerzpunkte am Knie, wie etwa der Hoffa’sche Fettkörper, adressiert. Die GenuTrain A3 wirkt zusätzlich auf Gonarthrose-typische Schmerzpunkte rund um die Patella.

Kniegelenkerkrankungen sind unaufhaltsam auf dem Vormarsch. In orthopädischen Praxen machen sie mittlerweile den Großteil aller Fälle aus, rund 15 Prozent im Bundesschnitt. In ländlichen Gegenden dürfte ihr Anteil aufgrund der oft älteren Bevölkerung noch deutlich darüber liegen. Wie sich die Therapie von Gonarthrose-Patienten in Ostfriesland gestaltet, berichten eine Arztpraxis und ein Sanitätshaus.

Die Räumlichkeiten des Sanitätshauses Orthopädie- und Rehatechnik Tammen sowie des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) Ostrhauderfehn befinden sich in einem zweistöckigen Klinkerbau. Zwei Gesundheitseinrichtungen unter einem Dach: unten das familiengeführte Sanitätshaus, oben eine orthopädische Facharztpraxis als Teil des MVZ. Beide sind Anziehungspunkte für die Menschen aus der Region. „We proten ok platt“, wir sprechen auch platt heißt es auf der Website der Praxis, was selbstredend auch für das Sanitätshaus gilt. Sich einfach und persönlich über das komplexe Krankheitsbild Gonarthrose verständigen zu können, schafft Vertrauen zwischen Patient, Therapeut und Versorger. 

Ein Fünftel der Patienten hat „Knie“

Der demografische Wandel erreicht das Knie vor allen anderen Gelenken, auch in Ostrhauderfehn, das kann Ahmed Nagla, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, jeden Tag beobachten. Der Orthopäde sitzt hinter seinem Schreibtisch im MVZ und zeigt auf eine Schautafel. „Das Kniegelenk ist das am stärksten belastete Gelenk des Menschen“, ruft er in Erinnerung. „Folglich tritt mit zunehmender Lebensdauer auch häufiger Gonarthrose auf. In unserer Praxis sehen wir dieses Problem mit bis zu fünf Patienten täglich. Sie kommen zu einem sehr späten Zeitpunkt, meist zwischen Stadium drei und vier.“ Gonarthrose gliedert sich in fünf Stadien. Während der Grad O einem gesunden Knie zugeordnet ist, bezeichnen Grad 3 und 4 die Endstadien: Die Defekte im Knorpel reichen bis auf den Knochen bzw. die Knorpelschicht ist komplett abgetragen. „Die Patienten haben Schmerzen“, fährt Ahmed Nagla fort, „zwar nicht immer in der Intensität, wie nach dem Befund zu vermuten wäre, aber stark genug, um zu handeln. Zusätzlich liegt meist eine Instabilität des Gelenks vor, da nicht nur der Knorpel verschlissen, sondern auch der Bandapparat laxiert ist. Die gute Nachricht lautet jedoch: Uns steht eine einfache, nichtinvasive und nebenwirkungsfreie Möglichkeit zur Verfügung, mit der wir zunächst dreißig, vierzig Prozent dieser Patienten schnell und vielleicht dauerhaft helfen können: Bandagen.“

Facharzt Ahmed Nagla beobachtet bei Patienten mit Knieschmerz neben verschlissenen Knorpeln meist eine Instabilität des Gelenks.

DAK: „Defizite in der konservativen Knietherapie“

Bandagen und Orthesen als Bestandteil einer multimodalen Therapie haben allerdings noch nicht alle auf dem Plan. Angesichts stark gestiegener Implantationen von Endoprothesen am Knie, fragt die Krankenkasse DAK-Gesundheit (DAK) in ihrem jüngsten Versorgungsreport Knieschmerz/Gonarthrose 20221 nach den Gründen. Gemäß der S2k-Leitlinie „Indikation Knieendoprothese“ der orthopädisch-unfallchirurgischen Fachgesellschaften (DGOU, DGU, DGOOC) sollte der Implantation eines Kniegelenkersatzes in der Regel eine konservative Therapie von drei bis sechs Monaten vorausgehen, in der dann gemeinsam die Entscheidung zu einer Endoprothese getroffen wird. In dem DAK-Report jedoch heißt es: „Das Versorgungsgeschehen im zeitlichen Vorfeld eines Kniegelenkersatzes weist auf einen Mangel an konservativen, nicht-medikamentösen Therapieoptionen bei einem fortgeschrittenen Stadium der Gonarthrose hin, die alternativ oder flankierend zu chirurgischen Maßnahmen zur Anwendung kommen könnten.“

