Einlagen/ Messtechnologie

„Wir bieten etwas Einzigartiges“

Einlagenversorgung mit Bodytronic ID:CAM in Dänemark

Von Bauerfeind Life Magazin

Kurz & knapp Die Webanwendung Bodytronic ID:CAM zur Modellierung von Einlagen hat Karsten Høgh schnell überzeugt. Der Inhaber des „Fysio-shop.dk“ im dänischen Hadsten beschreibt das Verfahren als „einzigartig genau“ und freut sich über hohe Kundenzufriedenheit. Diese drei Hauptmerkmale zeichnen den Herstellungsprozess mit dem Bodytronic ID:CAM aus:

  • Individuell: Fräseinlagen werden auf Basis digitaler Messdaten modelliert
  • Präzise: millimetergenaues Modellieren am Bildschirm und präzise Fertigung
  • Schnell: digitaler Datentransfer zu Bauerfeind und kurze Produktionszeiten
Um noch mehr Patienten mit individuellen Fräseinlagen zu versorgen, hat Physiotherapeut Karsten Høgh ein Zertifizierungsprogramm für weitere Fachhändler in Dänemark entwickelt.

Bodytronic Dänemark

So geht Teamwork: Am Bildschirm konfiguriert Karsten Høgh vom dänischen „Fysio-shop.dk“ präzise Fräseinlagen mit Bodytronic ID:CAM. Gefertigt werden sie nach seinen Vorgaben in Zeulenroda. Seine Kunden sind so angetan, dass der Bauerfeind-Distributor ausgewählte dänische Händler für das Bedienen der Webanwendung schult.

„Echt klasse!“ Begeistert springt der 29-jährige Handballer auf und ab, sprintet ein paar Meter hin und her. Strahlt. Freitagmorgen in der Physio-Abteilung von „Fit&Sund“, eines Gesundheitszentrums mit einer Vielzahl von modernen Trainings- und Rehabilitations-angeboten im dänischen Skanderborg: Lars Skaarup probiert gerade seine ersten Bauerfeind-Einlagen an, hergestellt mit ­Bodytronic ID:CAM. Ein Strahlen huscht auch über das Gesicht von Kathja Rasmusen. Die zertifizierte Sport-Physiotherapeutin hatte eine gute Woche zuvor, nach einer ausführlichen Untersuchung, die Fußabdrücke von Lars Skaarup mit einem Trittschaum genommen und zu Karsten Høgh nach Hadsten geschickt.

Karsten Høgh ist Physiotherapeut, MDT-Therapeut nach der McKenzie-Methode und Inhaber des „Fysio-shop.dk“ im dänischen Hadsten.

Der Inhaber des „Fysio-shop.dk“ mit integriertem ­Bauerfeind Performance-Center erstellte mit Bodytronic 600 einen 3D-Scan der Fußabdrücke vom Trittschaum. Die Scandaten spielte er anschließend in die Webanwendung ein, worauf Kathja Rasmusen wiederum direkt zugreifen kann. Sie konfigurierte und modellierte Details, wie die Höhe der Einlagen, Topologie, Material, Eigenschaften und besondere Ausstattungsmerkmale – und gab per Knopfdruck Lars Skaarups Einlagen bei Bauerfeind in Zeulendroda in Auftrag. So funktioniert Präzisionsarbeit mit Bodytronic ID:CAM – auch über Ländergrenzen hinweg.

Unzählige Möglichkeiten

„Mit Bodytronic ID:CAM bieten wir etwas Einzigartiges“, stellt Karsten Høgh fest. 2011 eröffnete der Physiotherapeut seinen „Fysio-shop.dk“, eine physiotherapeutische ambulante Spezialklinik inklusive Sanitätsfachhandel. Er ist spezialisiert auf Sportverletzungen und Rehabilitation, bietet Diagnose, Behandlung und Beratung. Als exklusiver Distributor in Dänemark ­vertreibt er die gesamte Bauerfeind-Produktpalette. Von den individuell gefrästen Einlagen ist er begeistert – ebenso wie seine Kunden. Denn statt einer Standardform sind die Maßeinlagen passgenau auf ihre Füße zugeschnitten. „Es gibt so unglaublich viele Möglichkeiten“, schwärmt der 46-Jährige. „Die Präzision bei der Datenaufnahme und bei der Bearbeitung der Einlagen erzielt eine nahezu 100-­prozentige Erfolgsquote. Das habe ich in über 20 Berufsjahren nie zuvor erlebt.“

