Arthrose·Orthesen

Orthopädietechnik zum Anfühlen

rahm Zentrum für Gesundheit, Bergneustadt

Von Bauerfeind Life Magazin

Kurz & knapp

  • Im Sanitätshaus rahm können Patienten die Hüftorthese CoxaTrain für zwei Wochen zur Probe tragen, um ihre stabilisierende und schmerzlindernde Wirkung im Alltag kennenzulernen. Das erhöht nach ersten Erfahrungen von Orthopädietechnikermeister Tobias Kautz die Compliance erheblich.
  • Arthrose-Patient Hans-Peter Schneider hat sich während der Testphase von den Vorteilen der Hüftorthese überzeugt: „Die CoxaTrain unterstützt meinen Rücken und gibt mir Stabilität beim Wandern. Das trägt viel dazu bei, dass ich aktiv bleibe.“

Um die Wirkung der CoxaTrain und den Umgang damit im eigenen Alltag kennenzulernen, bietet der Fachhändler rahm Coxarthrose-Patienten ein zweiwöchiges Probetragen an. Für Hans-Peter Schneider das richtige Angebot, um zu sehen, ob die Orthese seiner „Problemhüfte“ nach Wechsel-OP helfen kann und sich ein Tragen für ihn lohnt.

Die Schräge vor dem Sanitätshaus rahm in Bergneustadt dient Tobias Kautz und Hans-Peter Schneider als Teststrecke, um zu sehen, wie die Orthese bei Bewegung wirkt. 

Testwochen einmal im Jahr, Vorträge bei Selbsthilfegruppen, Social-Media-Themenwelten – um die Scheu vor Orthesen als möglichen Baustein in der Arthrosetherapie zu nehmen, setzt rahm auf Aufklärung und die aktive Kommunikation mit Betroffenen. In den knapp 50 Filialen, die sich über ganz Nordrhein-Westfalen und bis nach Rheinland-Pfalz verteilen, erwartet Patienten ein ganzheitliches Versorgungskonzept mit umfangreichem Hilfsmittelportfolio zum unverbindlichen Ausprobieren.

„Die CoxaTrain trägt dazu bei, dass ich aktiv bleibe. Ich würde sie jedem empfehlen, der mit Coxarthrose zu tun hat.“

Hans-Peter Schneider, Arthrose-Patient

„Unser Anspruch als Arthrose-Kompetenzzentrum besteht darin, individuell auf die Patienten einzugehen“, sagt Tobias Kautz, Orthopädietechniker am Standort Bergneustadt. „Manche wollen vor allem ihre starken Schmerzen lindern, andere weiterhin arbeitsfähig sein und eine Gelenkersatz-OP hinauszögern, wieder andere möchten nicht auf ihren Sport verzichten.“ Das ist wichtig, um zu schauen: Welche Orthese würden sie für ihr Ziel am besten tolerieren? Womit kämen sie im Alltag gut zurecht? Die Hüftorthese CoxaTrain hat ihn dahingehend beeindruckt. „Sie geht das Thema Arthrose und Hüftorthetik ganz neu an. Lange gab es wenig neben den schweren Antiluxationsorthesen, die viele Patienten und auch Ärzte nach wie vor im Kopf haben. Aber die CoxaTrain ist leicht, einfach anzulegen und man kann sie sogar gut unter der Hose tragen“, erklärt Tobias Kautz. Trotz ihrer Leichtigkeit bietet die Orthese Stabilität und Führung für die Hüfte. Ihre entlastende Wirkung entfaltet sie beim Gehen, wenn die eingearbeiteten Pelotten massieren, um die bewegungsausführende Muskulatur zu entspannen. 

