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Vielfältiges Einsatzspektrum von Bodytronic ID:CAM Qualität wirtschaftlich fertigen

Ausgabe 02/2020

Beim Modellieren individueller Fräseinlagen steht mit der Webanwendung Bodytronic ID:CAM ein modernes und flexibles Tool für den Orthopädie-Schuhtechniker zur Verfügung. Das bietet eine breite Palette an Gestaltungsoptionen, reproduzierbare Ergebnisse und deutliche Einsparungspotenziale – drei Anwender berichten in life über ihre Praxiserfahrungen.

„Wir versorgen Knickfüße, Plattfüße, Spreizfüße und bauen Verkürzungsausgleiche in allen Variationen, das klappt super“, so Martin Roth, Geschäftsführer der Schuhorthopädie Roth GmbH.

„Bodytronic ID:CAM ist bei uns täglich im Einsatz. Wir nutzen es bereits seit der Einführung in 2016, um individuelle Fräseinlagen herzustellen. Schon bei der Vorgänger-Software GloboCAD hatten wir langjährige Erfahrung, waren als Bauerfeind-Qualitätspartner auch in die Weiterentwicklungen eingebunden“, sagt Tino Sprekelmeyer, Geschäftsführer der Sprekelmeyer GmbH Orthopädie-Schuhtechnik und Sanitätshaus. An seinen Standorten in Osnabrück und Hagen am Teutoburger Wald versorgt er vornehmlich Kinder, Sportler und Arthrosepatienten mit orthopädischen Schuhen und Einlagen. „Wir bedienen natürlich die ganze Bandbreite an Indikationen, haben hier allerdings einen gewachsenen Schwerpunkt“, so Tino Sprekelmeyer, der das Traditionsunternehmen in dritter Generation führt und mit seinen aktuell 24 Mitarbeitern pro Monat über 200 Einlagenpaare fertigt. „Davon sind mehr als zwei Drittel Fräseinlagen, da wir damit am individuellsten versorgen können.“ Für deren Modellierung greift er auch auf die Unterstützung durch Bodytronic ID:CAM zurück. „Bei der täglichen Arbeit ist das Tool für mich wie ein praktischer, digitaler Werkzeugkasten. Und dank der Weiterentwicklung zur Webanwendung kann ich diesen nun ortsungebunden an jedem Rechner mit Internetzugang nutzen.“

Optionen für jeden Bedarf

Die Übernahme der Messdaten – sei es mittels 2D-Scan der Füße oder aus 3D-Digitalisierungen von Trittschaumabdrücken – funktioniert dank der entsprechenden Schnittstellen ganz einfach. Bei der Modellierung der Einlage bedient Tino Sprekelmeyer sich je nach Bedarf aus der frei modifizierbaren Modell- und Modulbibliothek, um die erforderlichen Topografien herzustellen. Dazu tragen beispielsweise die zur Verfügung stehenden Gewölbestützen, unterschiedliche Pelotten oder Intarsien sowie die nahezu stufenlose Bandbreite an Weichpolstermaterialien ihren Teil bei. „Durch den Einsatz von Pre-Designs geht das Modellieren von Einlagen mit Bodytronic ID:CAM einfacher und schneller. Dazu haben wir Bauerfeind-Vorlagen mit eigenen Eingaben für immer wiederkehrende Indikationen in der Bibliothek abgespeichert und stets einsatzbereit“, führt Tino Sprekelmeyer aus. Wichtig ist dem Orthopädieschuhtechnik-Meister aber dabei die Feststellung, dass die Software nicht die fachliche Expertise des Anwenders ersetzt: „Natürlich ist jede Einlage letztlich nur so gut, wie das, was mit Know-how im Programm modelliert wurde. Allerdings bietet die Webanwendung verschiedene Profile, die bei der Arbeit unterstützen.“ Vom „Basic“-Modul, in dem man weniger individuelle Einlagen dank vorgefertigter Makros einfach konfigurieren lassen kann, bis hin zum „Professional“-Modus, in dem alle Parameter eigenständig setzbar sind, können verschiedene Patienten mit unterschiedlichem Aufwand reproduzierbar versorgt werden. Im Profil „Advanced“ besteht auch die Möglichkeit, das Feedback von Bauerfeind-Technikern miteinzubeziehen. Tino Sprekelmeyer bilanziert: „Man kann sagen: Mit Bodytronic ID:CAM verschieben sich die Grenzen dessen, was sich digital modellieren lässt. Darüber hinaus spare ich Kosten, indem ich die verlängerte Werkbank bei Bauerfeind nutze. So können wir individuelle Einlagenversorgungen mit hohen Qualitätsstandards auch wirtschaftlich produzieren.“

Alle Daten jederzeit verfügbar

„Dank der Weiterentwicklung zur Webanwendung kann ich Bodytronic ID:CAM ortsungebunden an jedem Rechner mit Internetzugang nutzen“, sagt Tino Sprekelmeyer, Geschäftsführer der Sprekelmeyer GmbH Orthopädie-Schuhtechnik und Sanitätshaus.