„Das Kniegelenk ist das am stärksten belastete Gelenk des Menschen.“

Ahmed Nagla, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Effiziente Therapie bei Gonarthrose

In Ostrhauderfehn indes hat man die Zeichen der Zeit erkannt. „Bandagen“ ist das Stichwort für Henning Tammen, einer von zwei Juniorchefs des ­Sanitätshauses, das sich in unmittelbarer Nähe zur Praxis befindet. Daher lassen sich viele von Ahmed Naglas Patienten vom Orthopädietechnik-Meister und dessen Mitarbeiterinnen einen Stock tiefer beraten. Die Zahl der Patienten mit einer Bandagenverordnung ist hoch. Zwei Bandagen bzw. Orthesen haben sich zu Favoriten entwickelt.

Für die Gründe braucht Henning Tammen keine lange Erklärung: „Um die GenuTrain und die GenuTrain A3 gibt es, speziell bei Gonarthrose, wenige Alternativen“, stellt er fest und ergänzt: „Es gibt auch andere Bandagen auf dem Markt und wir lassen die Patienten sie anprobieren. Die von Bauerfeind sitzen einfach am besten auf dem Knie.“

Henning Tammen zeigt: Die Patella­pelotte hilft mit ihren Massagenoppen, die Knieschmerzen bei Arthrose zu lindern.

Mobilität steigern und den Gesamtzustand verbessern: „Mit Bandagen zu Beginn verlieren wir nichts“

Ahmed Nagla bestätigt die sehr pragmatische Herangehensweise Henning Tammens an das Thema Bandagenversorgung: „Man muss bei Gonarthrose nicht gleich das gesamte Arsenal der konservativen Therapie auffahren“, gibt sich Ahmed Nagla abwartend. „Wenn es uns mit einer GenuTrain oder mit einer GenuTrain A3 im ersten Schritt gelingt, dem Patienten nur die Hälfte oder gar zwei Drittel seiner Beschwerden zu nehmen, ist das doch ein Riesenerfolg. Das hängt natürlich von seinen Zielen und dem Befund ab. Aber vor allem die 70-Jährigen, unsere größte Gonarthrose-Gruppe, die endlich wieder schmerzarm einkaufen gehen oder mit dem Hund raus wollen, freuen sich über Bandagen. Sie geben ihnen die Mobilität zurück. Und wenn es nicht gelingen sollte, können wir ja noch weitere Schritte gehen in der konservativen oder operativen Therapie. Mit Bandagen zu Beginn verlieren wir nichts, wir können nur gewinnen.“ Und tatsächlich: Viele der Patienten, berichtet der Orthopäde, seien mit der Bandagen-Sofortmaßnahme schon zufrieden.

„Um die GenuTrain und die GenuTrain A3 gibt es, speziell bei Gonarthrose, wenige Alternativen.“

Henning Tammen, Juniorchef des Sanitätshauses

Propriozeptiv-mobilisierender Zugriff auf Schmerzpunkte

Das schmerzende Knie wird durch Kompressionsbandagen wie die GenuTrain und GenuTrain A3 entlastet und stabilisiert. Bei Bewegung üben sie eine schmerzlindernde Wechseldruckmassage aus, die die Durchblutung fördert und die gelenkstabilisierende Muskulatur anregt. Das hilft, die Koordination und das Stabilitätsempfinden zu verbessern. 

Die Stärken der klassischen GenuTrain liegen vor allem in der neuromuskulären Aktivierung der Patienten mit allgemeineren Kniebeschwerden. Nach einer Verletzung oder Operation unterstützt die GenuTrain natürliche Bewegungsabläufe bei der Mobilisierung. Sie gibt dem Knie Halt und lindert Schmerzen im Kniegelenk. Hoffa-Spots und seitliche Meniskusflügel adressieren hier direkt schmerzsensible Areale des Knies, wie den Hoffa’schen Fettkörper oder die Menisken.

