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Analysesystem Compas im Praxistest „Von Beginn an auf der sicheren Seite“

Ausgabe 03/2012

Das elektronische Analysesystem Compas ermöglicht es, den Kräfteverlauf in der Prothese sichtbar zu machen und auf dieser Basis den Prothesenaufbau entsprechend zu optimieren. Davon konnte sich Orthopädietechnikermeister Paul Fach vom Sanitätshaus Reichel & Platzer in Regensburg bei mehreren Testversorgungen überzeugen.

Orthopädietechnikermeister Paul Fach (rechts) bereitet mit einem Uniprox-Mitarbeiter den Test vor.
Orthopädietechnikermeister Paul Fach (rechts) bereitet mit einem Uniprox-Mitarbeiter den Test vor.

„Bisher versuchten wir, allein durch Beobachtung und Befragung bei der Anprobe alle notwendigen Details für den optimalen Prothesenaufbau zu erfassen“, erklärt Paul Fach. Doch häufig machen Patienten nur unzureichende Angaben. Somit erfolgt der Prothesenaufbau zum Großteil anhand von Erfahrungswerten des Technikers. Paul Fach war deshalb gespannt , wie sich das Analyse­system Compas im Praxistest bewährt. Es macht die Kräfte sichtbar, die zwischen dem Prothesenschaft und der distalen Passteile­konfiguration wirken. „Diese Schaftreak­tionen sind wichtig für uns Techniker, denn sie sind es, was der Patient fühlt. Bisher waren wir nicht in der Lage, alle Effekte, die durch den Schaftaufbau entstehen, zu erkennen. Compas gibt uns Empfehlungen für den optimalen Prothesenaufbau“, erläutert der Orthopädietechnikermeister.

„Markante Verbesserungen“

Der Compas Master mit Echtzeit-Ganganalyse.
Der Compas Master mit Echtzeit-Ganganalyse.

Für den Test wählten er und seine Kollegen drei Unterschenkelamputierte aus: Proband eins, 68 Jahre, amputiert nach einer arteriellen Verschlusskrankheit. Proband zwei, 42 Jahre, Amputation aufgrund eines diabetischen Fußsyndroms. Proband drei, Amputa­tion vor drei Jahren aufgrund eines posttraumatischen Syndroms mit Infekt. Alle drei Prothesennutzer liefen bereits seit einigen Jahren über größere Wegstrecken unauffällig. Und doch gab es Verbesserungspotenzial: „Durch eine erste Gehprobe, die von Compas gespeichert wurde, und die anschließende erneute Analyse mit verfeinerter Stellungskorrektur erreichten wir bereits nach zwei bis drei Durchgängen – also innerhalb weniger Minuten – markante Verbesserungen“, berichtet Paul Fach. So attestierte ihm der erste Proband einen noch geschmeidigeren Gang. Der zweite bemerkte bereits nach dem ersten Analysedurchlauf eine wesentliche Verbesserung bei der Fußabrollung. Sogar eine seit Langem bestehende Drucksymptomatik im Verlauf der unteren Tibiakante war plötzlich verschwunden, ohne dass die Techniker eine zunächst angedachte Schaftumformung ausführen mussten. Der dritte Proband empfand schon nach dem zweiten Analysedurchlauf eine Verbesserung durch eine ausgewogenere Stumpfbelastung. „Dank des Compas-Systems lassen sich die Belastungskräfte, die auf die Prothesenkonfiguration bzw. direkt auf den Amputationsstumpf wirken, so gering wie möglich halten“, sagt Paul Fach. Er möchte das System künftig möglichst bei jeder Prothesenversorgung einsetzen – insbesondere bei allen Erst- oder Interimsversorgungen: „Denn der Amputierte kann in diesem frühen Stadium einer Versorgung oft nicht oder nur ungenügend beschreiben, was er im Prothesenschaft fühlt. Mit Compas sind wir von Beginn an auf der sicheren Seite!“

Weitere Informationen

zum Analysesystem Compas und zu Schulungen erhalten Sie unter der kostenlosen Servicenummer 0800-001 05 40.

Bilder: Uniprox