„Die hundertprozentige Reproduzierbarkeit der Einlage ist in meinen Augen der größte Vorteil der Webanwendung“, sagt Andreas Hempel, Geschäftsführer Hempel GesundheitsPartner GmbH in Berlin. „Alle gespeicherten Daten sind jederzeit für spätere Versorgungen verfügbar. Wir können bei gleicher Fußsituation sozusagen auf Knopfdruck identische Fußbettungen mit der adäquaten Wertigkeit herstellen.“ Ein Vorteil sowohl für den Patienten als auch für das Unternehmen, das an 18 Standorten im Großraum Berlin mit insgesamt 200 interdisziplinären Mitarbeitern ein breites Leistungsspektrum und einen hohen Spezialisierungsgrad in den einzelnen Fachbereichen anbietet. Hohes Engagement, Schnelligkeit und vor allem Zuverlässigkeit verlangt er nicht nur von seinem Team, sondern auch von den Versorgungsprodukten, die er für seine Kunden fertigt – darunter mehr als 100 Fräseinlagen pro Monat. „Mit Bodytronic ID:CAM arbeiten wir seit gut zwei Jahren und seit über einem Jahr für etwa 10 Prozent unserer Einlagen mit dem Diabetes-Modul“, so Andreas Hempel, der ausführt, dass sie hierüber auf Basis des eingescannten Trittschaumabdrucks individuell modellierte Einlagenunterbauten als Grundlage für diabetesadaptierte Fußbettungen fertigen. Zusammen mit einer entsprechenden Deckschicht und einem Bezug würden die Orthopädieschuhtechnik-Meister die Einlagen exakt an die Bedürfnisse der Patienten anpassen. Gemeinsam mit seiner Schwester Sonja bildet Andreas Hempel die vierte Generation des familiengeführten Betriebs. Als die Wartungskosten der eigenen Fräsanlage unwirtschaftlich teuer wurden, entschieden sie sich, das Fräsen an Bauerfeind auszulagern und das Modellieren der Einlagen zu digitalisieren.

Nie mehr im Lager suchen

„Die hundertprozentige Reproduzierbarkeit der Einlage ist in meinen Augen der größte Vorteil der Webanwendung“, betont Andreas Hempel, Geschäftsführer Hempel GesundheitsPartner GmbH.

Dass die Hempel-Fachkräfte heute als Grundlage einen elektronischen Leisten nutzen, spart im Vergleich zum früheren Einsatz von Holz- oder Gießleisten zudem enorm viel Lagerfläche und erleichtert die Arbeit. Andreas Hempel: „Er ist für Folgeversorgungen jederzeit sofort abrufbar und muss nicht erst im Lager zwischen vielen anderen Leisten gesucht werden. Dank der Technik können wir auch Änderungen schneller vornehmen und müssen damit nicht erst an die Maschine.“ Vorteile sieht er außerdem bei der Dokumentation für die Abrechnung mit den Leistungsträgern. Der Datensatz des Leistens kann digital erzeugt und dem Kostenträger schnellstmöglich zur Verfügung gestellt werden. Die Webanwendung macht aber nicht nur das Arbeiten im Orthopädieschuhtechnik-Betrieb einfacher. Schneller und sauberer läuft der Versorgungsprozess nun auch für die Patienten, da in den meisten Fällen auf einen Gipsabdruck verzichtet werden kann. Diese wissen das zu schätzen, berichtet Andreas Hempel: „Wir punkten mit der Qualität der Versorgung und Schnelligkeit. Unsere Kunden sind von den digitalen Möglichkeiten einfach begeistert.“

 

Risikolose Einführung

Unabhängig von der Größe des Unternehmens oder von der Anzahl der Filialen – Bodytronic ID:CAM ist als Online-Lösung flexibel einsetzbar und eignet sich für Orthopädieschuhtechnik-Betriebe verschiedenster Ausrichtung und Größenordnung. Auch bei der Schuhorthopädie Roth GmbH im fränkischen Oberasbach setzt man auf die Webanwendung. „Bei den meisten Indikationen verwenden wir gefräste Einlagen. Zum Beispiel können wir mit Bodytronic ID:CAM hervorragend die Unterbauten für diabetesadaptierte Fußbettungen modellieren. Wir versorgen Knickfüße, Plattfüße, Spreizfüße und bauen Verkürzungsausgleiche in allen Variationen, das klappt super. Wir integrieren alles über die Anwendung und lassen es so fräsen, wie wir es brauchen. Die Fräseinlagen kommen dann genau so, wie geplant. Am Ende gibt es bei uns mit dem Einpassen in den Schuh nur noch das letzte Feintuning“, erläutert Martin Roth, seit Jahresanfang Geschäftsführer der Schuhorthopädie Roth GmbH. Mit seinen 25 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen hat er sich auf Einlagen- und Schuhversorgung sowie Bandagen und Kompressionsstrümpfe spezialisiert. Wie Tino Sprekelmeyer und Andreas Hempel führt er ebenfalls einen traditionsreichen Fachbetrieb in die Moderne.