Die GenuTrain A3 bietet ein noch weitreichenderes Wirkspektrum, speziell bei Ar­thro­se: Sie eignet sich durch das weichere und Druck reduzierte Gestrick ideal für die Langzeittherapie und wirkt zusätzlich mit ihrer besonderen Silikonpelotte auf gonarthrose-typische Schmerzpunkte rund um die Patella. Die Funktionszonen massieren Schmerzbereiche an der Knieinnenseite und aktivieren die gelenkstabilisierende Muskulatur, speziell des Musculus vastus. Dies verbessert die Koordination und bewirkt einen deutlichen Rückgang der Beschwerden.

Das dürfte der Grund sein, warum die ­GenuTrain A3 von den Gonarthrose-Patienten des Sanitätshauses Tammen, nachdem sie mehrere Vergleiche anstellen konnten, am häufigsten genommen wird. Jüngere, sportliche Kunden greifen aufgrund der stabilisierenden Eigenschaften ebenfalls gerne auf die GenuTrain A3 zurück, weiß Henning Tammen.

„Der hyaline Knorpel heilt nicht“

Für die GenuTrain und die GenuTrain A3 dürfte zumindest in näherer Zukunft der Bedarf nicht weniger werden. „Der hyaline Knorpel heilt nicht“, an dieser Feststellung des Anatomen William Hunter, bereits aus dem Jahr 1760, hat sich bis heute nichts geändert, auch wenn operative Verfahren punktuell erfolgreich sind. Angesichts der längeren Lebensdauer ist in den nächsten Jahren mit einer Zunahme der Gonarthrose-Patienten zu rechnen. Viele Menschen, die unter starkem Übergewicht leiden, verschärfen die Situation. Auch Henning Tammen registriert eine Zunahme, die über den demografischen Effekt hinausgeht – interessanterweise bei jüngeren, sportlichen Menschen. Ein gesteigertes Leistungsdenken in der jüngeren Generation, die wenig auf den Körper achtet? Der Orthopädietechnik-Meister will nicht spekulieren. Er steht seinen Patienten mit Bandagen zur Seite.

GenuTrain

  • Lindert gezielt Knieschmerzen und aktiviert körpereigene Stabilisierungsmechanismen 
  • Omega+ Pad stimuliert mit zwei Komponenten in den Hoffa-Spots und seitlichen Meniskusflügeln intensiv den sensiblen Hoffa-Körper und die Meniskusbasis 
  • Stark strukturiertes Hoch-Tief-Gestrick sorgt für positionssicheren Sitz und flächendeckende propriozeptive Stimulation
  • Seitliche Kunststoffstäbe mit flexibler Beugezone und praktischen An- und Ausziehhilfen
  • Weiche, luftdurchlässigere Komfortzone in der Kniekehle und kompressionsreduzierte Ränder

GenuTrain A3

  • Unterstützt aktive Patienten frühzeitig bei Gonarthrose
  • Zwei-Komponenten-Pelotte stimuliert über Friktionszonen mit Noppen den gelenkstabilisierenden Musculus vastus medialis und die Tibiakante im Bereich des oft gereizten Pes anserinus. Ein Druckmassagepunkt der Pelotte wirkt auf den vorderen Kniespalt an der Knieinnenseite und hilft, Schmerzen im medialen Kapsel-Band-Bereich zu reduzieren. Zwei weitere Friktionspunkte der Pelotte wirken unterhalb der Kniescheibe auf den Hoffa-Körper, der an entzündungshemmenden Immunreaktionen beteiligt ist.
  • Angenehm zu tragen dank weicher Gestrickbindung und Komfortzone in der Kniekehle
  • Leichtes Anlegen dank Anziehhilfen und Dehnungszone an der Wade 
  • Positionssicherer Sitz durch anatomische Passform und Punkt-Silikonisierung

Bilder: Bauerfeind, Steffi Behermann

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