Arthrose·Orthesen

»Eine Alternative in einem sich entwickelnden Markt«

Seeger Sachsen GmbH, Dresden

Von Bauerfeind Life Magazin am 03.03.2023

Kurz & knapp Jürgen Goldberg, Orthopädietechnikermeister und geschäftsführender Gesellschafter der Seeger Sachsen GmbH, schätzt die gute Passform, Funktionalität und hohe Wirksamkeit der Hüftorthese CoxaTrain. Zusammen mit seinem  Team verfügt er über gute Versorgungserfahrungen bei unterschiedlichen Patientengruppen. Die aktive Generation Ü 50, die sich beim Freizeitsport mit Unterstützung der CoxaTrain wohler fühlt. Ältere Arthrose-Patienten, die eine Hüft-OP hinauszögern oder auf einen Termin zur zweiten TEP warten. Sie tragen die CoxaTrain übergangsweise zur Schmerzlinderung und Stabilität. Hochbetagte, die eine OP aus verschiedenen Gründen ablehnen, mithilfe der CoxaTrain aber ihren Alltag weitgehend selbstständig meistern und die Sicherheit bei kleineren Gehstrecken schätzen.

Vom ambitionierten Freizeitsportler über den klassischen Hüft-TEP-Patienten, der den Gelenkersatz noch hinauszögern will, bis zur betagten Schmerzpatientin – die CoxaTrain hilft nach Jürgen Goldbergs Erfahrung, die Möglichkeiten der konservativen Therapie bei Coxarthrose auszuschöpfen.

„Die CoxaTrain ist für die Hüfttherapie ein großer Wurf. Eine Alternative in einem sich entwickelnden Markt, die Auswahl bietet“, sagt Jürgen Goldberg, Orthopädietechnikermeister und Geschäftsführer des Sanitätshauses Seeger Sachsen. „Sie ist funktional und für Patienten einfach handhabbar, hat wenig Volumen, hohen Tragekomfort und wirkt.“ Und darauf komme es schließlich an, damit Orthopädietechnik nicht im Schrank liegt. 

Die Kunden, die das moderne Sanitätsfachgeschäft hinter der denkmalgeschützten Fassade in der Dresdner Neustadt bei Coxarthrose mit Orthesen versorgt, könnten unterschiedlicher kaum sein. Da ist der agile Jogger mittleren Alters, dem die Hüfte schmerzt. Eine ganz neue Klientel, wie Jürgen Goldberg beobachtet hat: „Die Generation zwischen 50 und 65 Jahren hat höhere Ansprüche an die eigene Mobilität.“ Sie hört mehr in sich hinein, geht eher zum Arzt und erhält frühzeitiger die Diagnose. Diese Gruppe trägt die Orthese eher beim Sport oder Wandern zum Schutz, um besser Belastungsmomente auszugleichen.

Die größte Patientengruppe sind die etwas Älteren, ab 70 Jahren aufwärts, die noch aktiv sind und eine notwendige Hüft-OP hinauszögern möchten. „Diese Patienten haben die Chance, mit der Orthese Jahre zu gewinnen. Das ist für ihre behandelnden Ärzte eine sinnvolle Lösung, weil sie leitliniengerecht alle Möglichkeiten der konservativen Therapie ausschöpfen können“, sagt Jürgen Goldberg. Auch kurzfristig gibt es Bedarf im präoperativen Einsatz, zum Beispiel um die Wartezeit bis zum Eingriff – wie etwa für die zweite TEP auf der anderen Seite – zu überbrücken. Schließlich gibt es noch die Patientengruppe der Hochbetagten, die einen Eingriff aus verschiedenen Gründen für sich ablehnen, aber mit der stabilisierenden Wirkung der CoxaTrain gut leben können und zum Beispiel bei Inkontinenz mit der Kon­struktion der Orthese im Alltag besser klarkommen als mit anderen.

