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Arthrotische Veränderung des Großzehengrundgelenks Eine Frage von Belastung und Belastbarkeit

Ausgabe 02/2012

Der Hallux rigidus ist nach dem Hallux valgus die zweithäufigste Problematik an der Großzehe. Die schmerzhafte Einsteifung des Grundgelenks infolge von Arthrose sollte so lange wie möglich konservativ therapiert werden. Der Meinung ist Dr. med. Timm Bobka von der Abteilung Orthopädie II der Ostseeklinik Damp. „Orthopädische Spezialeinlagen helfen, den Fuß wieder normal abrollen zu lassen.“

Das Gros der Hallux-rigidus-Patienten, das Dr. Bobka sieht , ist zwischen 35 und 50 Jahre alt. „Die Männer sind oft nur unilateral betroffen, vielleicht durch einseitige Belastungen wie Fußballspielen, die Frauen eher beidseitig“, schildert der Orthopäde. Als Erklärung, warum im Fuß die Grunderkrankung Arthrose so häufig im Großzehengrundgelenk auftritt , wo dort keine axialen Körperlast­kräfte herrschen, führt er die nicht unerheblichen Scherkräfte an. Arthrose sei allgemein eine Frage von Belastung und Belastbarkeit. Diese fielen von Patient zu Patient , von Gelenk zu Gelenk unterschiedlich aus.

 

Orthopädische Einlagen als Teil der Maßnahmenkette

Dr. med. Timm Bobka, Oberarzt der Abt. Orthopädie II, Ostseeklinik Damp.
Dr. med. Timm Bobka, Oberarzt der Abt. Orthopädie II, Ostseeklinik Damp.

Die Erhaltung der Beweglichkeit im Groß­zehengrundgelenk ist nebst Schmerzreduktion Ziel aller Anstrengungen Dr. Bobkas. Der Arzt nimmt aber auch gelenkerhaltende operative Eingriffe wie Cheilektomien, vorzugsweise Resektionsarthroplastiken nach Valenti (unter Erhalt der Beugesehne), vor. Versteifungsoperationen sind dann das letzte Mittel. Weit vorher in der Maßnahmenkette setzt Dr. Bobka allerdings auf orthopädische Einlagen. „Mit der ErgoPad redux hallux steht mir eine flache, angenehm im Schuh zu tragende Einlage zur Verfügung. Sie bewirkt eine schnelle Entlastung des schmerzenden Bereichs.“ Dr. Bobka kannte bisher die bettenden Sporteinlagen von Bauerfeind für den Spreiz- und Senkfuß.

Kein Ausweichen, normales Abrollen

Mit der ErgoPad redux hallux bestätigen sich seine positiven Erfahrungen: „Einlagen müssen einfach und schnell zu verwenden sein. Kürzlich präsentierte mir eine Patientin sechs wunderschöne Exemplare – frisch und ungetragen. Ich bin sicher, das wird mit der Bauerfeind-Einlage nicht passieren.“ Kernstück der ErgoPad redux hallux ist ein zähelastisches Versteifungselement , das unter dem Großzehengelenk seine Wirkung entfaltet. Statt stark belastet an den Außenbereichen des Ballens kann der Vorfuß wieder plan auftreten und deutlich schmerzreduziert abrollen. Ausweichbewegungen sollen dadurch vermieden werden.
„Um ein Gefühl für diese Einlage zu bekommen, trage ich sie gerade selbst , anstelle meiner normalen Einlagen“, berichtet Dr. Bobka. „Ich empfinde das Material als angenehm. Und die ErgoPad passt gut in den Schuh.“ Eine dünne PU-Deckschicht dämpft und verteilt auftretende Kräfte unter dem Vorfuß. Das Fazit des Orthopäden: „Ich kann mir die Verordnung der Bauerfeind-Einlage sehr gut als begleitendes Hilfsmittel einer konservativen Therapie, zusätzlich zu Krankengymnastik oder Physikalischer Therapie, vorstellen.“

Bilder: Dr. Bobka, Bauerfeind


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