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Familienaufstellung am Knie: Fall II, GenuTrain P3 Permanenter Schutz für die Kniescheibe

Ausgabe 02/2015

Für sämtliche Arten von Beschwerden ist der Zeitpunkt ihres Auftretens: immer falsch! Da machen auch Instabilitäten am Knie keine Ausnahme. Die junge Patientin von Dr. med. Casper Grim, Oberarzt an der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie des Klinikums Osnabrück, erlebte so ein schlechtes Timing: Unmittelbar vor ihrem Ausbildungsbeginn geriet ihre Patella nun öfter aus der Bahn. Was tun? Nachdem sie zuvor erfolglos konservativ therapiert wurde, war dieser Schritt der richtige: Die 20-Jährige wandte sich an Dr. Grim, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Mit folgendem Befund:

Patellainstabilität , Patientin, 20 J., lt. Kasuistik Dr. Grim

Diagnose:

Rez. Patellainstabilität rechts, Sprechstunde mit Evaluation und Erhebung der primären und sekundären Risikofaktoren: TTTG 12 mm, Patella tilt  25°, Caton Dechamps-Index < 1,2, milde Trochleadysplasie Typ A nach Dejour, keine wesentlichen Achs- oder Rotationsfehlstellungen, adäquate muskuläre Ansteuerung, keine relevanten Knorpelschäden, positive Aprehension, deutliche Lateralisation/Subluxation der Patella bei 0–30°; zunehmend besser bei 30–60°.

Verlauf:

Die GenuTrain P3 zentriert mit einstellbarem Korrekturzügel die Kniescheibe und schützt sie vor lateralem Abdriften und Abkippen.
Die GenuTrain P3 zentriert mit einstellbarem Korrekturzügel die Kniescheibe und schützt sie vor lateralem Abdriften und Abkippen.

Dr. Grim sah bei der Patientin einen operativen Eingriff als grundsätzlich indiziert an. Aufgrund des anstehenden Ausbildungsbeginns wünschte die Patientin jedoch eine zeitversetzte Operation. An dieser Stelle brachte der Orthopäde die ­GenuTrain P3 ins Spiel: „Sie sollte die Zeit bis zur Operation überbrücken und die Patella vor lateralem Abdriften schützen.“ Die GenuTrain P3 (steht für Permanent Patella Protection) hilft bei Schmerzen aufgrund einer Fehlstellung der Kniescheibe (Patellalateralisation), bei vorderem Knieschmerz (femoropatellarem Schmerzsyndrom) oder bei Schmerzen durch das Patellaspitzensyndrom. Die Aktivbandage mit zwei eingearbeiteten Pelotten und einem einstellbaren Korrekturzügel hält die Kniescheibe in ihrer natürlichen zentrierten Position und gleicht gezielt die muskulären Dysbalancen aus, die eine Lateralisierung begünstigen. „Durch die stabile Patellaführung der GenuTrain P3 konnte die Patientin ihre beruflichen Termine wahrnehmen“, so der Arzt. „Sie bewirkte einen deutlichen subjektiven Stabilitätsgewinn.“ Nach erfolgreicher OP hat die Geschichte aber noch kein Ende: Die Patientin trägt die GenuTrain P3 auch noch danach, vor allem beim Sport. Wegen des „guten Gefühls“, wie Dr. Grim zu berichten weiß.

Dr. med. Casper Grim, Leitender Oberarzt an der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie des Klinikums Osnabrück
Dr. med. Casper Grim.

Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Dr. med. Casper Grim, Leitender Oberarzt an der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie des Klinikums Osnabrück, wurde 2014 als leitender Mannschaftsarzt ins deutsche Team bei den Olympischen Jugendspielen berufen. Grim war bereits 2010 bei der Premiere der Olympischen Jugendspiele in Singapur als leitender Mannschaftsarzt des deutschen Teams dabei. Die zweite Jugendolympiade fand im August 2014 im chinesischen Nanjing statt.

 

Bilder: Dr. Grim, Bauerfeind