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Bedarfsgerechter Einsatz von Bodytronic 610 und 600 „Hightech können beide Systeme“

Ausgabe 03/2021

Im „Gesundheitshaus der Zukunft“ versieht das Messsystem Bodytronic 610 seinen Dienst. In zwei anderen Filialen des Lübecker Sanitätshauses Schütt & Grundei kommen Bodytronic 600-Geräte zum Einsatz. „Die Entscheidung für das eine System ist kein Votum gegen das andere“, sagt Geschäftsführerin Jaana Grundei-Lorenzen. „Beide haben ihre Berechtigung.“

Es sind nur wenige Hundert Meter von der einen zur anderen Filiale, das jeweilige Kundenklientel jedoch wechselt mit der Straßenseite. Während die Filiale Osterweide am Rande des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) am Campus Lübeck eher normale Laufkundschaft versorgt, kommen in das neue „Gesundheitshaus der Zukunft“ vor allem Patienten aber auch Angestellte, Physiotherapeuten, Ärzte und Pflegende des Klinikums. Wenig überraschend, liegt doch die neueste Dépendance von Schütt & Grundei mitten auf dem Gelände des UKSH. Kurze Wege und schnelle, unkomplizierte Abläufe für alle an einer orthopädietechnischen Versorgung Beteiligten kennzeichnen die zentrale Lage. „Wir haben hier eine gläserne Werkstatt mit Konsilcharakter aufgebaut“, erklärt Jaana Grundei-Lorenzen stolz. „Neben den Patienten wollen wir auch den Therapeuten unsere Kompetenz demonstrieren und sie gleichzeitig als Ratgeber direkt vor Ort einladen. Schwerpunkte werden Versorgungen des Rückens und der oberen Extremitäten sein.“ 

Berührungsloses Messen

Um absolut verlässliche Versorgungen des Oberkörpers durchführen zu können, hat sich die Geschäftsführerin mit ihrem Team für das 3D-Messsystem Bodytronic 610 entschieden. Ein weitsichtiger Entschluss, wie sich zeigte. Zwar war auch für Schütt & Grundei die Pandemie nicht vorhersehbar, eine Konsequenz ihrer Investition aber erlebte einen regelrechten Boom: hygienisch unbedenkliches Messen.

Das digitale Messsystem Bodytronic 610 funktioniert berührungslos und liefert von Schulter bis Fuß valide, digitale Daten für die Versorgung.
Das digitale Messsystem Bodytronic 610 funktioniert berührungslos und liefert von Schulter bis Fuß valide, digitale Daten für die Versorgung.

„In einem ‚Gesundheitshaus der Zukunft‘ macht auch unabhängig von Corona ein berührungsloses Messverfahren für den gesamten Körper, das State of the Art darstellt, natürlich Sinn“, sagt die Chefin. „Genauso wie das digitale Messen mit ­Bodytronic 600 an unseren Standorten Osterweide und Bad Schwartau Sinn macht, das ebenso schnell und papierlos funktioniert wie bei Bodytronic 610. Auf die jeweiligen Anforderungen kommt es an. Hightech können beide Systeme.“ 

Datenexport in Branchen-Anwendungen

Auch Marcus Werber, Leitung Orthopädietechnik bei Schütt & Grundei, ist überzeugt von der gleichwertigen Berechtigung beider Verfahren. Der Diplom-Orthopädietechnik-Meister kennt die Ganzkörper-Scansysteme aus langer Erfahrung: „Bodytronic 610 erfasst in einem einzigen Messvorgang Unter- und Oberkörper gemeinsam. Die gewonnenen Daten sind absolut verlässlich. Für die Produktermittlung können auch Maße des Oberkörpers abgeleitet und zur Größenbestimmung genutzt werden.“ Der direkte Bestellvorgang von Hüftorthesen sowie von Bandagen und Orthesen für Rücken, Wirbelsäule, Schulter, Hand, Ellenbogen und von Armstrümpfen über den Bauerfeind-Onlineshop schließt sich an. „Bodytronic 600 kann ebenfalls 3D-Daten für den Unterkörper und den Oberkörper ermitteln“, ergänzt Marcus Werber. „Wir nutzen dieses Gerät in erster Linie zur Kompressionsstrumpfversorgung, aber zunehmend auch für andere Anwendungen.“ Aus den Bodytronic 600-Daten des Oberkörpers können zwar keine Körpermaße generiert, dafür aber beispielsweise Daten zur Modellerstellung für den Korsettbau (siehe Bauerfeind life 3/2020) exportiert werden. Beiden Systemen gemeinsam ist die Anschlussmöglichkeit an die Acriba- und die Sanivisions-Software. Nur Strümpfe – diese Zeiten sind längst vorbei. 

