Achillodynie·Bandagen

Richtige Reize zur richtigen Zeit

Return to play nach Achillessehnenruptur

Von Bauerfeind Life Magazin

Kurz & knapp Nach einer Achillessehnenruptur unterzog sich der Handball-Nationalspieler Hendrik Pekeler einer intensiven Return-to-play-Phase. Medizinische Hilfsmittel vom Kooperationspartner Bauerfeind halfen ihm dabei. Dr. med. Frank Pries, Mannschaftsarzt des THW Kiel, operierte Hendrik Pekeler und setzte bis zur Reha einen Walker mit Pads inklusive Absatzerhöhung sowie Kompressionsstrümpfe ein. Sowohl bei einer Ruptur als auch bei Achillodynien empfiehlt er die AchilloTrain. Für Markus Engelmann, leitender Physiotherapeut bei THW Sport Physio, stellt die AchilloTrain insbesondere bei Achillodynien ein wichtiges Hilfsmittel dar, um Reizzustände aus der Sehne zu entfernen. Er betreute Hendrik Pekeler nach der Ruptur nahezu täglich mit physiotherapeutischen Behandlungen, wie manueller Therapie und Kälteanwendungen. Nach 180 Tagen kehrte Hendrik Pekeler für seinen Verein THW Kiel, langjähriger Kooperationspartner von Bauerfeind, auf das Spielfeld zurück.

Das hohe Verletzungsrisiko im Profi-Handball wurde für Nationalspieler Hendrik Pekeler bittere Realität. Die medizinische Abteilung des THW Kiel jedoch führte den Abwehrstrategen umsichtig mit einem individuellen Reha-Plan zurück auf die „Platte“. 

Mai 2022, Champions-League-Spiel THW Kiel gegen Paris Saint-Germain: Bei einem Zweikampf reißt Hendrik Pekelers rechte Achillessehne. „Keine typische Handball-Sportverletzung“, schildert Dr. med. Frank Pries, seit 25 Jahren Mannschaftsarzt des deutschen Rekordmeisters, den Fall. Achillessehnenrupturen treten oft ohne Vorwarnung ebenso bei Hobbysportlern auf – auch ohne die extreme Spielplandichte und die hohen Belastungen des Leistungssports, so der Sportmediziner. „Auslöser der Ruptur ist meist die hohe Akzeleration des Spielers aus der Streckung des Sprunggelenks heraus.“ Wenn der Spieler dann noch auf die Bewegungen des Gegenspielers achten muss, ist das Geschehen unvorhersehbar, mithin nicht trainierbar. 

Hendrik Pekeler wurde im Mare-Med-Klinikum in Kiel-Kronshagen operiert, wo Dr. Pries das Department für Arthroskopische Chirurgie und Sporttraumatologie leitet. Der orthopädische Chirurg nähte die Fasern der mittig gerissenen Achillessehne End-zu-End zusammen. „Eine etablierte Technik der Primärheilung, die ich seit Jahren praktiziere. Sie führt weder zu einer Verkürzung noch zu einer Verlängerung der Sehne.“

Kompressionsstrumpf VenoTrain im Walker

Nach der Operation wurde Hendrik Pekeler zwölf Tage lang mit einer Gipsschiene immobilisiert. Erste Bewegungsbelastung erhielt die Sehne in einem Walker in Spitzfußstellung, der sechs Wochen später, mittlerweile in fast normaler Fußstellung, entfernt wurde. Während dieser Zeit trug der Patient den Kompressionsstrumpf VenoTrain business von Bauerfeind im Walker. Anders als bei Breitensportlern schloss sich bei dem Profi-Handballer eine engmaschige, sechsmonatige Leistungssportrehabilitation an. Dieses Return-to-play-Regime im Profisport folgt einem bestimmten Verfahren, dessen Erfolg am Ende von der Berufsgenossenschaft überprüft wird. „Die Heilung im bindegeweblichen Bereich der Sehne mit Neuaufbau der Sehnenscheide dauert allein schon drei Monate“, erklärt Dr. Pries. „Vorher dürfen keine großen Lasten, Trainingseinheiten oder Kraftübungen einwirken.“

Nach dem Riss seiner Achillessehne war es für Hendrik Pekeler wichtig, möglichst schnell wieder an den Leistungssport herangeführt zu werden, betont Physiotherapeut Markus Engelmann. 

