Bandagen/ Rückenschmerzen

„Die Mithilfe des Patienten ist enorm wichtig“

Bandagen in der Physiotherapie

Von Bauerfeind Life Magazin

Kurz & knapp Mit Bandagen und der Therapie-App fit für den Alltag

  • Vor der Behandlung von Rückenschmerzen macht sich Physiotherapeut Pablo Schmitz aus Mainz zunächst ein eigenes Bild des Patienten, indem er den Rücken befühlt und Spannungspunkte ertastet. „Da verlasse ich mich am meisten auf meine Hände“, sagt der 30-Jährige.
  • Pablo Schmitz’ Erfahrung zeigt: Rückenbandagen geben Halt und Stabilität – auch beim Ausführen von Übungen – und helfen Patienten, schneller in den Alltag zurückzukehren.
  • Zweimal die Woche 20 Minuten Physiotherapie reichen nicht, um schmerzfrei zu werden und seine Beweglichkeit wiederzuerlangen, erläutert der ehemalige Leistungssportler, der auch Athleten des Olympiakaders betreut: „Ich gebe meinen Patienten deshalb Übungen mit nach Hause und empfehle ihnen die Bauerfeind Therapie-App.“

„In der interdisziplinären Behandlung von Rückenschmerzen hat die Physiotherapie ihren festen Platz. Pablo Schmitz setzt dabei auch Bandagen ein – und empfiehlt seinen Patienten unter anderem die Bauerfeind Therapie-App fürs Trainieren zu Hause.

Wenn Patienten ihre Übungen daheim nicht gemacht haben, merke ich das sofort.“ Doch Physiotherapeut Pablo Schmitz lässt nicht locker. Zweimal die Woche 20 Minuten Physiotherapie im Rahmen einer multimodalen Rückenbehandlung reichen nicht aus. Deshalb zeigt der 30-Jährige ihnen bei jedem Termin zwei oder drei neue Übungen, die sie zu Hause ausführen können. Auch die Bauerfeind Therapie-App gehört zu seinen Empfehlungen (siehe unten). „Ein tolles Produkt“, lobt Pablo Schmitz, der in die Entwicklung der App eingebunden ist.

Ob seine Patienten mit oder ohne Rückenbandage trainieren, kommt unter anderem auf die Phase des Heilungsprozesses an. Ihr Vorteil: „Die Bandagen verleihen ein Gefühl von Sicherheit und Stabilität und beugen ungünstigen Bewegungsmustern vor“, erklärt Pablo Schmitz, der insbesondere mit der LumboTrain gute Erfahrungen gesammelt hat. Dass ihr Einsatz zu Muskelatrophie führen soll, hält er für unzutreffend. Dies belegen auch Bauerfeind-Studien1. „Man kann sich eine Bandage sogar zunutze machen, auch beim Sport. Gerade in Bewegung sind sie hilfreich, wenn man die Muskulatur aktiviert.“ Bandagen helfen, dass Patienten schneller in ihren Alltag zurückkehren oder ihn besser meistern können, davon ist er überzeugt.

Pablo Schmitz ist ausgebildeter Physiotherapeut mit den Schwerpunkten Sport-Physiotherapie und manuelle Therapie. Außerdem gehört er zum Physiotherapeuten-Team der deutschen Herren-Baseball-Nationalmannschaft am Stützpunkt Mainz des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB).

Den Patienten ganzheitlich sehen

Also bringen die Patienten ihre Bandagen sogar mit, wenn sie zu „Physiobility“ kommen, dem Arbeitsplatz von Pablo Schmitz, gelegen in einem malerischen Hinterhof in der verwinkelten Mainzer Altstadt. Dort betreten sie einen Ort mit Wohlfühlambiente, was in der Physiotherapie eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt, denn: „Zur multimodalen Therapie gehört auch die Psyche“, weiß der Physiotherapeut, der gerade in der Coronapandemie einen enormen Schub an nicht-spezifischen Rückenschmerzen beobachtet hat, die oft auf Stress oder Fehlhaltung im Homeoffice zurückzuführen sind. Soziale Isolation und Abstandhalten taten ihr Übriges. „Für viele Patienten ist es dann schon hilfreich, einfach nur in angenehmem Ambiente umsorgt zu werden. Zu erleben, dass sich jemand kümmert.“ Gemeinsam mit ihnen prüft er den Sitz der Bandagen und das korrekte Anlegen, lässt sie im Zweifel noch einmal vom Sanitätsfachhändler kontrollieren oder neu anpassen. Die Kommunikation mit den Ärzten hält Pablo Schmitz für wichtig und gut, aber man kann einige Punkte optimieren. So wird auf den Verordnungen zu Rückenleiden als Diagnose teilweise nur eine generische Formulierung wie LWS-Syndrom vermerkt.