Erfassung sämtlicher Körper­umfänge 

„In einem ‚Gesundheitshaus der Zukunft‘ macht auch unabhängig von Corona ein berührungsloses Messverfahren für den gesamten Körper, das State of the Art darstellt, natürlich Sinn“, sagt Jaana Grundei-Lorenzen. Deswegen nutzen sie und Marcus Weber das Messsystem Bodytronic 610.
„In einem ‚Gesundheitshaus der Zukunft‘ macht auch unabhängig von Corona ein berührungsloses Messverfahren für den gesamten Körper, das State of the Art darstellt, natürlich Sinn“, sagt Jaana Grundei-Lorenzen. Deswegen nutzen sie und Marcus Weber das Messsystem Bodytronic 610.

Bei all den gemeinsamen Vorzügen von ­Bodytronic 610 und Bodytronic 600, wie schnelles, berührungsloses und exaktes Erfassen sämtlicher Körperumfänge, wird das „fehlende blaue Licht bei Bodytronic 610“ für Marcus Werber zu verschmerzen sein. „Es ist aber immer wieder erstaunlich, was für eine wichtige Rolle das Design der Geräte beim Kunden spielt“, beobachtet Marcus Werber: „Sobald der eigene Körper auf dem Monitor sichtbar wird, ist der Kunde sofort nicht nur von der Genauigkeit der Messung, sondern auch von der Wirksamkeit des ermittelten Produkts überzeugt.“ Das „Kundenerlebnis Technologie“ schaffe Vertrauen, fördere den Kundendialog und werde auch aktiv nachgefragt, so Marcus Werber. „Diesen Trend haben wir aufgegriffen und entsprechende Werbeflyer zur Kundeninformation ausgegeben“, ergänzt die Geschäftsführerin Jaana Grundei-Lorenzen. „Interessanterweise sind es unsere älteren Kunden, die sich verstärkt für die Bodytronic-Messtechnik interessieren und sie dann auch nutzen wollen.“ 

„Ich würde exakt die gleiche Entscheidung treffen“

Ob Bodytronic 610 oder Bodytronic 600 zum Einsatz kommen, hängt von den konkreten Anforderungen des Sanitätshauses ab. Beide Systeme sind für Schütt & Grundei relevant und werden entsprechend des Bedarfs, des Funktionsumfangs und der Platzverfügbarkeit in den Filialen eingesetzt. Die Nutzung der über Bodytronic 610 oder Bodytronic 600 gewonnenen Messdaten im Bauerfeind-Onlineshop ist an unterschiedlichen Arbeitsplätzen möglich. Bestellungen können auch entkoppelt vom Messvorgang, einzeln oder gesammelt, zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. „Bei Problemen, die jedoch nur in der Anfangszeit auftraten, war die gewohnt zuverlässige Bauerfeind-Hotline sofort zur Stelle“, berichtet Jaana Grundei-Lorenzen. So verwundert es nicht, dass die Geschäftsführerin eine rundum positive Bilanz zieht: „Stände ich heute erneut vor der Wahl, welche Messsysteme ich für welche Filiale nutzen möchte, würde ich exakt die gleiche Entscheidung treffen.“

Bilder: Stefan Volk


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