Felderfahrung hilft Patient und Arzt

Einer der ersten Patienten, die das Fachgeschäft mit der CoxaTrain versorgt hat, ist Hans-Peter Schneider. Der 65-Jährige leidet seit Mitte der 90er-Jahre an Coxarthrose, begleitet von Knie- und Rückenschmerzen – einer Symp­tomatik, die häufig von Patienten und Ärzten beschrieben wird. Seit über 15 Jahren trägt er beidseitig Hüftendoprothesen. Auf der linken Seite lief der Gelenkersatz komplikationslos, die rechte Seite aber bereitet ihm Probleme. Dort hatte sich die Endoprothese gelockert, auch eine Wechsel-OP brachte nicht unbedingt den erwünschten Erfolg. Bis jetzt hat er Beschwerden und ist bei einem Schmerztherapeuten, auch wegen weiteren Indikationen, in Behandlung. Dennoch sieht der aktive Rentner nach vorne und ist offen für neue Möglichkeiten, um in Bewegung zu bleiben. Jede Woche ist er mit seiner Wandergruppe im Oberbergischen Land unterwegs und trainiert beim Arthrose-Sport seine Beweglichkeit. In der Selbsthilfegruppe hörte er eine Präsentation von rahm über orthopädische Hilfsmittel in der Arthrosetherapie, konnte sich Musterprodukte verschiedener Hersteller anschauen und kam kurz darauf zu einem Beratungsgespräch in die Bergneustädter Filiale. Das Angebot von rahm, die ­CoxaTrain zwei Wochen lang im Alltag Probe zu tragen, nahm er gerne an. „Das fand ich super. Ich habe schon einiges auf Rezept bekommen und möchte nichts mehr, womit ich nicht klarkomme, was teuer war und dann nur rumliegt“, sagt Hans-Peter Schneider. Er stellte fest, beim Sport störte sie ihn eher, aber bei Tätigkeiten im Haushalt, beim Einkauf und beim Wandern gibt ihm die Orthese Stabilität und hilft, nach Belastungen weniger Schmerzen zu haben. „Die CoxaTrain unterstützt mich besonders vom Rücken her, wo ich meine Probleme sehr spüre. Das habe ich beim Bewegen nach einer Weile gemerkt.“ 

Mit diesen Erfahrungen und einer schriftlichen Empfehlung von rahm ging er zu seinem Orthopäden, damit er entscheidet, ob die CoxaTrain eine gute Ergänzung im Therapieplan sein könnte. Hans-Peter Schneider bekam eine Verordnung – mit der Gewissheit, er wird die Orthese tragen und sie wird ihm helfen, in Bewegung zu bleiben.

Scheu nehmen, Compliance stärken

Das bisherige Feedback zum Testangebot bestätigt Tobias Kautz und seine Kollegen, dass sich der Mehraufwand lohnt. „Das Ausprobieren nimmt den Patienten die Scheu. Beim Probetragen merken sie in ihrem Alltag, dass die ­CoxaTrain wirkt, und zwar mit der Zeit immer besser“, berichtet er. „Natürlich gibt es bei dem komplexen Krankheitsbild weitere Maßnahmen und man muss als Patient trotzdem auch selbst viel tun. Aber die 14 Tage geben ein solides Bild, ob sie Schmerzen im Alltag lindern kann und so aktiv hält.“  

Tobias Kautz ist Orthopädietechniker bei rahm in Bergneustadt.

Gut vernetzt in der Region

Herr Kautz, wie agiert rahm bei der Aufklärung über Arthrose und orthopädietechnische Leistungen? 

Wir haben hier in der Region ein gut ausgebautes Netzwerk aus Allgemeinärzten, Orthopäden, Therapeuten und Selbsthilfegruppen, mit denen wir uns austauschen. Wir bieten auch gezielt Informationsveranstaltungen für Ärzte oder Therapeuten an. Wir gehen in Selbsthilfegruppen, stellen Themen und Hilfsmittel vor, legen Flyer aus. Natürlich ist rahm auch im Internet und in den sozialen Medien aktiv.  

Wie finden Patienten zu Ihnen? 

Eine ganz wichtige Veranstaltung ist unsere Arthrosewoche,
die mindestens einmal jährlich stattfindet. Hier können Interessierte Termine vereinbaren, um Hilfsmittel kennenzulernen, anzufassen und auszuprobieren. Viele lesen davon in der Zeitung oder kommen auf Empfehlung.

Warum sollte man Orthesen wie die CoxaTrain testtragen? 

Orthopädietechnik muss man fühlen und im Alltag ausprobieren können. Deshalb gehört das Probetragen zu unserem Service. Das gilt besonders für neuartige Produkte, wo auf allen Seiten noch Erfahrungen gesammelt werden. Die ersten positiven Rückmeldungen ermutigen uns, weiterzumachen, damit Patienten von den Vorteilen der Orthese profitieren können und davon weitererzählen. 

Bilder: Michael Bause

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