Geschult wurde er in der Bauerfeind-Akademie, wo er regelmäßig Auffrischungstermine wahrnimmt – digital oder vor Ort. Schnell war dem agilen Freizeitsportler klar: Von diesem Angebot sollten Patienten überall in Dänemark profitieren. Also entwickelte er ein neues Modul für sein Zertifizierungsprogramm, um weitere Therapeuten für ­Bodytronic ID:CAM fit zu machen – zunächst seine beiden Mitarbeiter im „­Fysio-shop.dk“ sowie zwei Händler in Struer und Morsø, zuvor aber Kathja Rasmusen und Tina Lindholdt.

Tina Lindholdt und Kathja Rasmusen von „Fit&Sund“.

Die beiden gehören zum 14-köpfigen Physiotherapeuten-Team bei „Fit&Sund“, einem das landesweit größten Fitness- und Reha-Zentren, der unter anderem auch Personal Training und Ernährungsberatung anbietet. Stylishes skandinavisches Design und eine lässige Atmosphäre prägen das moderne Center. Kunden loggen sich am Computerbildschirm ein, Speedbikes surren. Spezielle Aufsteller präsentieren Bauerfeind-Produkte. Beim Kaffee erzählen die beiden Mittdreißigerinnen von ihren Erfahrungen. „Karsten hat uns vor Ort zwei Tage lang geschult“, erklärt Tina Lindholdt, Spezialistin für muskuloskelettale Physiotherapie. „Dabei ging es erst um Theorie und im praktischen Teil haben wir unsere eigenen Einlagen hergestellt.“ Für die abschließende Qualifizierung besuchten sie einen Online-Workshop bei Bauerfeind.

Etwas Technikbegeisterung gehört dazu

Das war Anfang 2021. Seitdem sind die beiden überzeugte Anwenderinnen des Systems. Zum Scannen der Trittschäume nutzen sie das Bodytronic-600-Messsystem im „Fysio-shop.dk“. Das wird bald noch mehr im Einsatz sein, denn Karsten Høgh plant, nach und nach weitere Händler auszubilden: „Mein Ziel sind zehn bis zwölf, verteilt über ganz Dänemark.“ Sie sollen, genau wie Kathja Rasmusen und Tina Lindholdt, die Module im Rahmen der individuellen Modellierung anwenden können (siehe Kasten), also „ein bisschen nerdig sein“, wie er schmunzelnd hinzufügt.

„Nach fünf Arbeitstagen ist die Einlage meist schon bei uns“, berichtet Kathja Rasmusen. „Dann bestellen wir den Patienten zum Termin und probieren die gefrästen Rohlinge an.“ Einen letzten Feinschliff erhalten die Einlagen an der Fräsmaschine. Zum Service gehört auch ein abschließender Kontrolltermin nach etwa zwei Wochen Tragezeit. „Meistens sind die Kunden aber so zufrieden, dass sie den Termin absagen“, lacht Kathja Rasmusen. „Oder sie bringen gleich noch ein Paar Schuhe mit, für die sie auch Sohlen haben wollen.“ Denn das ist ja das Praktische: Die Einlagen sind einfach reproduzierbar.