Das passende Hilfsmittel für Sicherheit im Alltag

Jürgen Goldberg und sein Team geben jedem Arthrosepatienten mit Rezept Gelegenheit, verschiedene Orthesen auszuprobieren und in Rücksprache mit dem Verordner das passende Hilfsmittel zu finden. Dazu gehört auch, dass die Patienten bei Bedarf ein Muster für zwei bis drei Tage mit nach Hause nehmen können. Das hat aus Erfahrung gleich mehrere Vorteile: Im Gegensatz zu den barrierefreien Bedingungen im Sanitätshaus, können sie Alltagsabläufe im eigenen Umfeld austesten. Außerdem möchten sie die Handhabung vielleicht mit Pflegepersonal oder Angehörigen in Ruhe ausprobieren. Und der dritte Punkt: Die meisten Patienten spüren bei der CoxaTrain zwar bereits bei den ersten Schritten Halt, Entlastung und Stütze, sogar im Rücken. Aber: „Die Schmerzreduktion, die auch das Sicherheitsgefühl verstärkt, benötigt eine gewisse Zeit“, erklärt Jürgen Goldberg. Je nach Bedarf sind ein oder zwei Kontrolltermine vorgesehen. „Das ist unser Mehr an Service“, betont der Geschäftsführer. „Ausführliche Beratung und Begleitung sind unumgänglich, denn für die meisten ist es die erste Versorgung.“

Hüftorthetik erklären und ansprechen

Das Einzugsgebiet der vier Niederlassungen, von denen sich zwei in Dresden und zwei im sächsischen Neustadt befinden, ist relativ groß. „Wir haben hier auch Kunden aus dem ländlichen Raum“, berichtet Jürgen Goldberg. Darüber hinaus versorgen er und sein Team Patienten im Krankenhaus und machen Hausbesuche. Denn nicht jeder Kunde ist in der Lage, zur Anprobe und Anpassung in den Laden zu kommen.

Typische Patientenfragen betreffen meist die Tragedauer. „Ich erkläre immer, die Orthese auf jeden Fall in Belastungsphasen anzulegen, also bei der Haus- oder Gartenarbeit oder auch längerem Spazierengehen“, so der Orthopädietechnikermeister. „Bei akuten Schmerzen empfehle ich die Orthese für den ganzen Tag.“ Wie regelmäßig die CoxaTrain getragen wird, zeigt sich unter anderem daran, dass sie bei Seeger Sachsen bereits mit Folgeversorgungen zu tun haben – in der Regel nach einem Jahr. „Dennoch muss die Hüftorthetik noch viel angesprochen werden, bis – wie bei Gonarthrose – bekannt ist, was konservativ möglich ist.“

CoxaTrain lindert Hüftschmerzen bei Bewegung 

Die Hüftorthese CoxaTrain unterstützt die Bewegungstherapie bei Coxarthrose, rheumatoider Arthritis oder Impingement-Syndrom der Hüfte. Sie entlastet beim Gehen und bewirkt eine signifikante Schmerzreduktion im Lenden-Becken-Hüft-Bereich mit positiven Effekten auf die funktionelle Kapazität. Die Orthese umschließt mit zirkulärer Kompression den Beckenring, stabilisiert die Hüfte sowie den unteren Rücken und hilft, die oft schmerzenden Iliosakralgelenke (ISG) zu entlasten. Zwei ISG-Friktionspelotten, das Gluteal Pad und das bewegliche Trochanter Pad massieren beim Gehen und entspannen so die bewegungsausführende Muskulatur.

Die Wirksamkeit der CoxaTrain bestätigen erste Studienergebnisse von Steingrebe et al., die im Open-Access-Fachjournal „Frontiers in Bioengineering and Biotechnology“ veröffentlicht wurden. In einem kontrollierten, randomisierten Design untersuchten die Wissenschaftler vom BioMotion Center des Instituts für Sport und Sportwissenschaften am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) die Effekte der Orthese: Sie senkte nach sieben Tagen Tragezeit den Nachtschmerz um 17,8 Prozent, die Schmerzen beim Gehen um 28,6 Prozent. Die Gehstrecke verlängerte sich um 5,2 Prozent. Eine Zusammenfassung ausgewählter Ergebnisse der Publikation ist als digitales Whitepaper erhältlich über: 

Bilder: Thomas Lebie, Bauerfeind

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