Auch der Rest des Körpers muss stabil gehalten werden

Nach Ablegen des Walkers wäre bei Hendrik Pekeler zum Schutz der Sehne eine leichte Absatzerhöhung im Schuh angezeigt gewesen. Der 31-jährige Europameister von 2016 erhielt jedoch zwischenzeitlich eine dichte physiotherapeutische Behandlung mit manueller Therapie und Kälteanwendungen, so dass die Schwellung und Gewebeentzündungen, ausgelöst durch Verletzung und Operation, nahezu vollständig abklingen konnten. Ein Fersenkeil war nicht mehr erforderlich, die Trainingseinheiten konnten Schritt für Schritt beginnen. Verantwortlich für die mehrmals täglich angewandten Maßnahmen war die THW Sport-Physio-Abteilung mit dem leitenden Physiotherapeuten Markus Engelmann. „Die Herausforderung bei Peke lautete: Den richtigen Regenerationsreiz an der richtigen Stelle zur richtigen Zeit zu setzen. Mit Erfolg. Pekes Sehne hat vom Tag eins nach der Operation bis zum Trainingseintritt keine Probleme bereitet. Er war im Verlauf fast schmerzfrei. Das ist nicht die Regel. Es gibt Spieler, die du selbst drei Wochen postoperativ noch nicht anfassen kannst“, weiß der Physiotherapeut. Bei aller Fokussierung auf die Achillessehne durfte eines nicht vergessen werden: „Außer der Struktur selbst, muss in der Reha-Phase auch der gesamte Körper des Leistungssportlers stabil gehalten werden“, betont Markus Engelmann. „Wenn möglich ohne größere Muskel- oder Leistungsverluste.“

„Die AchilloTrain-Bandage ist eine sinnvolle und adäquate Lösung“

Auch im Breitensport sind, ausgehend von einem anderen Niveau, Leistungsverluste nach Achillessehnenruptur ein viel diskutiertes Thema. Bei konservativer Behandlung oder bei Achillodynien, wie sie viele joggende Freizeitsportler mit stark gedämpften Laufschuhen entwickeln, ist die Bandage AchilloTrain ein häufig eingesetztes Mittel in der Therapie (s. Bauerfeind life 3/17). Das Kompressionsgestrick der Bandage übt eine wohltuende Kompression auf die Haut und Muskulatur aus. Eine viskoelastische Pelotte umschließt schützend die schmerzende Sehne und führt sie in der Bewegung. Ein herausnehmbarer Fersenkeil sorgt für die Entlastung der Sehne. Der THW-Physiotherapeut ist von den Möglichkeiten der AchilloTrain überzeugt: „Vor allem bei Breitensportlern, die nicht die tägliche 1:1-Betreuung nach einer Ruptur erfahren, würde ich die Bandage zur Stabilisation einsetzen. Auch bei Achillodynien stellt sie eine sinnvolle und adäquate Lösung dar, die Reizzustände an der Sehne zu lindern, ohne einen großen Aufwand zu betreiben.“

„AchilloTrain ist für uns Orthopäden die klassische Achillodynie-Bandage.“

Dr. Frank Pries

Individuelle Behandlung und ­Belastungssteuerung im Profisport

Auch Dr. Pries sieht den Einsatz der ­AchilloTrain positiv: „Zwar kommen bei mir hauptsächlich die großen Orthesen, zum Beispiel von Bauerfeind, zum Einsatz, wie etwa die Knieorthese SecuTec Genu. Von meinem eher konservativ behandelnden Kollegen Dr. Lübke (Dr. med. Philip Lübke, auch Mare-Med-Klinik Kiel, Mannschaftsarzt der deutschen Handball-Nationalmannschaft) weiß ich aber, dass er mit der AchilloTrain sehr erfolgreich behandelt. Sie ist für uns Orthopäden die klassische Achillodynie-Bandage.“ Und wie war es bei Hendrik Pekeler? Er trug in der Anfangsphase der Reha den Walker mit medizinischen Kompressionsstrümpfen. 

Die Pads und Absatzerhöhung im Walker sowie die Kompression durch die Strümpfe entsprechen den Wirkprinzipien der AchilloTrain. Dies trug signifikant zur Genesung bei. „Und half auch meinem wiedergewonnenen Körpergefühl“, freut sich der 2,03 Meter große Kreisläufer. Nach genau 181 langen Tagen der individuellen Behandlung und Belastungssteuerung stand er erstmalig wieder auf der „Platte“ für den THW Kiel. Der langjährige Kooperationspartner von ­Bauerfeind kann mit Hendrik Pekeler gestärkt in die nächsten Spiele gehen. Helfen kann ihm dabei auch die Sports Achilles Support, das Sportprodukt von Bauerfeind für die Achillessehne. „Ich kann mir durchaus vorstellen, sie zur zusätzlichen Stabilisation in den kommenden Trainingseinheiten und Spielen zu tragen, wenngleich ich versuche, dem Fuß so viel Freiraum wie möglich zu geben“, so Hendrik Pekeler.

Bilder: Bauerfeind, Stefan Volk

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