„Das kann ursächlich natürlich alles sein“, weiß er und macht sich daher zu Beginn jeder Therapie zunächst ein eigenes Bild. Denn Rückenschmerzen können auch ganz andere, zum Beispiel organische Gründe haben. „Eine meiner Aufgaben ist es, den Patienten ganzheitlich zu sehen“, sagt der gebürtige Pfälzer, der sich nach seiner Ausbildung auf manuelle und Sport-Physiotherapie spezialisiert hat. Er schätzt die große Entscheidungsfreiheit, die ihm überlassen wird, freut sich aber auch über konkrete Hinweise auf der Verordnung. Bei Bedarf nimmt er mit dem Arzt Kontakt auf. Am meisten vertraut er jedoch seinen Händen: dem Befühlen des Rückens und Ertasten von Muskeldysbalancen. Ob das etwas damit zu tun hat, dass er seit Geburt nur über 30 Prozent Sehkraft verfügt? „Ich weiß nicht, ich kenne es ja nicht anders.“ Bei seiner Berufswahl war die Sehbehinderung jedoch mit ausschlaggebend. So entschied sich der junge Basketballer zugunsten der Physiotherapie gegen den Leistungssport. „Jetzt werfe ich in meiner Freizeit gerne mal Körbe und gehe ins Fitnessstudio oder Kicken“, erzählt er. „Aber auf meine Hände passe ich sehr auf.“

Üben, üben, üben

Ein Glück für seine Patienten, denen er mit manueller Therapie zur Schmerzlinderung verhilft. „Aber ich habe schließlich keine heilenden Hände“, betont er mit Hinblick auf die Compliance, zu der er so manchen ein wenig motivieren muss. Zu seinen Empfehlungen gehört es unter anderem, leichte Übungen in den Alltag einzubauen: Beim Telefonieren, während die Kaffeemaschine läuft, bei den Fernsehnachrichten. Von „zwischendurch mal aufstehen und sich strecken“ über die gezielten „Hausaufgaben“, die er ihnen mitgibt, bis zu ergänzenden Übungseinheiten der Bauerfeind-App. „Ich unterstütze Patienten zwar, schmerzfrei zu werden, aber ihre eigene Mithilfe ist enorm wichtig.“

Wie ausschlaggebend Selbstdisziplin auf dem Weg zum Erfolg ist, und seien die Schritte noch so klein, weiß der ehemalige Leistungssportler Pablo Schmitz aus Erfahrung. Seit einiger Zeit gehört er zum Physio-Team der deutschen Herren-Baseball-Nationalmannschaft. Sein größter Traum? „Die Mannschaft zu den Olympischen Spielen zu begleiten.“ Dazu musste er eine DOSB-Sportphysiotherapielizenz (Deutscher Olympischer Sportbund) erwerben und betreut nun Athleten des Olympiakaders. 2024 in Paris hat er die nächste Chance.

Die Bauerfeind Therapie-App empfiehlt Pablo Schmitz seinen Patienten für zu Hause als Ergänzung zur Physiotherapie.

Digitales Training für Patienten

Die Bauerfeind Therapie-App bietet als Medizinprodukt ein individualisierbares Übungsprogramm zur Kräftigung des Rückens und anderer Körperregionen. Das von Experten entwickelte und kontinuierlich an die persönlichen Bedürfnisse anpassbare Training lässt sich in weniger als 30 Minuten zu Hause ausführen. Fitnesslevel, Schmerzniveau, Bauerfeind-Bandage – alle Komponenten fließen in die Übungen ein. Regelmäßig erkundigt sich ein virtueller Trainer nach dem Befinden, optimiert den Trainingsplan und leitet an. Eine Schmerzkurve dokumentiert den Heilungsprozess. Die Therapie-App gibt es kostenfrei fürs Smartphone oder Tablet. Mehr Informationen: www.bauerfeind.de/app

1 Hübner, Anders et al. (zur LumboTrain) und Hammer et al. sowie Büttner, Milani et al. (zur SacroLoc).

Bilder: Bauerfeind, Rainer Kraus, AdobeStock/littlestocker

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