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Bauerfeind-Markenbotschafter Dirk Nowitzki „Auf die Signale des Körpers hören“

Ausgabe 03/2018

Stolze 2,13 Meter misst Basketballprofi Dirk Nowitzki. Was auf dem Platz ein Vorteil ist, kann bei Kleidung oder Hotelbetten schon mal ein Nachteil sein. Mit life sprach der Bauerfeind-Markenbotschafter über Größe, individuell angefertigte Hilfsmittel, körperliche Belastungen im Leistungssport und seine Verbundenheit zu den Dallas Mavericks.

Welche Vorteile hat Ihre Größe außerhalb des Basketballsports?

Dirk Nowitzki: Ich werde selten übersehen und habe eigentlich immer einen recht guten Überblick. Man bekommt definitiv ein spezielles Selbstbewusstsein, wenn man mit der Zeit ein gutes Körpergefühl entwickelt und sich mit seiner Größe arrangiert hat.    

Stoßen Sie sich manchmal eigentlich noch den Kopf?

Dirk Nowitzki: Nein, eigentlich nicht mehr. Man bekommt über die Jahre schon so etwas wie Raumgefühl. Das Kopfeinziehen ist zur Routine geworden, darüber denkt man gar nicht mehr nach.

Welche XXL-Probleme haben Sie (noch)?

Dirk Nowitzki: Manchmal bei Klamotten und Schuhen abseits der Sportbekleidung. Aber auch Betten in Hotelzimmern oder längere Reisen sind immer mal wieder problematisch.

Unser Fokus beschäftigt sich mit individueller Versorgung und maßgefertigten Produkten. Was ist bei Ihnen alles maßgefertigt?

Dirk Nowitzki: Die meiste Zeit trage ich Sportkleidung von Nike, meinem Ausrüster, der jetzt erfreulicherweise auch wieder Ausrüster der NBA ist. Da passt alles aus dem Karton und von der Stange, die hier in den USA sowieso etwas höher hängt. Meinen Hochzeitsanzug und weitere Anzüge habe ich mir aber tatsächlich maßschneidern lassen. Aber ich habe jetzt keinen eigenen Maßschneider.

In welchen Phasen nutzen Sie individuelle Hilfsmittel: im Training, im Wettkampf, bei der Regeneration?

Dirk Nowitzki: Eigentlich in allen drei genannten Bereichen. Bauerfeind hat mir fast alle Produkte, die ich benötige, individuell angefertigt. Insofern passen sie optimal und gehören mittlerweile zu meiner Ausrüstung wie Schuhe und Socken.

Wenn Sie eine individuelle Versorgung erhalten, was ist Ihnen dann am wichtigsten: Wirksamkeit, Komfort, Design, Farbe?

Dirk Nowitzki: Natürlich vor allem die Wirksamkeit, gefolgt vom Komfort. Ich will nicht sagen, dass mich Design und Farbe überhaupt nicht interessieren, aber vor allem muss das Produkt leisten, was es verspricht. Wenn dann auch noch die anderen Aspekte passen, umso besser.

Only in Dallas: Seit 1998 ist Dirk Nowitzki für die Dallas Mavericks aktiv.
Only in Dallas: Seit 1998 ist Dirk Nowitzki für die Dallas Mavericks aktiv.

Was ist Ihr Trick als großer Mann beim Anziehen einer Fußbandage?

Dirk Nowitzki: Trick kann man das nicht unbedingt nennen, das ist harte Arbeit. Ganz ehrlich, ab und zu lasse ich mir aber auch von unserem Physio helfen.

Sie sind bist jetzt über 40. Ab wann wurde es langsam mühsamer, fit zu bleiben bzw. fit zu werden für eine neue Saison?

Dirk Nowitzki: Seit vier, fünf Jahren merke ich es im Sommer schon deutlicher. Wenn wir nach der Spiel- und Trainingspause dann die Vorbereitung auf eine neue Saison starten, muss ich mich Jahr für Jahr schon etwas mehr überwinden. Aber wenn ich dann spüre, wie Energie, Beweglichkeit und die Lust am Basketball schon nach kurzer Zeit wieder zurückkehren, steigt die Vorfreude auf die neue Saison mit jedem Tag an. Auch auf die 21. Saison.

Was machen Sie am Allerliebsten nach einem anstrengenden Spiel?

Dirk Nowitzki: Das hat sich natürlich durch die Kids stark verändert. Heute freue ich mich schon auf der Fahrt nach Hause auf Zeit mit ihnen. Zwar tut mir nach einem Spiel manchmal alles weh und das Rumtoben ist dann schon etwas beschwerlicher, aber im Umfeld der Kids entspanne ich vor allem auch mental ganz schnell. Das hilft doch sehr, die Spannung abzubauen.