Drei Profile für unterschiedliche Fertigungstiefen

Anwender können über verschiedene Profile den Mitwirkungsgrad beim Modellieren der Fräseinlagen wählen.

Basic*:
Übersenden der notwendigen Kundendaten und einiger Mindest­angaben. Bauerfeind übernimmt alle weiteren Schritte von der Modellierung bis zur Fertigung der individuellen Fräseinlagen.

Advanced:
Modellieren auf Basis der Kundendaten mit Hilfe einer Vielzahl vordefinierter Grund­modelle (Pre-Designs), die beliebig modifiziert werden können. Bauerfeind fertigt nach einer Überprüfung die individuellen Fräseinlagen.

Professional:
Modellieren auf Basis der Kundendaten mit Hilfe einer Vielzahl vordefinierter Grund­modelle (Pre-Designs), die beliebig modifiziert werden können. Bauerfeind fertigt ohne vorherige Prüfung die individuellen Fräs­einlagen.

* Das Profil „Basic“ ist in der Kategorie „Einlagen adaptiert für Diabetiker“ nicht verfügbar.

Schnelle Einarbeitung

Dank der intuitiven Bedienbarkeit der Webanwendung und der Schulung durch den Bauerfeind-Außendienst ging die Einführung von Bodytronic ID:CAM dabei in kürzester Zeit und absolut problemlos vonstatten. „Natürlich fertigen wir auf Wunsch auch noch traditionell Schicht um Schicht – manche ältere Patienten wollen mit ihren Gewohnheiten nicht brechen. Für den größten Teil nutzen wir heute aber die Softwarelösung“, so Martin Roth. Er fügt hinzu: „Wir erhalten damit beste und reproduzierbare Qualität. Wenn der Kunde mit seinen Einlagen zufrieden war, dann kann ich ihm genau die gleichen anfertigen. Dafür bekommen wir von unseren Kunden äußerst gute Resonanz. Sie freuen sich über die moderne Technik. Das spornt uns zusätzlich an.“ Aktuell modelliert das Unternehmen etwa 150 Fräseinlagen in der Woche. „Das ist nicht deutlich mehr als vorher, aber es ist deutlich einfacher“, betont Martin Roth. „Wir müssen nicht im Lager alles zusammensuchen, sondern bekommen die kommissionierte Ware just in time. Das spart richtig Geld, weil ich zum Beispiel nicht mehr die Schuhgröße 34 hundert Mal vorhalten muss. Ich erhalte das, was ich brauche.“ Und dank der kurzen Lieferzeiten – aktuell bei normalen Fräseinlagen 48 Stunden – einfacher und schneller als zuvor.

Start ohne Investitionsrisiko

Ein weiterer Punkt ist für Martin Roth ausschlaggebend, die kostenlose Webanwendung zu nutzen. Er konnte sich ohne Risiko von der Funktionstüchtigkeit selbst ein Bild machen: „Wir mussten nichts investieren, außer in eine Grafikkarte für den PC, um mit den 3D-Daten besser umgehen zu können. Wenn unsere Tests nicht gut gelaufen wären, würden wir dieses Tool nicht mehr nutzen.“ So aber zeigt er sich von der Leistungsfähigkeit des Programms sowie den Vorteilen des Einlagenfräsens bei Bauerfeind überzeugt: „Es funktioniert, also bestelle ich weiter.“

Qualität nach Maß

Die Vorteile von Bodytronic ID:CAM für Versorger und Patient entstehen durch die digitale Genauigkeit und Gestaltungsvielfalt der Systemlösung kombiniert mit der hohen Fachkompetenz und praktischen Erfahrung des Fachpersonals. Für die bestmögliche Qualität im Sinne des beruflichen Standards berücksichtigt der Anwender bei jeder neuen Versorgung den aktuellen Fußstatus und kann vorhandene Daten für Versorgungsvergleiche nutzen.

Link zur Webanwendung:
idcamrev2.bauerfeind.com

Bilder: Bauerfeind, Steffi Behrmann, Andreas Wetzel


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