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2. Internationaler Sportkongress in Rio Ganz nah am Athleten

Ausgabe 03/2016

Nicht jedes Jahr bietet sich Sportmedizinern die Chance so einer idealen Feldsituation: In Rio diskutierten Ärzte, Physiotherapeuten und Orthopädietechniker während der Olympischen Sommerspiele über
aktuelle sportmedizinische Behandlungsketten.

In den ersten Augusttagen 2016 gab es wohl keinen Ort auf der Welt , an dem anregender über die medizinische Versorgung im Leistungssport diskutiert wurde, als in Rio de Janeiro. Nach den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 richtete Bauerfeind bereits zum zweiten Mal einen internationalen sportmedizinischen Kongress aus. Neben dem Versorgungsservice in der Poliklinik organisierte das Unternehmen ein hochkarätig besetztes Kolloquium. Unmittelbaren Bezug zum Programm hatte der Kongressort. Getagt wurde im Rehabilitationszentrum Associação Brasileira Beneficente de Reabilitação (ABBR). Bereits 1954 gegründet , war das ABBR das erste interdisziplinäre Zentrum seiner Art im Land. Heute steht es für den Standard der orthopädischen Versorgung in Brasilien.

Transferoptionen für den Breitensport

Referenten des zweieinhalbwöchigen Kongresses waren Ärzte, Physiotherapeuten und Orthopädietechniker mit zum Teil langjähriger Erfahrung im olympischen Umfeld. Möglichkeiten und Grenzen der medizinischen Versorgung im Hochleistungssport wurden ausgelotet. Knie-, Sprunggelenk- und Wirbelsäulenverletzungen standen im Fokus. Schnell wurde klar: Erkenntnisse aus der weltweiten Arbeit mit Spitzensportlern bieten auch Transfermöglichkeiten für den Breitensport (s. a. Dr. Yacoub). Nicht zuletzt , was den präventiven und rehabilitativen Einsatz orthopädischer Hilfsmittel betrifft (s. Dr. Abraham). Erweiterte Anwendungsoptionen verschiedener Bandagen, Orthesen und Kompressionsstrümpfe wurden „heiß diskutiert“, so Kongresspräsident PD Dr. med. Stefan Klima von der Universität Leipzig. Einig waren sich die Teilnehmer, dass die Qualität der Produkte und deren korrekte Anwendung den Therapieerfolg mitbestimmen.

Gruppenfoto im Raum der Pressekonferenz: die Teilnehmer des Sportkongresses zu Besuch im Deutschen Haus.
Gruppenfoto im Raum der Pressekonferenz: die Teilnehmer des Sportkongresses zu Besuch im Deutschen Haus.

Wann zurück in den Wettkampf?

Wie nah die Spezialisten am Thema waren, zeigte der Fall des deutschen Turners Andreas Toba. Dieser erlitt , nur wenige Kilometer entfernt , einen Kreuzbandriss, turnte aber seinen Wettkampf zu Ende, bevor er mit der GenuLoc-Knieorthese von Bauerfeind versorgt wurde. Einen Tag später waren die Kongressteilnehmer vor Ort im Deutschen Haus und erfuhren auf der Pressekonferenz Details aus erster Hand. Der vorab geplante Diskussionspunkt „Wann ist der richtige Zeitpunkt einer operativen Behandlung einer ACL-Läsion?“ gewann auf einmal höchste Aktualität. Überhaupt zog sich die Frage des „Return to Play“ wie ein roter Faden durch den Kongress (s. Dr. Fehske). Von Sport- und Physiotherapeuten wurden Tests demonstriert , um zu entscheiden, ob die richtige Zeit , Training und Wettkampf wiederaufzunehmen, für den verletzten Athleten gekommen ist. Für viele Ärzte eine hochwillkommene Hilfestellung, sie in der eigenen Arbeit anzuwenden.

Den kompletten Kongressbericht in englischer Sprachen bieten wir hier zum Download an.

Bilder: Bauerfeind, DSM/Kai-Uwe Waerner