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ErgoPad system:s Die Schuheinlage im Baukastensystem

Ausgabe 02/2011

Zu den häufigsten Fußfehlstellungen gehören die verschiedenen Ausprägungen des Knick-Senk-Spreizfußes sowie der Hohlfuß. Mit der Weichschaumeinlage ErgoPad systems bietet Bauerfeind erstmalig ein neues Baukastensystem an. Es erlaubt, Ober- und Unterbauten indikationsgerecht für die patientenspezifischen Fußdeformitäten zu kombinieren.

„Auf ein solches Einlagenkonzept habe ich schon lange gewartet“, freut sich der Schuhmachermeister und Orthopädieschuhmacher Jörg Möller. Der Geschäftsführer von Schuhtechnik Möller im hessischen Kirchheim arbeitet seit einigen Wochen mit ErgoPad systems. Und das steckt dahinter: Für die gängigsten Indikationen stehen dem Orthopädieschuhtechniker fünf kurzsohlige und fünf langsohlige Unterbauten zur Auswahl. Weiterhin gehören zum Baukastensystem Deckschichten und Bezüge unterschiedlicher Materialien, Stärken und Formen. Aufgrund seines Fachwissens und seiner Erfahrung kann der Orthopädieschuhtechniker so die Einlage individuell aufbauen und die Patienten entsprechend ihrer Bedürfnisse versorgen.
Insgesamt hat die Werkstatt 302 Möglichkeiten, sich aus dem System mit verklebten, unverklebten Varianten oder mit Einzelbauteilen zu bedienen. „Die Variantenvielfalt ­­­ist klasse“, sagt Jörg Möller.

Dank der vielen Kombinationsmöglichkeiten kann ich ganz individuell
auf meine Kunden eingehen.“
(Jörg Möller)

Schuhmachermeister und Orthopädieschuhmacher Jörg Möller von Schuhtechnik Möller, Kirchheim, nimmt Maß. Das Längen­system der ErgoPad systems basiert auf dem französischen Stichmaß, das konform zur Längendefinition der Schuhindustrie geht.
Schuhmachermeister und Orthopädieschuhmacher Jörg Möller von Schuhtechnik Möller, Kirchheim, nimmt Maß. Das Längen­system der ErgoPad systems basiert auf dem französischen Stichmaß, das konform zur Längendefinition der Schuhindustrie geht.

„Für Patienten, die ich nicht mit gefrästen Einlagen versorgen kann, stehen mir mit ErgoPad systems nun neue Wege offen. Dank der vielen Kombinationsmöglichkeiten kann ich ganz individuell auf meine Kunden eingehen.“ Wie viele andere Einlagen wirkt auch die Ergo­Pad systems Fußfehlstellungen entgegen und lindert Beschwerden. Das Neuartige und Besondere an dieser Weichschaumeinlage ist , dass sie sich an der vorliegenden Fußdeformität und deren Ausprägung orientiert , individuell und bearbeitungsarm ist. Die Auswahl aus den umfangreichen Möglichkeiten erleichtert der zugehörige Konfigurator. In drei Schritten zeigt er alle verklebten Kombinationsmöglichkeiten aus Ober- und Unterbauten der Einlagen einschließlich der Artikelnummern.

Schritt für Schritt zur Einlage

Im ersten Schritt wählt der Orthopädieschuhtechniker, in welchem Schuh die Einlage getragen werden soll – Normal- oder Bequemschuh. Im nächsten Schritt ist die Indikation zu bestimmen. Vom leichten Senk- und Senk-Spreizfuß über den ausgeprägten Knick-Senk-Spreizfuß mit und ohne Fersenschmerz bis hin zum leichten/ mittleren Hohlfuß sind die fünf gängigsten Fußfehlstellungen (siehe Kasten) abgebildet. Der Indikation wird der Unterbau – das Herzstück der Einlage – zugeordnet. Die da­rin enthaltene Thermoversteifung stabilisiert das Längsgewölbe und stützt angenehm. Je nach Indikation sind die Unterbauten mit einer leichten bis erhöhten Fersenschale sowie einer Längsgewölbestütze versehen, die die Stellung des Sprunggelenkkomplexes korrigiert. Vermehrten Vorfußbeschwerden wirkt die anatomisch geformte Quergewölbe­pelotte entgegen.
Im letzten Schritt werden die verschiedenen Oberbauvarianten angezeigt , die verklebt zum jeweiligen Unterbau angeboten werden. Hier hat Bauerfeind bereits eine Vorauswahl getroffen, die sich in Basic, Standard und Pro unterteilt. So kann der Techniker entsprechend weiterer Patientenanforderungen, wie z. B. Druckempfindlichkeit , passend die Deckschicht und den Bezug auswählen. Der Patient erhält so eine genau auf sein Beschwerdebild abgestimmte orthopädische Einlage.

Einfach zu verarbeiten

Der Aufbau der neuen Schuheinlage ErgoPad systems richtet sich nach der Ausprägung der vorliegenden Fußdeformität.
Der Aufbau der neuen Schuheinlage ErgoPad systems richtet sich nach der Ausprägung der vorliegenden Fußdeformität.

Für Jörg Möller hat das Einlagensystem den Praxistest bestanden: „Die Einlagen lassen sich gut verarbeiten. Der Oberbau ist ausreichend groß, das Verkleben funktioniert schnell und zuverlässig – und ohne großen Druck ausüben zu müssen. Darüber hinaus lässt sich das Material sehr gut beschleifen.“ Für den Orthopädieschuhtechnikermeister bedeutet ErgoPad systems eine Arbeitserleichterung und eine Zeitersparnis. Auch die Bestellung über den Online-Shop sowie die zeitnahe Lieferung sind für Jörg Möller wichtige Argumente: „Da ich einen relativ kleinen Betrieb habe und mir keine großen Bestände ins Lager legen kann, bin ich auf schnelle Lieferzeiten angewiesen. Das klappt bei den Bauerfeind-Produkten bestens!“

 

 

 

 Fünf Indikationen, 302 Versorgungsmöglichkeiten

Das Einlagensystem ErgoPad system:s erlaubt eine individuelle, bearbeitungsarme und indikationsbezogene Versorgung der folgenden Fußdeformitäten:

  • Leichter Senk-Spreizfuß
  • Leichter Senkfuß
  • Ausgeprägter (Knick-)Senk-Spreizfuß
  • Ausgeprägter (Knick-)Senk-Spreizfuß mit Fersenschmerz
  • Leichter/mittlerer Hohlfuß

 

 


Bilder: Rainer Kraus, Bauerfeind