„Karsten hat uns vor Ort zwei Tage lang geschult. Dabei ging es erst um Theorie und im praktischen Teil haben wir unsere eigenen Einlagen hergestellt.“ Kathja Rasmusen

Schließlich vertrauen nicht nur Profisportler wie Lars Skaarup oder Rasmus Henriksen, Torwart der Handballmannschaft Mors-Thy, den Einlagen. Der 21-Jährige lässt nach einem Kreuzbandriss vor zwei Jahren regelmäßig seine Lauf-, Handball- und Freizeitschuhe im „Fysio-shop.dk“ neu ausstatten. Er schwört auf den perfekten Halt, den ihm die Einlagen geben: „Sie sind ganz genau für meine Füße geschaffen, das merkt man.“ Die Einlagen sollen außerdem einen erneuten Kreuzbandriss verhindern, erklärt Karsten Høgh, während er den aktuellen Scan von Rasmus Henriksens Fußabdruck am Bildschirm bearbeitet – mit etwas Routine dauert das circa 15 Minuten. Für die vorausgehende Untersuchung samt Abdruck rechnet er eine Dreiviertelstunde.

Die meisten Dänen sind Selbstzahler

Außer Kreuzband- stehen Knie- oder Meniskusverletzungen auf der Leidensliste der Sportler in der Kundenkartei. Auch Probleme mit Achillessehne, Schienbein oder Fersensporn sowie Entzündungen aller Art werden oft genannt. In der „breiten Bevölkerung“ wiederum beobachten die Dänen unter anderem Hohl- oder Plattfüße, Arthrose, Hüft- oder Rückenprobleme – angeboren oder ausgelöst durch Übergewicht, Diabetes, Schwangerschaft. Sehr bewegt hat Tina Lindholdt eine junge Krebspatientin, die nach der Chemotherapie an Polyneuropathie litt und gerade mal 100 Meter zu Fuß zurücklegen konnte: „Unsere Einlagen haben ihren gefühllosen Zehen neuen Halt gegeben und heute kann sie wieder vier bis fünf Kilometer gehen!“ In diesem Fall leistete die öffentliche Hand einen Zuschuss. Das gilt ebenso bei anderen ernsten Diagnosen, Behinderung oder Arbeitslosigkeit.

In der Regel zahlen neun von zehn Dänen ihre Schuheinlagen aber aus eigener Tasche. Ein Pluspunkt für Bauerfeind-Produkte, die sich durch Qualität und lange Haltbarkeit auszeichnen. Weshalb Kunden den attraktiv gestalteten, hellen „Fysio-Shop“ in Hadsten wieder aufsuchen, wenn ihre Einlagen abgenutzt sind. Und ihn weiterempfehlen. Keine Frage, dass Karsten Høgh auch für sich selbst Einlagen mit Bodytronic ID:CAM herstellt: „Ich trage Bauerfeind-Einlagen in meinen Rad-, Golf- und Alltagsschuhen.“ Er weiß schließlich am besten, was er daran hat.

Bodytronic ID:CAM: Beachtliche Vielfalt

Präzision, Gestaltungsvielfalt, kurze Produktionszeiten: Diese Hauptmerkmale machen Bodytronic ID:CAM auch für Anwender außerhalb Deutschlands so attraktiv. Über die Webanwendung senden Fachhändler die Bestellung für individuell modellierte ­Fräseinlagen zur Produktion nach Thüringen. Bei der Konfiguration stehen ihnen drei Profile zur Verfügung: Basic: Es genügen Pflichtangaben zu Material, Form und Schuhgröße, die Einlage wird von Bauerfeind-Experten modelliert. Advanced: Geeignet für Orthopädie(schuh)techniker, die beim Modellieren auf Module und Modelle der Bibliothek zurückgreifen. Die digital erstellte Fräseinlage wird bei Bauerfeind vor der Produktion auf Fräsbarkeit geprüft. Professional: Der Anwender konfiguriert und modelliert die Einlage selbst, der Auftrag geht direkt in die Produktion. Kleinere Anpassungen an den Einlagen erledigt der Händler an einer Schleifmaschine. So kombiniert Bodytronic ID:CAM digitale Präzision mit der Fachkompetenz und praktischen Erfahrung seiner Anwender. Die Zertifizierung für die kostenlose Webanwendung in der Bauerfeind-Händlerakademie dauert eineinhalb Tage. Mehr Informationen auf https://idcamrev2.bauerfeind.com

Bilder: Jens Erik Baek

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