Was müssen Sie heute mehr für die Prävention machen als vielleicht vor 15 oder 20 Jahren?

Dirk Nowitzki: Ich habe schon immer viel Zeit investiert, um meinen Körper auf die Belastungen vorzubereiten, deshalb ist es heute nicht viel mehr als früher. Dehnen, dehnen und noch einmal dehnen, das ist einfach das A und O. Und natürlich Stabilisationsübungen. Auch tägliche Massagen und manuelle Therapie gehören einfach dazu.

Erfolgreiche Sportler sind Vorbilder. Sind sie das Ihrer Meinung nach auch bei der Selbstverantwortung für ihren Körper – vielleicht sogar als „Gesundheitsbotschafter“?

Dirk Nowitzki: Leistungssport ist eine sehr intensive Belastung für den Körper, da darf man sich nichts vormachen. Ich habe Schmerzen in fast jedem Gelenk meines Körpers, aber das ist nach über 20 Jahren wohl normal. Egal, welchen Sport man auf wirklich hohem Niveau betreibt, man bewegt sich sehr häufig im körperlichen Grenzbereich, manchmal überschreitet man diese Grenzen sogar. Man lernt, mit Schmerzen umzugehen, sie in gewissen Situationen auch zu ertragen, zu akzeptieren. Aber das geht definitiv nur, wenn man medizinisch optimal betreut wird. Das ist natürlich nicht vorbildlich für den Freizeitsportler oder den jungen ambitionierten Athleten, die unbedingt auf die Signale ihres Körpers hören sollten.

„Egal , welchen Sport man auf wirklich hohem Niveau betreibt , man bewegt sich sehr häufig im körperlichen Grenzbereich.“
Dirk Nowitzki

Sie spielen jetzt Ihre 21. NBA-Saison mit den Dallas Mavericks. Noch nie hat ein Spieler so viele Saisons hintereinander im selben Verein bestritten: Welche Dinge sind an dem Klub so besonders, dass Sie nicht wechseln wollten?

Dirk Nowitzki: Es ist das Gesamtpaket, das immer wieder aufs Neue den Ausschlag für die Mavs gab. Ich habe hier den größten Erfolg meiner Karriere erleben dürfen, großartige Persönlichkeiten kennengelernt, die zu meinen Freunden wurden, und immer den Respekt der Fans gespürt. Die Klubverantwortlichen haben auch in schwierigen Zeiten an mich geglaubt, mir vertraut und mich als Mensch und Sportler gleichermaßen wertgeschätzt. Ich war nie nur Spieler, sondern immer ein Teil des großen Ganzen hier in Dallas. Zudem fühlen wir uns als Familie sehr wohl in der Stadt. Es hat einfach immer gepasst. Ich weiß sehr zu schätzen, was ich hier in Dallas habe.    

Wie schätzt Sie Ihre Perspektiven für die neue Saison ein?

Dirk Nowitzki: Wir haben mit Luka Doncic unseren absoluten Wunschspieler im Draft und mit DeAndre Jordan von den Los Angeles Clippers einen sehr erfahrenen Free Agent nach Dallas holen können. Zusammen mit Harrison Barnes und Dennis Smith Jr. bilden die beiden Neuen ein wirklich vielversprechendes Fundament für die Zukunft. Ich habe ein gutes Gefühl, dass wir wieder mehr Spiele gewinnen werden und die Playoffs wieder in Reichweite sind, auch wenn der Westen in der kommenden Saison insgesamt wieder deutlich stärker sein wird.

Sollten Ihre Kinder mal Ambitionen haben, in Ihre Fußstapfen zu treten: Wie würden Sie reagieren, wenn sie auch Profisportler werden wollen?

Dirk Nowitzki: Sollten sie irgendwann einmal diese Perspektive und Ambition haben, werde ich sie natürlich auf ihrem Weg unterstützen. Der Sport hat mir so unglaublich viel gegeben, ist viele Jahre das Wichtigste in meinem Leben gewesen und macht mir auch mit 40 immer noch Spaß. Da kann ich meinen Kids ja nicht wirklich sagen, sie sollten besser die Finger davon lassen.

Werden Ihre Kinder eigentlich auch mal so groß?

Dirk Nowitzki: Es zeichnet sich im Moment noch nicht ab. Für die Buben wäre das sicher nicht schlecht, aber bei Malaika hoffe ich doch eher, dass sie nicht ganz so groß wird. Untersucht haben wir das bisher jedenfalls nicht, da sind wir vollkommen entspannt.

Bilder: Bauerfeind


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