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Familienaufstellung am Knie: Fall I, GenuTrain Beim Basketball wieder beschwerdefrei

Ausgabe 02/2015

Sport ist Lebensqualität. Diese Erkenntnis wird meist schmerzhaft klar, wenn seine Ausübung nicht mehr möglich ist. So erging es einem Patienten von Dr. med. Christoph Lukas, Orthopäde in Bietigheim-Bissingen. Die jüngere Leidensgeschichte des Patienten begann mit einem Sturz auf sein Knie. Das hatte allerdings eine Vorgeschichte: 2004 zog sich der leidenschaftliche Basketballspieler einen Riss des vorderen Kreuzbands zu. Nach der Rekon­struktion traten Schmerzen auf, vermehrt seit Sommer 2014, vor allem beim Bergabgehen: Gonarthrose, als Spätfolge der Kreuzbandruptur. Dann der Sturz direkt auf das Gelenk. An Basketballspielen war aufgrund der Schwellneigung ohne Hilfe erst einmal nicht zu denken, wie die Anamnese zeigte.

Gonarthrose, Befund Patient , 44 J., lt. Kasuistik Dr. Lukas

Reizloses linkes Knie mit dezentem Erguss, Ex/Flex 0-3-130, stabile Bandverhältnisse, negatives Meniskuszeichen, retropatellarer Druck- und Verschiebeschmerz bei zentrierter Patella, dezenter Druckschmerz, medialer Gelenkspalt.

44-jähriger Patient , Gonarthrose.
44-jähriger Patient , Gonarthrose.

Röntgen:

Linkes Knie in zwei Ebenen: arthrotische Veränderungen mit medialer und lateraler Osteophytenbildung sowie deutlicher Gelenkspaltverschmälerung und vermehrter subchondraler Sklerosierung. Deutliche Veränderungen auch retropatellar.

Therapie:

Kurzfristige (10 Tage) orale Diclofenac-Einnahme zur Schmerzlinderung (NSAR), einmalige i. a. Hyaluronsäureinfiltration am dritten Tag zur Schmerzreduktion. Verordnung einer Bauerfeind GenuTrain Aktivbandage für den Sport und bei größerer Belastung zur Stabilisierung und Schwellungsminderung. Dr. Lukas: „Sekundär ist die GenuTrain eine gute Maßnahme zum Aufbauen von Muskulatur, um über Bewegung langfristig der Arthrose ebenfalls entgegenzuwirken. Dazu diente eine Kombination mit gezielten Knieübungen, die dem Patienten postoperativ während der Reha gezeigt wurden.“

Verlauf:

„Die GenuTrain soll bei größeren Belastungen Halt geben“, so die Intention des Arztes.
„Die GenuTrain soll bei größeren Belastungen Halt geben“, so die Intention des Arztes.

Durch die NSAR-Einnahme und die Hyalu­ronsäureinfiltration konnte der akute Reizzustand beseitigt werden. „Die Genu­Train“, so Dr. Lukas, „soll bei größeren Belastungen Halt geben und einer erneuten Ergussbildung entgegenwirken.“ Vor allem eines sprach aus Sicht des Orthopäden für die Bandage: „Von meiner Tätigkeit als Teamarzt im Profibasketball weiß ich, dass die GenuTrain langlebiger ist und nicht so schnell verschleißt wie andere Bandagen. Sie hat eine gute Passform und ist gut verarbeitet. Durch die druckreduzierten Ränder rutscht sie nicht und rollt sich nicht auf. Die weiche Kniekehle ist angenehm beim Tragen.“ Der leicht übergewichtige Patient wurde darüber beraten, dass Basketball keine empfehlenswerte Sportart für sein Knie sei. Da seine Lebensqualität jedoch stark über seinen Sport , den er privat als Schiedsrichter und Jugendtrainer ausübt , definiert ist , wollte er hierauf nicht verzichten. Bei einer Kontrolle sechs Wochen nach dem Sturz berichtete er Dr. Lukas, aktuell wieder eine Stunde pro Woche beschwerdefrei spielen zu können – mit seiner als „sehr angenehm“ empfundenen GenuTrain.

 

Der Orthopäde Dr. med. Christoph Lukas ist Verbandsarzt des Basketballverbands Baden-Württemberg und Vorsitzender der Deutschen Basketballärzte (www.basketdocs.de).
Orthopäde Dr. med. Christoph Lukas.

Der Orthopäde Dr. med. Christoph Lukas ist Verbandsarzt des Basketballverbands Baden-Württemberg und Vorsitzender der Deutschen Basketballärzte (www.basketdocs.de). Aktuell betreut der Sportarzt die Crailsheimer Merlins (1. Basketball-Bundesliga) als Teamarzt. Als Turnierarzt war er bei der Basketball-Junioren-Europameisterschaft im Einsatz. Hauptberuflich ist der 41-jährige Sportmediziner leitender Arzt im Reha-Zentrum Hess in Bietigheim-Bissingen und betreibt dort eine orthopädische Privatpraxis.

 

 

 

Bilder: Udo Schönewald, Dr. Lukas